Mittwoch, 24. Februar 2016

Buchvorstellung | The New Easy

Da ich bereits ein Buch von Donna Hay besitze ("Frisch und leicht"), in dem ich immer wieder gerne blättere, habe ich mich sehr gefreut, mir auch "The New Easy" mal genauer anzuschauen.

Autorin: Donna Hay
erschienen: im AT-Verlag
208 Seiten, broschiert
26,95€ 
ISBN: 978-3-03800-878-1 

Klappentext:
Dieses Buch ist Donna Hays Antwort auf die stets gleiche Frage aller Vielbeschäftigten: Wie kann ich noch schneller und einfacher leckere Gerichte kochen? Sie liefert clevere Lösungen, um an eng getakteten Werktagen im Nu etwas Köstliches auf den Tisch zu bringen und an Wochenenden, wenn man mehr Zeit und Muse zum Kochen hat, mit etwas Besonderem zu überraschen.

Inhalt & Optik
Wie bei meinem anderen Donna Hay-Buch fällt hier das Format besonders auf, fast quadratisch, relativ groß und ohne Hardcover kommt es fast schon charakteristisch daher. Nach einer sehr kurzen Einleitung geht es direkt los mit den Rezepten, die wie folgt eingeteilt sind:

  • Unter der Woche
  • Am Wochenende
  • Beilagen und Salate
  • Backen
  • Desserts
Wie der Klappentext verspricht soll das Buch für beide Zeitfenster "viel" oder "wenig" Anreize schaffen. Unter der Woche hat man nicht immer die Möglichkeit aufwändig zu kochen, möchte vermutlich aber dennoch ordentlich und möglichst gesund essen. Dieses Dilemma, wie es die Autorin nennt, soll im ersten Kapitel mit schnellen Rezepten beseitigt werden. Das Gegenteil dazu behandelt dann das nächste Kapitel und zeigt Rezepte, für die man etwas mehr Zeit und/oder Vorbereitungsarbeiten einplanen darf. Im süßen Teil des Buches wird dann beides vereint. 
Die Fotos sind im typischen Stil der Donna Hay-Bücher: klar und hell, appetit anregend, ohne viel Schischi. Durch das ganze Buch zieht sich ein leichter Blaustich, was -zumindest bei mir- ein herrliches sommer-frische-Gefühl suggeriert.
Am Ende des Buches gibt es ein Register, sowie ein Glossar, in dem verschiedene Zutaten genauer erläutert werden. Nettes Gimmick: unterschiedliche Aufkleber ("Kochen!", "Ausprobieren!", "Backen!", "Lieblingsgericht!") zum Markieren von Rezepten.



Rezepte
Wie man inzwischen weiß, bin ich mehr der herzhafte Esser. Daher gefällt es mir ganz gut, dass der süße Teil des Buches kleiner -aber nicht minder beachtenswert- ausfällt. Die Rezepte sind in ihren Zubereitungen abwechslungsreich ausgewählt, mal mit mediterranem, mal mit asiatischem Touch. Zwar finden sich auch einige vegetarische Gerichte darin, häufiger wird aber Fleisch verwendet. Insbesondere Huhn, das scheint die Autorin besonders gerne zu mögen (was mir bereits auch in "Frisch & Leicht" aufgefallen ist). Hierin hätte ich mir tatsächlich doch etwas mehr Abwechslung gewünscht. Vor allem im Bereich "unter der Woche", da ich nicht glaube, dass man tatsächlich jeden Tag Fleisch essen möchte. 
Davon abgesehen dürfte sich aber dennoch für jeden Geschmack etwas finden. Von den schnellen Gerichten wie den pikanten Fladen mit Tahini-Lammfleisch oder Salat von gegrilltem Schwarzkohl und Ricotta, über Wochenendrezepte wie knusprige Ente mit Ingwer-Pflaumen oder Dumplings mit Schweinefleisch und Garnelen über Beilagen und Salate wie Mozzarellasalat mit knusprigem Rosenkohl und goldbraun überbackenen Zwiebeln, bis hin zu Süßigkeiten wie karamellisiertem Bananensplit oder gemogeltem Baklava.
Was mir allerdings nicht so gut gefällt: es werden teilweise Fertigprodukte eingesetzt. So etwas wie Fertig-Mürbteig vor allem im Kapitel "Unter der Woche" lasse ich mir durchaus noch eingehen, aber bei Wochenendrezepten müsste meiner Meinung nach sowas wie "fertig gekaufte Spinat-Ricotta-Ravioli" oder "fertig gekauftes Dukkah" nicht unbedingt zu finden sein.



Im Test
Einmal Fisch, einmal Fleisch, einmal vegetarisch. Davon zwei Mal Suppe. Das habe ich mir als erstes rausgesucht.


Die Suppe von gerösteten Blumenkohl und Kichererbsen war erstmal etwas fade, als ich dann aber auf eigene Faust nachgewürzt habe, konnte man durchaus eine schöne Aromatik herausholen. Ein solide Basis stellt das Rezept also dar.


Bei der einfachen Thai-Rindersuppe mit Pilzen, Sprossen und Nudeln war es anfangs genauso, wobei hier wahrscheinlich viel die verwendete Brühe ausmacht. Ich habe mir erlaubt noch etwas Sojasoße zuzufügen und anstatt dem Rinderfilet gab es bei uns Rinderlende. Alles in allem aber ein richtig leckeres und einfaches Mittagessen. Zimt und Sternanis in der Brühe bringen einen gewissen Pep rein.
Dann gab es noch den würzigen Lachs, bei dem die Fleischseite mit einer pikanten Würzmischung, u.a. mit Chili und Sesam, bedeckt wird. Simpel und schmackhaft.

Fazit
Eher nichts für Vegetarier/Veganer, da recht fleisch-/fischlastig. In manchen Punkten hätte man vielleicht noch etwas feilen können, auch ein inhaltlicher Fehler ist mir aufgefallen. Die Rezepte sind aber ansprechend, schön präsentiert und werden vor allem dem Sinn des Buches absolut gerecht. 



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