Montag, 28. Dezember 2015

Graupenmilchsuppe

Das ist mal wieder ein Rezepte, dass ich mir irgendwie im Kopf zusammengesponnen habe und "einfach mal ausprobieren" wollte. Umso mehr freue ich mich dann natürlich, wenn das Ergebnis positiv ausfällt. Die Idee zu dieser süßen Suppe entstand ganz unspektakulär: da waren noch Graupen in der Vorratsschublade. Und ich wollte etwas warmes zum Frühstück. Auf Apfel hatte ich Lust. Und Milch geht sowieso immer. Also: let's combine! Ganz simpel, richtig lecker, ein optimales Frühstück an kalten Tagen, das bestimmt auch den Kleinen unter uns schmecken wird. :-)

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Räucherforellen-Rührei

Ein Ruck-Zuck-Frühstücksrezept gibt's heute. In herzhaft, denn es muss nicht immer nur süß sein. Wenn ich weiß, dass ich noch einen langen Arbeitstag vor mir habe, darf's gern mal deftiger sein. Diese Rührei-Variante kam mir dabei sehr gelegen - schnell und mehr als einfach gemacht, wirklich schmackhaft und gründlich sättigend, ohne dabei zu schwer im Magen zu liegen. Vielleicht auch genau das Richtige nach den Adventstagen mit viel zu vielen Plätzchen, Lebkuchen, Schokonikoläuse & Co.? 


In diesem Sinne: Hohoho! Frohe Weihnachten euch allen! Habt eine wunderbare Zeit, genießt es und lasst es euch so richtig gut gehen. ♥

Montag, 21. Dezember 2015

Rindfleischpflanzerl, Schwammerlsoße, Sellerie-Kartoffelstampf, Gurken-Radieschensalat

Fleischpflanzerl. So und nicht anders heißt das. Manchmal kommen meine bayrischen Wurzeln arg durch und wenn ich dann sowas wie Frikadelle, Brötchen oder Stulle höre, kriege ich Gänsehaut. Nein, nein, keine Sorge, ihr dürft's natürlich weiterhin nennen, wie ihr es gewohnt seid. Nur halt nicht, wenn ich dabei bin. ;-)
Nun, klassisch ist dieses Rezept dann aber trotzdem nicht. Früher gab es bei uns nämlich zu Fleischpflanzerln eine braune Soße, Kartoffelbrei und Erbsen-Karotten-Gemüse (nur echt, aus der Dose. Also damals.) Heute habe ich es aber etwas aufgepeppt - die Pflanzerl sind kleiner geformt, die Soße kommt anders daher, zur Kartoffel gesellt sich Sellerie und aus Gemüsebeilage wird Salat. Geschmeckt hat's natürlich trotzdem (auch wenn die Soße eine optische Katastrophe ist), sonst würdet ihr hier davon jetzt nicht lesen.


Freitag, 18. Dezember 2015

Die Reste vom Feste...
-> Bratensandwich

Zwischendurch erwähne ich es ja immer mal wieder: ich bin absolut gegen Lebensmittelverschwendung und vermeide es strikt, verzehrbare Lebensmittel oder Gerichte wegzuwerfen. Es gibt so viele Möglichkeiten - kalt essen, aufwärmen. Einfrieren. Verschenken, teilen. Weiterverarbeiten, etwas Neues aus Resten entstehen lassen. 
Ich habe keine Studien vorliegen, aber ich vermute, dass besonders in der Weihnachtszeit unnötig viele Nahrungsmittel weggeschmissen werden. Überall locken Angebote. Auf den spontanen Adventsbesuch will man vorbereitet sein. Man könnte ja eigentlich noch ein paar Plätzchen backen - und kommt dann doch nicht dazu. Die Orangen und Mandarinen sehen weihnachtlich dekorativ aus - bis sie nicht mehr genießbar sind. Und an den Feiertagen soll natürlich jeder satt werden! Also wird ein größeres Stück Fleisch gekauft oder ein besonderes Prachtexemplar eines Fisches. Lieber mal ein Kilo Kartoffeln mehr und natürlich auch drei Paar Reservewürstchen. Ehe man sich versieht, ist das Festmahl am 24. vorbei, jeder kugelt nach Hause/auf das Sofa/in das Bett und denkt sich: Mist, jetzt habe ich doch wieder zu viel gekocht. Und nachdem man ja an Heiligabend schon so viel davon gegessen hat, möchte man nicht exakt das Selbe an den nächsten Tagen nochmal essen müssen. 
Da komme ich nun ins Spiel. Ich habe ein paar Ideen, was ihr mit dem übrigen Braten machen könnt - nämlich Sandwiches! Hier könnt ihr fast jede Komponente verwenden. Brot hat man bestimmt eh "mal besser" auf Vorrat gekauft und vom obligatorischen Salat sind auch noch ein paar Blätter da.

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Alltags-Frühstück #6

Morgens den knurrenden Magen mit etwas Leckerem zu beruhigen - unbezahlbar. :-)

#1 * #2 * #3 * #4 * #5

Mango-Buttermilch-Leinsamen-Smoothie

Montag, 14. Dezember 2015

Apfel-Rotkohl

... beziehungsweise: Blaukraut! Ich habe euch ja schon mal erzählt, dass es bei uns früher Rotkohl nur fertig aus dem Glas gab, sprich: ich kannte den Kohlkopf an sich gar nicht. Und den Kohl aus dem Glas nannte man bei uns Blaukraut. Die Bezeichnung "Rotkohl" gab es in meiner Kindheit nicht.  Oder zumindest erinnere ich mich nicht maßgebend daran. Heute ist die Sachlage natürlich ganz anders. Es wird selbstverständlich der Kohl gekauft und eigens zubereitet. Blaukraut sage ich aber dennoch noch zum 'Endprodukt'. Dass ich dann gerne auch in großer Menge koche und portionsweise einfiere. So für den kleinen Blaukrautjieper, der besonders in der Weihnachtszeit desöfteren aufkommt. Finden sich dann auch noch ein paar Spätzle oder Knödel im Gefrierschrank, ist die Welt gleich wieder ein Stückchen besser.


Freitag, 11. Dezember 2015

Maronenpancakes mit Orangenquark

Habt ihr schon vom reisenden Teller gelesen? Von Petra ins Leben gerufen reist ein Teller seit Mai 2013 (!!) durch Deutschland, von Foodblogger zu Foodblogger. Jeder hält sich an die Spielregeln und so ist die Kette bisher nicht abgebrochen. Seit ich von dieser Aktion weiß, forsche ich - zwar nicht regelmäßig, aber immer mal wieder- nach, ob der Teller immer noch unterwegs ist und freue mich darüber, wenn ich "gefunden" hatte. Noch mehr habe ich mich letzte Woche gefreut, als ich von Chris gefragt wurde, ob ich den Teller nicht als nächstes erhalten wollen würde. Oh ja, und wie gern ich das gewollt habe. Ziemlich schnell wusste ich auch, was darauf kredenzt werden sollte: Frühstück! Pancakes! Mit Maronen. Darauf hatte ich schon lange Lust. Also habe ich eines Morgens mich mal in die Küche gestellt und frei Schnauze alles zusammengeworfen, wonach mir war - mit dem Ergebnis der winterlich-leckersten Pancakes bisher. Das war übrigens am wärmsten Tag dieser Dezemberwoche. Oops, da war der Winter wohl nur auf dem Wander-Teller. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass der Teller auf meinem Foto nicht besonders präsent ist. Der Morgen machte mir einen Strich durch die Rechnung - es wurde nicht ordentlich hell, ich hatte Hunger und keine Lust zu warten. Der Probebiss war so gut, dass schnell ein Foto in den Kasten musste. Wenn ihr den Teller nochmal in voller Pracht sehen wollt, klickt am besten rüber zum Foodfreak.

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Winterzeit ist Orangenzeit.
Aber wo kaufen? Ein Tipp:

Ab und zu erwähne ich ja, dass mich Themen wie Nachhaltigkeit sehr interessieren und ich auch versuche dementsprechend einzukaufen.  Besonders bei Obst und Gemüse (das hier sehr viel konsumiert wird) versuche ich möglichst regional, gerne auch bio, einzukaufen. Aber ich muss ehrlich sagen, dass es mir nicht immer gelingt. Im Sommer lassen mich Nektarinen und Pfirsiche daran scheitern und im Herbst und Winter kann ich nicht ohne Orangen, Clementinen, Granatapfel und Co. Ich versuche dann immerhin Obst/Gemüse aus nähe liegenden Ländern zu kaufen, so dass es immerhin keinen megalangen Überseetransport mitmachen muss. Bei Exoten ist das natürlich wieder ein anderes Thema, aber immerhin kaufe ich die inzwischen nur noch recht selten. Als mir Inka Röben anbot, eine der Obstkisten aus ihrem Shop zu probieren, war ich nach kurzer Recherche sehr angetan. Der schöne Unterschied zur Supermarktorange: ich weiß nicht nur, dass das Obst eben aus Spanien kommt, sondern auch ziemlich genau, von wo dort. Und das gefällt mir immer gut - wenn ich weiß, wo meine Lebensmittel herkommen. Am besten kann das Inka natürlich selbst erzählen:

Fräulein: "Ich lebe seit einigen Jahren an der Costa de la Luz in Südspanien." Darf ich neugierig sein und fragen, wo Sie ursprünglich her kommen?
*Frau Röben: Ich komme aus Bremen und habe Lebensmitteltechnik studiert. Vorher habe ich eine Ausbildung zur Konditorin gemacht. Ich bin also den Umgang mit feinen Sachen gewöhnt.


Sie schreiben, dass Sie zunächst nur der Familie Orangen geschickt haben. Seit wann versenden sie auch an "fremde" Personen und wie kam es denn dazu?
*Mein Mann beliefert schon seit Jahren Restaurants mit Fleur de Sel... und da habe ich dann irgendwann angefangen Werbung für die Orangen zu machen. So wurde es dann langsam mehr. Angefangen habe ich im Sommer 2014 und seit 3 Monaten mache ich es mehr oder weniger professionell. Aktuell versende ich etwa 100 Pakete in der Woche.


Aus welchen Ländern bekommen Sie die meistens Bestellungen?
*95 % der Pakete gehen nach Deutschland. Im kommenden Jahr werde ich wohl auch den englischen Markt angreifen. Aktuell arbeite an einer Logistik-Lösung für England.

Soweit ich weiß, haben auch Orangen & Co. in Spanien eine besondere Saison. Versenden Sie also nur in dieser Zeit?
*Orangen kann ich praktisch 12 Monate im Jahr versenden. Alle anderen Früchte haben Ihre Saison. Das wechselt dann immer von Monat zu Monat.

In Ihrem Shop kann man recht große Mengen an Orangen & Co. kaufen - woher stammen denn all die Früchte? Was ist Ihnen bei der Auswahl der Produkte wichtig?
*Alle Früchte kommen aus einem Umkreis von 30-50 km von Ayamonte. Hier gibt es unglaublich viele Zitrusfrüchte. Wenn die Saison hier im April zu Ende geht bekomme ich Orangen aus Portugal. Im Hinterland der Algarve sind viele kleine verlassene Dörfer, da leben oft nur noch 3-4 ältere Menschen. Die Ernten auf den aufgegebenen Plantagen und sind froh wenn Sie etwas verkaufen können. Das sind die besten Früchte weit und breit. Völlig der Natur überlassen ohne Chemie. Und oft alte Bäume mit den alten Sorten. Nicht schön anzuschauen, aber sehr, sehr lecker. So bin ich immer am Wochenende unterwegs auf der Suche nach kleinen Feldern, von denen ich Früchte bekommen kann.  

Haben Sie vor, Ihren Shop noch weiter auszubauen?
*Ich möchte noch 2-3 Sorten Obst und Gemüse dazu nehmen. Und dann Stück für Stück andere Sachen aus der Gegend. Trockenfrüchte, Olivenöl, Honig und eventuell Bio-Rotwein aus Villablanca. Da spreche ich gerade mit dem Besitzer des Weingutes. Aber das reicht dann auch... Das Hauptaugenmerk wird immer auf Orangen liegen.

Sehr sympathisch. Und so habe ich mich also erst recht gerne auf die Kiste eingelassen und war gespannt, wie sie den Versand übersteht und was mich so erwarten wird. Das wurde dann noch gesteigert, als ich eine Mail von Inka bekam, in der sie mir mitteilte "dass sie eben die Früchte für mich vom Feld geholt hat und das Paket ab dem nächsten Tag unterwegs sein wird."


In einem großen Karton befanden sich zwei Weitere, in denen die Produkte sicher, ohne Druckstellen oder Beschädigungen, verpackt waren - und das komplett ohne Plastik

Ich staunte nicht schlecht, als ich

Avocados
Walnüsse
Maronen
Granatäpfel
Sharonfrüchte
Knoblauch
Mangos
Orangen
Mandarinen
Zitronen
und eine Packung handgeerntetes Fleur de Sel
nach und nach auspackte. 

Die erste Sicht- und Fühlkontrolle fiel positiv aus:
Orangen, Mandarinen und Granatäpfel waren genau richtig reif. Die Zitronen, Mangos und Avocados hingegen waren noch relativ hart und durften noch etwas nachreifen - was gar nicht schlecht war, so kommt man nicht in die Lage, möglichste schnell alles verwenden zu müssen. Einzig die Sharonfrüchte waren schon knapp vor dem "zu reif", so dass ich sie direkt im Kühlschrank lagerte. 

Im Endeffekt kommt es natürlich auf den Geschmack an. Ihr wisst, was ich für ein Genussmensch bin, sprich: mit gutem Essen kann man mich sehr glücklich und zufrieden stellen. Und ihr wisst auch, was ich für eine Schwäche für Obst habe. Daher weiß ich gar nicht genau, wie ich vom Geschmack der Früchte anfangen soll ohne direkt loszuschwärmen. Sagen wir es mal so: keine Ahnung, ob ich es mir einbildete, aber ja, ich finde, man merkt den Unterschied zu den Supermarktorangen & Co. sehr deutlich. Ich vermute, dass das an der Frische liegt. Die Orangen und Mandarinen waren unheimlich saftig und aromatisch. Die Granatapfelkerne waren tiefrot und purzelten quasi von selbst aus der Schale. Einzig bei den Avocados und Mangos, welche ebenfalls sehr gut schmeckten, konnte ich keinen allzu großen Unterschied feststellen - da hatte ich bisher aber wirklich oft Glück und konnte auch hier tolle Exemplare erwischen. Die Walnüsse hingegen waren eine Wucht. Nicht nur, dass sie sich super knacken ließen (da hatte ich erst kurz vorher noch ganz andere Exemplare im Haus), auch der Geschmack war wesentlich feiner und "runder". Bisher war ich kein sooo großer Walnussfan, jetzt bin ich es. Auch wenn ich befürchte, hier keine so Guten zu  kaufen bekommen (da ich auch leider niemanden mit einem eigenen Walnussbaum kenne). Ich glaube, den deutlichsten Geschmacksunterschied machten die Sharons aus, so intensiv hatte ich den bisher noch nicht wahrgenommen. Ach und erwähnte ich bereits, dass alles zu 100% unbehandelt ist?

Zusammengefasst heißt das: leckeres Obst, unbehandelt, erst nach der Bestellung frisch geerntet, gut verpackt & gekühlter Versand mit einer sympathischen Person dahinter. Was will man mehr?

Herzlichen Dank Frau Röben für den netten Kontakt & die Produkte. Viel Erfolg weiterhin und bis zur nächsten Bestellung! ;-)

Montag, 7. Dezember 2015

Gebratenes Kabeljaufilet, Karottenpesto, Spinat und Erbsen, Reis

Sodala. Dann wollen wir doch mal anwenden, was ich immer wieder in der Berufsschule eingetrichtert bekomme. Intressiert's euch? Also, ein fachlich korrekt formulierter Hauptgang besteht aus fünf Teilen: Zubereitungsart, Hauptbestandteil, Soße, Gemüsebeilage, Sättigungbeilage. So und nicht anders. Ausnahmen stellen sowohl Pilze, die dürfen sich irgendwo zwischen/anstatt Gemüse- und Sättigungsbeilage schmuggeln, als auch Salat dar, der kommt immer am Schluss. Aber das macht man -in der Theorie- eher selten. Auch hier hatte ich weder das Eine, noch das Andere dabei. War auch gar nicht nötig, hat nämlich genau so super gut geschmeckt. 


Freitag, 4. Dezember 2015

[2/2] Fasten - Die Umsetzung
oder auch: Scheitern im großen Stil

Gestern die Theorie, heute die Praxis. Also so in etwa. Aber lest selbst.

Auftakt.
Der nicht direkt erste Fastentag, aber der Auftakt dazu, war der "Entlastungstag". Ich weiß nicht, in wie fern dieser Tag sein muss, ich habe mich jedenfalls dafür entschieden. Mir war an diesem Tag wichtig: kein Koffein, kein Alkohol (damit habe ich bereits zwei Tage vorher begonnen), keine tierischen Produkte, keinen Zucker (Fruchtzucker ausgenommen), wenig Fett, möglichst leichte Speisen. Umgesetzt sah das dann so aus: morgens gab es Congee aus Vollkornreis mit Banane, Apfel und einem Schlag Kürbispüree. Mittags dann das restliche Kürbispüree mit Rosenkohl, Fenchel und Pastinake. Abends dann nur etwas Rohkost. Am nächsten Tag ging es dann richtig los: keine feste Nahrung mehr.
Also theoretisch. Denn, haha, das war wohl nichts. Der Plan war gut, die Umsetzung scheiterte.



Donnerstag, 3. Dezember 2015

[1/2] Fasten - Vorabüberlegungen

Nachdem die Resonanz auf die Frage, ob euch etwas Geschreibsel über meine Fastenzeit interessiert, recht positiv war, geht's heute lost mit Teil 1 von 2. Alles in einem wäre dann doch ein bisschen lang geworden.

Ich wollte also fasten.

Warum?
Zwei Gründe: Einerseits wollte ich die Resettaste drücken - in den letzten Wochen gab es von allem irgendwie zu viel. Davon, hiervon und das auch noch. Vor allem Haushaltszucker war, für meine Verhältnisse, zu oft vertreten. Ich fühlte mich oft überfressen, hatte recht häufig Magen-Darm-Probleme. Also alles mal auf Null. Tut sicher gut, dachte ich mir. Der zweite Grund ist allerdings ein ganz Anderer: Neugier. Ich habe mich immer mal wieder für die Fastenthematik interessiert, Beriche und How-to's dazu gelesen. Ist es wirklich so, wie die Mehrheit schreibt? Fühlt man sich im Anschluss an die Zeit tatsächlich so gut? Ändert sich echt das Hautbild? Ist es wirklich so einfach, auf feste Nahrung zu verzichten? Und vor allem: Schaffe ich das, kann ich konsequent genug sein? Auch das alles hat deutlich zu meiner Entscheidung beigetragen.

Wie?
Habt ihr euch schon mal über Fastenmöglichkeiten informiert? Da gibt's richtig viele verschiedene Varianten. Abgesehen von der vor-osterlichen Fastenzeit. So manche Menschen haben sich da schon vor vielen Jahren Gedanken zu gemacht, Hildegard von Bingen oder Dr. Buchinger zum Beispiel. Auch in der Neuzeit ist das Thema natürlich angekommen, Stichwort: Detox. Desweiteren muss man die Fastenart unterscheiden, also was man während dieser Zeit zu sich nimmt. Das klassische Heilfasten beschränkt sich dabei auf Wasser und Kräutertee. Dann gibt es noch die Variante mit Brühe. Und Saftfasten. Ja sogar vom Brotfasten habe ich gelesen. 
Nur Wasser und Tee erschien mir für meine erste Fastenerfahrung etwas zu arg. Daher habe ich beschlossen, mir -wie so oft- meine eigenen Regeln aufzustellen: Wasser, Kräutertee, Säfte (selbst gepresst) und Gemüsebrühe (selbst gekocht). Und zwar wie folgt über den Tag verteilt (Tee natürlich immer): morgens: 1 großes Glas Zitronen-Ingwer-Wasser (trinke ich generell täglich) & frisch gepressten Saft, mittags: Gemüsebrühe. Abends natürlich Tee, evtl. mit etwas Saft. 

Darmreinigung?
Ein Punkt, den man im Zusammenhang mit dem Fasten immer findet ist die Darmreinigung/Darmentleerung. 
Ein Punkt, den ich anfangs, weil unwillig, außer Acht gelassen habe. Den Körper dazu zu zwingen, abzuführen, ist für mich einfach falsch. (Abgesehen natürlich als Vorbereitung für einen medizinischen Eingriff). Daher war dieses Thema für mich erstmal uninteressant. Naja, aber wie das halt so ist, habe ich mir irgendwann doch Gedanken dazu gemacht - schließlich muss ja irgendwas dran sein, wenn das immer mit aufgeführt wird. Und natürlich ist es das. Während des Fastens nimmt man keine feste Nahrung zu sich, also nichts, was Magen und Darm 'verwerten/verarbeiten' können. Sprich: in dieser Zeit liegt der Darm still. Leert man ihn vorher nicht, wird also alles, was bis dahin da drin ist, auch drin bleiben. Über eine Woche lang. Keine allzu schöne Vorstellung. (Ich muss dabei immer an die Schildkröten denken, die vor ihrem Winterschlaf nichts mehr fressen, damit in ihrem Darm während der langen Zeit nichts blähen/gären/arbeiten kann. ;-)). Gegen schwere, chemische Mittel zur Abführung bin ich aber nach wie vor. Die klassischen Hausmittelchen (Leinsamen/Buttermilch/Pflaumensaft/etc.), die eine abführende Wirkung haben sollen, "funktionieren" bei mir aber auch nicht. Also habe ich mich für Sennesblättertee entschieden. Da der recht sanft wirkt, habe ich bereits zwei Tage vor dem Fasten angefangen ihn zu trinken. Im Nachhinein war ich damit sehr zufrieden - die nötige Darmentleerung hat auf schonende Weise statt gefunden.

Wann?
Eine weitere wichtige Entscheidung: wann werde ich die Fastenzeit einlegen? Oft wird dazu geraten, sich dafür eine Auszeit zu nehmen. Egal ob man zu Hause ist oder wegfährt. Man solle sich in dieser Zeit ganz bewusst auf seinen Körper und sein Wohlbefinden einlassen. Ich sag's ganz direkt: ich habe mich bewusst dafür entschieden, es während der Arbeitszeit zu machen. Einerseits habe ich dieses Jahr gar keinen Urlaub mehr, den ich mir dafür nehmen könnte. Andererseits -und für mich viel entscheidender- ist Freizeit für mich die Zeit des Kochens und Essens. An meinen Urlaubs- oder freien Tagen stehe ich gerne lange in der Küche, koche, esse oder lasse mich auswärts kulinarisch verwöhnen. Außerdem kenne ich mich ganz genau: ich würde die ganze Zeit nur ans Essen denken. Was könnte ich jetzt...? Was würde ich essen, wenn ich nicht fasten würde? Was haben wir eigentlich noch in der Schublade...? Nee, für mich war klar: ich mache das während des Arbeitens. Da kann ich mir den Tag zeitlich relativ genau einplanen (punktgenaue Zeiten gibt's in der Gastronomie ja fast nie) und bin abgelenkt. Was ich mir im Gegensatz dazu aber gut vorstellen könnte: eine Fastenkur in einem speziellen Hotel. Das wäre durchaus interessant.

Sodala, das waren dann also meine Vorabüberlegungen zum Fasten. Achja, geplant sind sieben reine Fastentage. Da das jetzt aber erstmal genug Text ist, werde ich euch morgen erzählen, wie es mir dabei dann schlussendlich erging. :-)

Bitte beachtet: Was ich hier schreibe, ist allein meine Art und Weise wie ich an das Thema rangegangen bin. Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich kein medizinisches Studium oder eine ähnliche Vorbildung habe, daher auch nicht garantiere, dass es alles so richtig ist. Solltet ihr aber Gefallen an meinem Weg finden und es selbst auch ausprobieren, lasst es mich gerne wissen.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Die Mädchenküche kocht "zusammen" #4:
Kohlroulade, deconstructed

Und schwupps, ist die 4. Mädchenkücherunde schon wieder rum. Somit steht unser gemeinsames Rezept an. Wir entschieden uns füüür: Kohlrouladen! Wer jetzt an "langweilig" und "altbacken" denkt, sollte sich schnellst eines besseren belehren lassen und mal zu den ganzen Mädels rüberklicken: bei Samira, Simone, Maja, Ilona, Natalie wird heute ordentlich gerollt und gewickelt. Ja, jeder der jetzt mitgezählt hat, wird gemerkt haben, dass da zwei Mädchen fehlen. Bei Franzi, Sibel und Christina kam das Leben 1.0 dazwischen, so dass sie bei der Rouladenrunde aussetzen.
Ich habe mich für eine, -äh, ja ok, ich geb es zu- faule Variante der klassischen Kohlroulade entschieden: ich hab die einzelnen Bestandteile zwar zusammen gegart, aber nicht gewickelt. Dazu hat ich an diesem Tag keinen Nerv, außerdem wäre dann viel mehr Kohl übrig geblieben, als es eh schon für uns zwei ist. Und hey, geschmeckt hat das Ganze ja trotzdem richtig herbstlich-soulfoodig gut!