Montag, 8. Februar 2016

Mal anders: Apfelmuffins & Karotten-Nuss-Gugel


Ich mag "mal anders". Unter "mal anders" kann sich jeder erstmal selbst was vorstellen, keiner weiß direkt, um was es geht und was denn hieran anders ist. Ich mag es nämlich nicht, wenn in Rezepttitel Eigenschaften wie "gesund, zuckerfrei, fettarm, low-carb, etc" geknallt werden. Ja, ich vermeide durchaus auch raffinierten Zucker, aber was bringt mir "zuckerfrei", wenn dann tassenweise Honig oder Sirup verwendet wird? Oder "fettarm", wenn das Gericht zwar tatsächlich mit Fett spart oder nur hochwertige Fette enthält, dafür aber widerum massig Zucker? Unter "gesund" finden sich dann übrigens auch häufig beide Fälle kombiniert... Ja und wer hat den "Low-Carblern" eigentlich verschwiegen, wieviele Kohlenhydrate in Linsen, Bohnen, Kürbis & Co. stecken? Versteht ihr, worauf ich hinaus will? Ich habe absolut gar nicht (!) gegen diverse Ernährungsformen, -regeln oder -lebensweisen. Das darf und soll jeder für sich selbst entscheiden. Aber muss man denn einem Rezept immer irgendwelche Eigenschaften aufzwingen, die eben für jeden anders interpretiert werden?
Deswegen sind meine Muffins und Gugl einfach "mal anders". Weil ohne raffinierten Zucker, mit Reissirup bzw. Kokosblütenzucker (beides "gesünder" für den Körper/Blutzuckerspiegel). Ohne Weißmehl, mit leckerem Dinkelmehl und -flocken. Ohne Butter, mit hochwertigem Lein- bzw. Kokosöl. Anders als das klassische Backwerk halt. :-)


Zutaten für 7 Apfelmuffins
50g grobe Dinkelflocken
30g Dinkelmehl 630
20g gemahlene Haselnüsse
2Tl Backpulver
1 Prise Salz
1 Prise gemahlener Ingwer
etwas Zimt
1,5 kl Äpfel
1 Ei
2El Leinöl
5El Joghurt
60g Reissirup(*)

Zubereitung
Die Dinkelflocken in einer Küchenmaschine zermahlen. Dann in einer Schüssel mit Dinkelmehl, Haselnüssen, Backpulver und den Gewürzen vermischen. Die Äpfel schälen, entkernen. den ganzen Apfel klein würfeln, den halben Apfel grob raspeln und den Saft davon gut ausdrücken. Mit Ei, Öl, Joghurt und Reissirup zu den trockenen Zutaten geben und gut vermengen.
Sieben Muffinförmchen bereit stellen, den Teig darin aufteilen und die Muffins im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 25 Minuten backen.

(*) Besondere Süßschnäbel sollten etwas mehr Sirup nehmen - mir hat die Süße so gereicht.


Zutaten für 14 Mini Karotten-Nuss-Gugel
70g gemahlene Haselnüsse
40g Kokosblütenzucker
etwas abgeriebene Zitronenschale
1El Traubenkernmehl
etwas Zimt
1/2Tl Backpulver
1 kl. Karotte
1 geh. Tl Kokosöl
1El Apfelsaft
1 Ei

Zubereitung
Haselnüssen, Kokosblütenzucker, Zitronenschale, Traubenkernmehl, Zimt und Backpulver vermischen. Die Karotte schälen und grob raspeln. Das Kokosöl schmelzen. Beides mit dem Ei und dem Apfelsaft unter die trockenen Zutaten mischen. 
Eine (Silikon-)Mini-Gugl-Form gut fetten und den Teig hineinfüllen. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 15 Minuten backen. In der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig stürzen.


Kommentare:

  1. .....und wie ich verstehe, was Du meinst :-)

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  2. alles was sich da auf der Etageren befindet würde ich glatt verspeisen,
    sieht sehr lecker aus und das erste Bild - mit großen WOW-Effekt - super, großartig.

    lg netzchen

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  3. Ich verstehe ebenso gut, was du meinst, geht mir auch wirklich ziemlich auf den Keks, mit Butter und Zucker selbstverständlich. ;-)
    Aber in einem muss ich dich korrigieren, Kürbis hat nur 4,6 g Kohlenhydrate pro 100 g...
    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Hi Eva. Oh ok, ich dachte, dass ist von der Sorte abhängig. Bei Hokkaido stehen nämlich auch in manchen Datenbanken Werte von über 10g KH pro 100g. An sich ist das ja immer noch nicht viel, aber mal ehrlich - wer kann sich bei Kürbis schon auf 100g beschränken?! ♥

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