Montag, 30. März 2015

Ziegenkäse mit Kräuter-Nusskruste

Kaum zu glauben, dass ich früher keinen Käse gegessen habe. Ihr müsst wissen, ich war als Kind Pumuckl-Fan. Fan ist vielleicht untertrieben, er war mein Held. Ich hatte unzählig viele Kasetten und jedes Mal, wenn wir in das kleine Spielzeuggeschäft gegangen sind und ich mir eine neue Kasette aussuchen durfte, wusste ich haargenau, welche ich bereits besaß. Sie liefen rauf und runter, ich konnte teilweise schon mitsprechen. Und eine Kernaussage von Pumuckl war nun mal "Käse ist faule Milch!". Und da war's für Klein-Ramona dann gelaufen, weil: Was Pumuckl sagt, stimmt natürlich. Und faule Milch essen? Bäh! Ich habe also erst recht spät damit angefangen, mich an Käse ranzutasten und anfangs gingen tatsächlich auch nur ganz milde Sorten. Frischkäse war auch ok. Aber sobald es etwas auch nur ansatzweise zu käsig roch, nahm ich schon reißaus. Lange Rede, kurzer Sinn: Das hat sich seeehr geändert. Inzwischen esse ich gerne und häufig Käse. Unser Käsewagen in der Arbeit ist mein Verhängnis, so viele tolle verschiedene Sorten. Zwar mag ich immer noch nicht alles, aber probiere zumindest, selbst wenn mir schon ein intensiver Käsegeruch entgegen schlägt. Zurück zum Wesentlichen: Knusprig, würzige Kruste auf warmen, leicht schmelzenden Ziegenfrischkäse. Ein Träumchen. Dazu gab es bei mir einen Rotkohl-Orangen-Maronen-Salat, der mich im Gegensatz zum Ziegenkäse nicht zu 100% überzeugen konnte, weswegen ich euch dieses Rezept auch noch vorenthalte.

Freitag, 27. März 2015

Ful Medammas

Ihr glaubt gar nicht, wie schwierig es war, dieses Gericht zu kochen bzw. es überhaupt kochen zu können. Eigentlich sollte das nämlich schon während der internationalen Frühstücksfreitag-Reihe verbloggt werden, war aber anhand mangelnden Zutaten nicht möglich. Und alles nur wegen der Bohnen! Für dieses arabische und eigentlich überaus einfache Gericht braucht man nämlich Favabohnen. Auch Ackerbohnen genannt. Oder Saubohnen. So viele Namen für eine Bohne, die ich hier ums verrecken nicht bekommen habe. Ich konnte mich daran erinnern, im örtlichen türkischem Supermarkt mal Ackerbohnen gesehen zu haben, als ich sie dann aber kaufen wollte, waren sie nicht mehr im Sortiment. Sämtliche Super-/Bio-Märkte, Reformhäuser, ... , die mir möglich waren, wurden danach durchsucht. Nüscht. Nun gut, also habe ich das Ful eben aufgegeben. Tjaha, bis jetzt. Denn als wir neulich bei der Schwiegermama im Ruhrgebiet Urlaub machten und deren örtlicher türkischer Supermarkt (bzw. eher Markthalle) im Gespräch erwähnt wurde, fielen mir die Bohnen sofort wieder ein. Also mussten wir da natürlich hin und siehe da - Favabohnen! Sogar getrocknet und in der Dose! Beides eingepackt und daheim zumindest die Dosenbohnen direkt verarbeitet:


Mittwoch, 25. März 2015

Buchvorstellung | The Art of Simple Food

Ganz ehrlich - als ich eine Mail vom Prestel Verlag erhielt, in der mir von Alice Waters und u.a. ihrem Buch "The Art of Simple Food" erzählt wurde, hab ich erstmal wie so'n Auto geschaut. Prestel Verlag war mir nicht wirklich bekannt und Alice Waters erst recht nicht. Dabei stand da geschrieben, dass sie die berühmteste Köchin Amerikas sei. Oops. Zum Glück gibt es ja oft die Möglichkeit online in Bücher reinzulesen. Das habe ich dann direkt getan und mir gefiel auf Anhieb was ich sah. Daher freue ich mich, heute die Möglichkeit zu haben, euch das Buch etwas genauer vorzustellen.


Montag, 23. März 2015

Gebratener Zander auf Wirsinggemüse

Ich muss jetzt mal ein bisschen meckern: über den deutschen Durschnittsverbraucher. Nachfrage bestimmt Angebot, weiß man ja. Und der Käufer sieht am liebsten schönes, makelloses, großes Obst und Gemüse. Zu kleine Tomaten, Kartoffeln? Werden aussortiert. Krumme Gurken, Karotten? Werden aussortiert. Ein Apfel mit kleiner Delle oder eine Banane mit braunem Fleck? Werden aussortiert. Ich will in dieses Thema jetzt gar nicht zu tief einsteigen und erklären, was das für Bauern, Abfallanstieg usw. bedeutet. Das Problem, das ich dadurch habe, ist nämlich viel (viel, viel) banaler (und ja, an dieser Stelle darf auch kurz gelacht werden): In den Supermärkten liegen dadurch nur rießige (sehr schöne, das muss ich zugeben) Kohlköpfe. In den Biomärkten kriegt man zum Glück oft auch mal kleinere Exemplare, aber da habe ich leider keinen in direkter Nähe. Wir als Zwei-Personen-Haushalt können von so einem großen Wirsing, Rotkohl und Co. mehrere Tage essen. Und -bei aller Liebe zu Kohl- das muss nicht unbedingt sein. Klar, blanchiert kann man ihn auch einfrieren, aber ich möchte momentan ein bisschen vom bevorraten, einfrieren, hamstern wegkommen. So war's dann neulich eben auch wieder: Ich habe mir im Laden schon den "kleinsten" Wirsing rausgesucht und nachdem das eigentlich geplante Gericht gekocht war, blieb immer noch eine ordentliche Portion Wirsing übrig. Der landete dann mit Radicchio und Apfel im Topf und ergab so ein leckeres Bett für den Zander. 

Sonntag, 22. März 2015

Fünf frühlingsfrische Fitmacher!

Kalendarisch und meterologisch gesehen ist es bereits so weit, der Frühling ist da! Wer von euch fiebert denn auch den warmen Frühlingstagen entgegen? Genießt ihr auch bereits jeden Sonnenstrahl, der euch warm auf den Nasen kitzelt? Oder hat euch die Frühjahrsmüdigkeit noch fest im Griff? Frühjahrsmüdigkeit gibt es übrigens wirklich und darf nicht nur als faule Ausrede gesehen werden. Unser gesamter Organismus muss sich an die längeren Tage, die ansteigenden Temperaturen und die Wetterveränderungen gewöhnen. Manche Menschen spüren diese Umstellung stärker, manche weniger. Fakt ist aber, dass es ein paar Möglichkeiten gibt, mit denen wir den Frühling auch fit und munter Willkommen heißen können. Viel Bewegung, häufig draußen sein, Sonne tanken, Sport. Und natürlich: leicht und lecker genießen! Daher habe ich euch fünf Rezepte zusammengesucht, die euch den nötigen Schwung verleihen, um fit in den Frühling zu starten!

Freitag, 20. März 2015

Green smoothie bowl
Außerdem: Bald wird es einen Augsburger Bloggerstammtisch geben!

Neuerdings ist es anscheinend total hip, Smoothies nicht mehr aus dem Glas (wie langweilig!), sondern aus Schüsseln zu trinken. Obacht, das nennt man dann -höchstkreativ- eine smoothie bowl. Obwohl ich ja nicht wirklich zu den Trendsettern gehöre, bin ich auf diesen Zug doch aufgesprungen. Denn der Gedanke an einen leckeren Smoothie, der so dick-cremig ist wie meine geliebten Suppen, machte mich doch schon ziemlich an. Glück gehabt, doch mal bei einem Hype mitzumachen, denn das war dann wirklich grandios lecker und ein optimales Frühstück.

Montag, 16. März 2015

Wintergemüse-Suppe mit Hackbällchen

Man (ok... besonders ich) vergisst oder übersieht leicht, welche Geschmacksfreuden der Winter (jahaaa, noch ist Winter - auch wenn die ersten Frühlingssonnenstrahlen die Vorfreude auf wärmere Tage bereits geweckt haben) mit sich bringen kann. Während ich mich nach einer gewissen Dauer der kalten Jahreszeit auf die Sehnsucht nach süßen Beeren, tiefroten Kirschen, saftigen Nektarinen, geschmackvollen Tomaten und heimischen Zucchinis konzentriere, bleiben Kohl, Wurzeln und Co. leider oft unbeachtet. Aber diesmal nicht! Ich habe fleißig eingepackt, eine herrlich deftige Suppe daraus gemacht und entdeckt, wie lecker doch die Steckrübe schmeckt!

Freitag, 13. März 2015

Aubergine, indonesischer Art

Immer wieder schaffe ich es, auf unseren Singapur-Urlaub zurück zu kommen. Aber diesmal schwelge ich nicht einfach so in Erinnerung an diese tolle Woche, sondern habe einen Anlass dazu: Dorothees Bloggeburtstag -Bushcooks Kitchen- und dem Event dazu: Souvenirs aus der Küche. Zwei Mal aßen Herr Moonstruck und ich in Singapur in der IndoBox und beide Male aßen wir Terong Belado - Auberginen, süßlich-scharf-würzig mit einer weich-fast matschigen Konsistenz. Herrlich! Besonders der Lieblingsmann war davon sehr angetan und erwähnte in unregelmäßigen Abständen auch zu Hause immer mal wieder, wie gern er das nochmal essen würde. Tjaha, ich bin ja eine gute Ehefrau und habe neulich versucht, die Auberginen nachzukochen. Ganz genau so, wie in der IndoBox haben sie vermutlich nicht geschmeckt, aber das Urteil des Mannes lautete dennoch: Sehr gut! 
Serviert habe ich das Ganze übrigens in einer der wunderhübschen Schalen, die ich ebenfalls in Singapur gekauft habe (wie noch ganz viel anderes Zeug...).


Mittwoch, 11. März 2015

Buchvorstellung | Salat-Power

Ganz im ernst: Salate gehören zu den Speisen, die ich täglich essen könnte/kann, ohne dass es mir irgendwann zu viel wird. Das kann ich nicht von jedem Nahrungsmittel behaupten, aber bei Salat ist es definitiv so. Ein Buch mit dem Titel "Salat-Power" ist daher natürlich recht verlockend gewesen.


Montag, 9. März 2015

Blumenkohlpüree mit geröstetem Fenchel und Kichererbsen

Zu manchen Gerichten treiben mich ganz einfach die Gelüste. In letzter Zeit hatte ich einen unheimlichen Zieps auf Blumenkohl, Fenchel und Sauerkraut. Ok, letzteres habe ich hier nicht mehr mit eingebaut, aber da wird mit Sicherheit demnächst ein eigenes Rezept folgen. Als ich dann im Supermarkt stand, schrien die Kichererbsen quasi auch noch "Nimm. Uns. Mit!". Da kann ich natürlich nicht widerstehen. Und wie sich herausgestellt hat, ergaben diese drei Komponenten eine absolut harmonische Kombination!

Freitag, 6. März 2015

Kartoffel, Buttermilch, Ei

Nun, wer jetzt denkt, ich hätte mich bei der Wahl des Titels der momentan angesagt Speisekartenschreibweise (puristische Nennung der einzelnen Komponenten) bedient, wohinter sich ein fancy Gericht versteckt, denkt falsch. Es gilt hier nämlich ganz schlichtweg: Der Name ist Programm. Ja wirklich, in diesem Essen stecken Kartoffeln. Ein paar Zwiebelchen. Buttermilch. Und ein Spiegelei. Mehr nicht. Daher braucht's auch keinen ausgefallenen Namen. Ich gestehe: Von selbst wäre ich wohl nicht auf diese Kombination gekommen. Ich habe sie bei LanisLeckerEcke aufgeschnappt und war -zum Glück- dann so neugierig, dass ich es direkt ausprobiert habe. Und ich kann Jettes Begeisterung absolut teilen. So einfach dieses Gericht auch ist - es schmeckt genial! Ich habe den Tip übrigens beherzigt und das Kartoffelwasser gut (!) gesalzen. Beim Probieren des puren Kartoffelstampfes dachte ich mir dann schon "Oh oh...", in Verbindung mit der Buttermilch war es dann aber genau richtig.
Und wenn man - wie ich momentan - so richtig krank ist, kommt einem dieses Gericht ebenfalls sehr gelegen. Minimaler Aufwand - maximaler Genuss. 

Montag, 2. März 2015

Pochierte Tee-Birne mit körnigem Frischkäse

Körniger Frischkäse, oder auch Hüttenkäse genannt, ist wieder eines dieser Nahrungsmittel, die ich erst in den letzten Jahren lieben gelernt habe. Meine Mama hat ihn früher bereits häufig gegessen und jedes Mal, wenn ich mich an einen Löffel rantraute, empfand ich es als höchst grausig. Irgendwann dann wendete sich auf einmal das Blatt und ich war total vernarrt in den Frischkäse - pur, süß, herzhaft, jede Variante war mir recht. Beim wöchentlichen Einkauf landeten so schonmal locker vier bis fünf Becher im Korb. Nahm ich mal weniger oder gar keinem, wies mich der Lieblingsmann direkt darauf hin, dass da noch was fehlt. Wie jeder Hype flachte auch der Massenkonsum an Hüttenkäse wieder ab, ich esse ihn allerdings immer noch sehr, sehr gerne. Neulich zum Frühstück als Begleitung zur in Tee pochierten Birne. Was den Tee angeht: Oft pochiert man Obst ja in Sirup/Zuckerwasser, Saft oder Alkohol. Das sagte mir an dem Morgen alles nicht zu, also packte ich meinen Lieblingstee (wobei "Lieblings" übertrieben ist, das wechselt nahezu täglich) Holunderblüte-Ingwer dafür aus. Ich denke, dass ihr hier auch auf jede andere Teesorte zurückgreifen könnt.