Freitag, 30. Januar 2015

Masala Chai & Bananen-Walnusskekse

Erinnert ihr euch, wie Masala Chai (meistens nur kurz "Chai" genannt) vor ein paar Jahren nach Deutschland kam? Oder, wahrscheinlich korrekter ausgedrückt: Wie er bekannter wurde? Argwöhnisch blickte ich auf der Speisekarte auf den "Gewürztee" und blieb erstmal beim bekannten Früchtetee. Wobei ich hier ehrlicherweise sagen muss, dass ich früher nur Tee mit Fruchtgeschmack getrunken habe. Kräuter? Ooh nein, niemals. (Ganz im Gegenteil zu jetzt, aber darum geht's heute nicht.) Nun, ich war schon immer sehr neugierig und so bestellte ich doch irgendwann -ganz mutig- Chai Tee. Und wurde bitter enttäuscht. Pappsüß und unangenehm pfeffrig-würzig. Das war's dann erstmal. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich dem Getränk nicht noch eine zweite Chance geben würde. Aber auch die überzeugte mich nicht gänzlich und so lies ich den nächsten Versuch ein paar Jahre auf sich warten. Wie ich euch dann bereits bei dem Chai Latte-Rezept schon erzählte, packte es mich dann doch noch. Und ja, ich blieb erstmal länger dem Teebeutel treu. Bis jetzt! Denn, und so ist es doch meistens: einmal selbstgemacht, kann fertig gekauft einfach nicht mehr mithalten. 



So, jetzt stellt euch mal folgendes Szenario vor: Schneegestöber vor der Tür. Langsam beginnende Dämmerung. Eingekuschelt in die Lieblingsdecke auf dem Sofa. In der Hand eine Tasse dieses herrlich wohlig-wärmenden Tees. Was fehlt? Genau, etwas zum Knabbern. Ok, direkt knabberbar sind die Bananen-Walnusskekse nicht, dafür aber wunderbar knautschig und eine perfekte Kombination zum Chai.

Mittwoch, 28. Januar 2015

Getestet | Die Tropenbox

Exotische Früchte - weder saisonal, oft nicht 'bio' und schon gar nicht regional. Und dennoch werde ich fast jedes Mal schwach wenn ich an Banane, Ananas, Mango & Co. vorbei gehe. Ich esse sie wirklich unheimlich gern, von daher war schnell klar, wie meine Antwort lautete, als ich gefragt wurde, ob ich die Tropenbox testen möchte.

Das Konzept

Der Name ist Programm: Es wird ein Paket mit tropischem Obst angeboten. Es gibt die Möglichkeit nur eine Probebox zu bestellen oder direkt ein Abo in gewünschter Größe und Zeitraum abzuschließen. Insgesamt 14 verschiedene Früchte bietet die Box an, jedes Mal in einer anderen Zusammenstellung, die man vorher einsehen (und ggf. bei Allergien auch abändern) kann. Um den ökologischen Fußabdruck nach Möglichkeit gering zu halten, werden die Früchte nur mit Passagierflugzeugen transportiert. Der Preis pro Box: 49,90€.

Meine Box

Was freute ich mich darauf, das Paket zu öffnen und zu schauen, welche der Obstsorten enthalten waren. Aber vorweg ein Wort zur Verpackung: top! Kaum Plastik (nur etwas Luftpolsterfolie am Boden des Kartons) und jede Frucht sehr gut geschützt in Packpapier eingewickelt.


Montag, 26. Januar 2015

Cantuccini

Aufgepasst! Ich. habe. gebacken! Hihi, ja, ich weiß, das scheint jetzt keine Besonderheit zu sein, ist es im Hause Moonstruck aber wohl. Ich habe für's backen kein Händchen. Quicheteig kriege ich hin, der hat aber komischerweise auch jedes Mal eine andere Konsistenz. Ein, zwei Kuchenrezepte gibt es, die immer was werden. Und das ein oder andere Brotrezept klappt auch mal, meistens wälze ich solche Aufgaben aber direkt auf Herrn Moonstruck ab. Denn: ich mag backen einfach nicht so gern. Aaaaber diese Cantuccini habe ich gemacht. Ganz allein. Und sie wurden sogar hoch gelobt und haben auch noch richtig gut geschmeckt. Dass ich dabei aber die komplette Küche und mich selbst eingesaut habe, erwähne ich jetzt nicht...

Donnerstag, 22. Januar 2015

Rosenkohlsalat

Obwohl ich in den letzten Jahren wirklich viel (viiiiel) offener fremden Lebensmitteln und Speisen gegenüber geworden bin und inzwischen bin ich zumindest bereit, alles mal zu probieren. Aber es gibt dennoch noch so ein paar Dinge, die ich einfach etwas vor mich hinschiebe. Roher Rosenkohl zum Beispiel. Ich mag Rosenkohl unheimlich gern. Schön weich gekocht. Oder kross geröstet aus dem Ofen. Aber roh? Na gut, aber ich wollte es trotzdem probieren. Und ich wurde mal wieder überzeugt, denn: es schmeckt! Tatsächlich ganz anders als gekochter/gerösteter Rosenkohl, aber durchaus lecker. Ok, ein klein bisschen geschummelt habe ich vielleicht, da ich den geriebenen Rosenkohl gaaanz kurz in Olivenöl geschwenkt habe. Das musste einfach sein. ;-)

Montag, 19. Januar 2015

Ramen

Habt ihr schon mal online nach einem Ramen-Rezept gesucht? Nein? Dann tut es am besten auch nicht. Das ist nämlich mal wieder so ein Gericht, von dem es tausend Variationen gibt. Ich war irgendwann so "überfordert", dass ich einfach beschlossen habe, meine eigene Variante zu kreiieren. Authentisch, tradtionell? Keine Ahnung. Wahrscheinlich nicht. Aber lecker war die Suppe auf jeden Fall. Und wie so oft, zählt das nun Mal einfach am meisten. :)

Freitag, 16. Januar 2015

Baingan Bharta

Baingan was? Fragt ihr euch jetzt wahrscheinlich. Bei diesem Rezept habe ich mich für den Originalnamen entschieden, auch wenn der wenig aussagekräftig ist. Mal ehrlich - Auberginen-Tomaten-Matsch klingt auch nicht sehr viel anziehender, oder?! Aber genau das ist es halt und damit wäre es auch offiziell: Ich habe eine Schwäche für hässliches Essen. Ich kann die Optik wirklich einfach ausblenden und mich nur auf den Geschmack konzentrieren. Und ich sag's euch: Mein Geschmack wurde hiermit voll getroffen. Weiche Textur, würzige Schärfe, Röstaromen, Kräuter, Hitze trifft auf Kälte... Ein Traum! Serviert dazu Reis, Naan oder Kartoffeln. Das passt alles!

Dienstag, 13. Januar 2015

Saft meets Smoothie

Bisher habe ich mich ja immer nur auf eins beschränkt: frisch gepressten Saft oder einen schnell gemixten Smoothie.  Wenn aber Entsafter und Mixer eine Liebelei miteinander eingehen, kommt was noch Tolleres dabei raus: nämlich diese grüne Geschmacksexplosion! Voller Vitamine und Nährstoffe. Genau das Richtige für die Zeit der Schniefnasen!

Freitag, 9. Januar 2015

Teriyakitofu auf Jasminreis

Ich habe es zum ersten Mal geschafft, eine Soße hinzukriegen, die an die dunkle Soße hinkommt, die ich früher im Chinarestaurant gegessen habe. Das Geheimnis ist wohl die Teriyakisoße, die ich bisher noch nie verwendet habe. Authentisch oder nicht sei dahingestellt - das sind die "Asia-China-Thai" (oder wie sie sich auch alle nennen) -Restaurants, die man hierzulande findet ja sowieso nicht. Ich nehme übrigens immer noch gerne Tipps für asiatische Lokalitäten entgegen, bei denen man nicht nur "Huhn süß-sauer" oder "Gebratene Eiernudeln mit Gemüse" findet. ;-)

Montag, 5. Januar 2015

Rührei mit Spitzkohl

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Ich möchte mich bei euch allen ganz, ganz herzlich für die tollen und verständnisvollen Worte zu meinem letzten Post bedanken. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht mit so vielen, SO lieben Reaktionen gerechnet habe (was man in dem Beitrag ja wahrscheinlich mitrauslesen konnte) und weißdaher nun mehr denn je: Ich habe die allerbesten Blogleser ü.b.e.r.h.a.u.p.t. - Euch!
Danke!

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Das kennt ihr doch bestimmt auch, oder? Wenn ihr Lust auf bestimmtes Lebensmittel habt, auch wenn ihr die Kombination so eigentlich noch nie hattet? So ging's mir diesmal. Der Magen schrie nach Kohl und Ei. Im Bio-Supermarkt habe ich dann einen süßen kleinen Spitzkohl entdeckt (in den anderen Supermärkten sind das fast immer Rießenteile, die wir zu zweit kaum aufessen können), welcher es sein sollte. Außerdem war mir nach "bayrisch", weswegen dann noch die entsprechenden Gewürze mit reindurften. Und siehe da - ja, das Ganze gefiel mir richtig gut. Eine einfache, schnell gemachte Beilage und mal was anderes. Dazu gab es bei uns dann Kartoffelsalat, Veggie-Würstchen und Baguette. 

Samstag, 3. Januar 2015

Dinge ändern sich

Darf ich euch gleich mal "vorwarnen"? Heute gibt's kein Rezept, aber viele Worte. Ehrlich, offen,  voller Emotion. Ja, und ehrlich gesagt, auch ein klein wenig Sorge, wie eure Reaktionen sein werden. Ich möchte euch heute von meiner Ernährung erzählen. Und was sich diesbezüglich in letzter Zeit getan hat.

Wer hier am Blog vorbeischaut, wird schnell feststellen, dass ich mich vegetarisch ernähre. Inzwischen dürften es schon acht oder neun Jahre sein. Der ausschlagebende Beweggrund dazu war damals, nicht wie bei Vielen der moralische und ethische Aspekt, sondern schlicht und einfach Ekel. Ich schreib's jetzt einfach mal ganz direkt, wie's nun mal war: Ich hab mich vor dem Stück Fleisch auf meinem Teller geekelt und konnte es einfach nicht mehr essen. Also lies ich es sein. Punkt.

Wie ich euch ja erzählt habe, hat sich meine berufliche Laufbahn letztes Jahr maßgeblich geändert: ich arbeite nun in der Gastronomie. Und nein, es ist kein vegetarisches Restaurant. Dadurch lässt sich der tägliche Kontakt mit Fleischwaren natürlich nicht vermeiden. Selbst in der Berufsschule lautete das erste Thema in Fachtheorie: Fleisch. Ich möchte dazu auch sagen, dass ich sehr überzeugt bin, von dem Können "unserer" Köche in der Arbeit. Die Speisen werden toll zubereitet, ansprechend präsentiert und auch von den Gästen immer wieder hoch gelobt.
Inzwischen ahnt ihr vielleicht schon worauf ich hinaus will. Der Ekel vor dem Fleisch wurde erst immer geringer und anschließend stieg die Neugier darauf sogar auch noch an. Ich habe lange, wirklich stark, mit mir gehadert. Schließlich habe ich mich gefragt, warum ich mir das eigentlich selbst antue? Mir ging es mit diesem Gedanken-Ping-Pong (Wie kommt's? Soll ich? Was werden andere dazu sagen? Soll ich? Wie werden die Auswirkungen sein? Kann ich das wirklich machen? Einfach so?  Soll ich?) irgendwann tatsächlich nicht mehr gut, ich kam mir vor, als würde ich mir etwas verbieten, mich unter Zwang, Verzicht stellen und habe mich so teilweise selbst bis zu den Tränen getrieben. Verrückt, oder?

Also ja, ich habe wieder Fleisch gegessen. Und ja, ich werde es wieder tun. Denn womit ich wirklich nicht im geringsten gerechnet habe: Es schmeckt mir. Tatsächlich. Immer noch. Und ich ekel mich nicht mehr davor.
ABER es gibt in der Hinsicht starke Einschränkungen bzw. Bedingungen, denn jetzt hat der moralische Gedanke eine größere Bedeutung. Ich habe mich, bevor ich das Fleisch besorgt habe, viel über die Einkaufsmöglichkeiten hier informiert. Supermarkt- oder gar Discounterware kommt absolut nicht in Frage. Auch die 'normalen' Bio-Standards bezüglich der Tierhaltung und Schlachtung finde ich nicht unbedingt ausreichend. Ich habe zwei Höfe gefunden, bei denen ich nicht das Gefühl haben muss, durch den Kauf Schlechtes zu unterstützen. Daher werde ich aber auch auswärts kein Fleisch essen, dessen Herkunft ich nicht kenne. Das Argument "Aber am Ende stirbt das Tier ja doch." ist mir natürlich bekannt, dennoch finde ich durchaus, dass es einen Unterschied macht, ob das Tier ein anständiges Leben führen konnte und anschließend zumindest auf ordentliche Art und Weise geschlachtet wird. Im gleichem Atemzug haben wir auch unsere allgemeinen Einkaufsgewohnheiten umgestellt: Molkereiprodukte werden nun nur noch gekauft, wenn sie unter Demeter-, Naturland- oder Bioland-Richtlinien produziert wurden, da sich diese Verbände für gute Tierhaltung und faire Verarbeitung und Produktion aussprechen.
 
So. Mir fällt nun partout kein passender Abschlusssatz für den vorherigen Absatz ein. Jetzt ist es einfach raus. Ich weiß, ich müsste euch das nicht erzählen. Ganz nach dem Motto "Mein Blog - meine Party". Ich mache es dennoch, auch wenn ich leider damit rechne, ein paar von Euch zu verlieren. Aber ich möchte nun mal ehrlich sein - zu euch und zu mir selbst. Meine Ernährung wird weiterhin überwiegend vegetarisch sein. Wie sagt man inzwischen dazu - Flexitarier? Furchtbar. Warum muss man eigentlich alles betiteln und sich damit in Schubladen stecken lassen?

Ihr Lieben, ich würde mich natürlich über eure Rückmeldung zu dieser Wandlung freuen, möchte euch aber bitten, fair und angemessen zu bleiben, was Wortwahl und "Tonfall" angeht.

Vielen Dank,
Kurzer Nachtrag: Gesundheitliche Aspekte lasse ich hier bewusst außen vor. Zwar hatte ich mal Probleme mit Eisenmangel, habe das aber auch so wieder in Griff bekommen. Daher hat dieser Aspekt absolut keinen Einfluss auf meine Entscheidung gehabt.

Freitag, 2. Januar 2015

Mit Haferflocken gefüllte Bratäpfel

Ich gestehe: Ich habe eine Schwäche für Bratäpfel. Nein, eigentlich für warme, weiche Äpfel im Allgemeinen. Manchmal schnippel ich mir ein, zwei Äpfel klein und dünste sie mit viel Zimt und einem kleinem Schluck Wasser weich. Gieße dann Joghurt drüber und würde mich in diese heiß-kalt-Kombination am liebsten reinlegen. Ähm ja. Aber heute geht's um Bratäpfel, die ich folglicherweise sehr gerne esse. Im Quarkbett oder mit Milchreisfüllung gab's hier schon. Ein weiterer Liebling ist eine Spekulatiusfüllung. Und neu dazu kommt jetzt diese Variante mit OvernightOats gefüllt. Dadurch das die Füllung bereits am Vorabend vorbereitet wird, geht's in der Früh dann relativ schnell, abgesehen von der Backdauer. Aber diese Zeit kann man ja gut nutzen, um richtig wach zu werden und den ersten Kaffee zu genießen.