Freitag, 29. Januar 2016

Gebratene Maronenpolenta mit Rahmchampignons und Blaukraut

Selbstverständlich habe ich zum Grundrezept für Blaukraut, auch eine Verwendungsidee dafür. Mal anders, ohne Braten, ohne Knödel. Gescherte Zungen könnten sagen: Na und, da hat sie einfach das Fleisch eines klassischen Hauptgangs weggelassen. Ja, quasi schon, nur wird man es hier auch nicht vermissen. Bestelle ich einen Schweinebraten ohne Schwein bleiben mir Knödel, Soße (die Vegetarier auch nicht essen werden) und Kraut. Sowas wird immer den "hier fehlt was"-Beigeschmack haben. Kann natürlich trotzdem schmecken, aber bei diesem Rezept, wird dieser Gedanke nach dem ersten Bissen vergessen sein. Knusprig und weiche Polenta, verfeinert mit Maronen, eine cremige Soße und natürlich mein geliebtes Blaukraut. Was sollte hier schon fehlen?!

Montag, 25. Januar 2016

Hirschrücken mit Himbeer-Balsamico-Soße

Da kommt der Mann vom Einkauf beim Biohofladen zurück mit den Worten "Es gab Wild aus dem Oberpfälzer Wald. Ich habe Hirschrücken mitgebracht. Machst du den am Samstag?" und drückt mir ein prächtiges vakuumiertes Stück Fleisch in die Hand. Bester Mann ü-b-e-r-h-a-u-p-t. 
Als Kind habe ich Wild absolut verweigert, als Vegetarier dann natürlich auch und inzwischen mag ich es aber richtig gerne. Wenn die Herkunft passt. Da ich in der Hinsicht ja recht penibel bin, gab es noch kein selbstgemachtes Wild in unserem Hause - ich habe den Verkauf beim Hofladen bisher immer verpasst. Daher musste ich mich auch erstmal auf die Suche nach einem Rezept machen. Nachdem ich weder in meinen Büchern, noch dem Internet so richtig zufriedenstellend fündig wurde, wählte ich die (eigentlich) naheliegendste Variante: ich fragte unseren Küchenchef in der Arbeit. Und natürlich war, wie immer, auf ihn Verlass. Ich wollte das Fleisch (wenn man schon mal so was bekommt) entsprechend 'würdigen' und habe auf viel Schnickschnack dazu verzichtet. Ich wollte keinen klassischen Braten daraus machen. Etwas Salat, geschmorter Kürbis, frische Champignons. Dazu bildete ich mir eine fruchtig-säuerliche Soße ein und probierte einfach drauf los, so wie ich mir das vorstellen konnte. Auch hier hatte ich wieder ordentlich Glück, die Soße war ein Träumchen und wird es mit Sicherheit wieder geben. Dann werde ich es aber wagen und noch ein wenig Kakao mit unterrühren.



Freitag, 22. Januar 2016

Winterlicher, süßer Brotauflauf

Ich bin eine Frostbeule. Vor allem morgens und nachmittags laufe ich momentan am liebsten in die Bettdecke gewickelt durch die Wohnung. Trotz laufenden Heizungen. Da kann man halt nichts machen. Aber, doch, ich wirke dagegen: mit warmen Frühstück und dampfenden Tee und Kaffee. So auch mit diesem Brotauflauf, der neulich auf dem Frühstücksplan stand. Perfekt auch zur Resteverwertung von Brot, denn die Scheiben sollen ruhig schon etwas altbacken und trocken sein. Ihr könnt auch übriges, gefrorenes Brot nehmen und das einfach bereits am Vortag auftauen lassen. Bis zur Verwendung für den Auflauf ist es dann trocken genug. Meistens werden süße Brotaufläufe mit hellem Brot oder Baguette gemacht. Ich habe mich hier bewusst anders entschieden und ein Treberbrot verwendet. Dunkel, rustikal, mit dicker Kruste. Mir schwebte einfach etwas kräftigeres vor, das gut mit den Gewürzen harmoniert. Theoretisch könnt ihr natürlich jede Brotsorte verwenden, was halt gerade übrig ist - aber ich rate euch dennoch, mal vom hellen Brotauflauf abzukommen. :-) 

Montag, 18. Januar 2016

Gulasch mit Maronen

An deftig-dampfenden Schmorgerichten kommt man im Winter nur schwer vorbei. Ok, ich esse Suppen, Eintopf & Co. auch im Sommer super gerne, aber wenn es draußen kühl (von kalt kann ja momentan leider keine Rede sein) und schmuddelig ist, macht so eine Schüssel, voll mit heißem Seelenfutter, natürlich doch ein bisschen mehr Spaß. Es gab mal wieder Gulasch, diesmal aber mit winterlichen Gewürzen, Trockenpflaumen und Maronen. Herrlich! Besonders wichtig ist hier natürlich die gute Fleischqualität - hat man ein, zwei zähe Stücke in seiner Portion, sinkt die Lust auf den nächsten Bissen ungemein. So ist's zumindest bei mir. Also ab zum Metzger oder Hofladen eures Vertrauen, ordentliches Fleisch kaufen, am Rückweg noch kurz beim Markt vorbei und dann ab in die Küche.

Freitag, 15. Januar 2016

Überbackene Spinat-Wirsing-Pfannkuchen

Mit Aufläufen ist das ja immer so 'ne Sache. Also die Optik betreffend. Mir ist klar, dass dieses Foto relativ nichts sagend ist. Da könnte jetzt schließlich alles eingewickelt sein. Aber mal ganz ehrlich: Als ich eine Pfannkuchenrolle aus der Form geholt und auf den Teller gelegt habe, war ich froh, dass ich es bereits vorher fotografiert hatte. :-D Man hätte zwar die Füllung besser erahnen können, aber ausgesehen hat es echt unsexy. 
Ihr müsst mir jetzt also quasi blind vertrauen, wenn ich euch sage, dass die Pfannkuchenfüllung aus Wirsing und Spinat bestand und uuuunheimlich schmackhaft war. Eigentlich ist die Füllung für vier Pfannkuchen ausgelegt, aber in die Form haben nur drei gepasst (was eh gereicht hat), so dass ich leider leider die restliche Füllung pur essen musste. So was aber auch!

Mittwoch, 13. Januar 2016

Alltags-Frühstück #7

Auch 2016 geht die Alltags-Frühstück-Reihe weiter. Mit welchen morgendlichen Genüssen habt ihr denn das neue Jahr begonnen? :-)

#1 * #2 * #3 * #4 * #5 * #6


Süße Spätzle: mit gebratenen Apfelstücken, Mandelmilch und Zimt

Montag, 11. Januar 2016

Miesmuscheln in Kokossoße mit gebratenem Reis

Hätte mir vor ein paar Jahren mal jemand gesagt: "Hey, du wirst irgendwann mal Muscheln probieren und mögen! Und sogar anderen Menschen davon erzählen, damit sie es auch probieren!" Man, hätte ich diese Person ausgelacht. Muscheln, ich, jaaa klar. 
Ähm, ja genau. Glücklicherweise gab es dieses Situation ja nicht, so dass ich mich nun nicht im Nachhinein dafür entschuldigen muss. Seit ich wieder Fleisch und nun auch Fisch esse, ist meine Hemmschwelle was das Testen von Neuem angeht, deutlich gesunken. So nach dem Motto, wenn schon, denn schon. Zumindest mal probieren. Im Falle der Muscheln war das auch gut so, denn ich muss ehrlich sagen, dass -nach dem ersten Moment der ungewöhnlichen Konsistenz- der Herzensmann und ich durchaus angetan waren. Das erste Mal bereitete ich sie klassisch, im Weißweinsud zu. Diesmal durfte es dann schon etwas exotischer werden: mit würziger Kokossoße und gebratenem Eier-Kohl-Reis.



Freitag, 8. Januar 2016

Rote Bete-Aufstrich

Stellt euch an dieser Stelle mal so ein hinterlistiges, siegerisches Kichern vor. Warum? Nun, vielleicht wisst ihr noch (an der ein oder anderen Stelle habe ich es erwähnt), dass die rote Berta und ich keine guten Freundinnen sind. Bisher war die einzige akzeptable Annäherung, wenn sie sich als Chip im Ofen rösten lies (genauso wie bei Franzi!). Nun und dann kam die andere Franziska, sozusagen. Also eigentlich nur ihr Buch, von dem ich euch letzte Woche erzählt habe, und nicht sie persönlich (wobei ein Aufeinandertreffen mal wieder schön wäre). Hartnäckigkeit wird halt doch manchmal belohnt, denn wie ich bei der Rezension schon erwähnte: Berta und ich konnten uns nun doch noch anfreunden. Daher muss ich jetzt auch aufhören, sie Berta zu nennen, das gefällt ihr nämlich nicht. Wie dem auch sei, ihr seid hiermit vorgewarnt. Die rote Bete könnte hier am Blog demnächst noch ein paar Mal aufkreuzen.

Montag, 4. Januar 2016

Huhn im Heubett

Aus seinem ersten ganzen (küchenfertigen und natürlich Bio-)Huhn ein normales Brathähnchen machen? Das ist dem Fräulein natürlich zu öde. Nein, etwas raffinierter sollte es schon sein. Das Tier soll schließlich gewürdigt werden. Fündig wurde ich bei Micha und schnell war klar: Ja, das Huhn darf sich auf Heu betten. Zugegeben, meine Küche hatte anschließend ebenfalls Ähnlichkeit mit einem Stall, denn scheinbar ist es mit Heu bei mir genauso wie bei Mehl: einmal angefasst - überall verteilt. Macht nichts, gelohnt hat es sich nämlich. Das Hähnchen war wunderbar zart und saftig und selbst am nächsten Tag schmeckten die Reste noch hervorragend. Wie bereitet ihr denn ein ganzes Huhn am liebsten zu?

Sonntag, 3. Januar 2016

Buchvorstellung | Local Superfoods

Also, eigentlich wollte ich ja nicht groß auf den Superfood-Zug aufspringen, der momentan einfach überall im Internet durchtuckert. Wenn aber die tolle Franziska vom Blog Veggie Love ein neues Buch rausbringt, muss ich mir das eben doch anschauen. Auch wenn es von Superfoods handelt. Außerdem hat Franzi das Thema toll umgemodelt - in ihrem Buch geht es nicht um Chia, Moringa & Co., sondern um die "heimischen Vitalstoffpakete". die wohl gerne mal vergessen werden.


Freitag, 1. Januar 2016

Mais-Quesadillas mit Salami


***
Happy 2016
Ich hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gekommen und habt einen grandiosen Start hingelegt! Ich wünsche jedem von euch, dass 2016 alles mit sich bringt, was ihr euch davon erhofft! 
***

Eigentlich habe ich die chaotische Zettelrezeptewirtschaft ja besiegt, indem ich mir vor einiger Zeit ein kleines Heft gekauft habe, das beim Frei-Schnauze-Kochen immer bereit liegt, um Notizen zu machen. Also keine verschwundenen Zetteln mehr, keine nass und  dadurch unlesbaren Zettel... Tja, bringt nur alles nichts, wenn man das Buch zwar da liegen hat und anscheinend nichts reinschreibt. Als ich es nämlich eben durchblättert habe, um das Rezept für die Quesadillas aufzuschreiben, wurde ich nicht findig. Ach man, typisch Fräulein halt. Da sie aber doch zu gut waren, wie vor allem der Herzensmann bestätigte, zeig ich sie euch einfach ohne grammgenaue Angaben. Muss halt jetzt mal so gehen. Übrigens auch wunderbar als KaterFrühstück geeignet. ;-)