Freitag, 18. Dezember 2015

Die Reste vom Feste...
-> Bratensandwich

Zwischendurch erwähne ich es ja immer mal wieder: ich bin absolut gegen Lebensmittelverschwendung und vermeide es strikt, verzehrbare Lebensmittel oder Gerichte wegzuwerfen. Es gibt so viele Möglichkeiten - kalt essen, aufwärmen. Einfrieren. Verschenken, teilen. Weiterverarbeiten, etwas Neues aus Resten entstehen lassen. 
Ich habe keine Studien vorliegen, aber ich vermute, dass besonders in der Weihnachtszeit unnötig viele Nahrungsmittel weggeschmissen werden. Überall locken Angebote. Auf den spontanen Adventsbesuch will man vorbereitet sein. Man könnte ja eigentlich noch ein paar Plätzchen backen - und kommt dann doch nicht dazu. Die Orangen und Mandarinen sehen weihnachtlich dekorativ aus - bis sie nicht mehr genießbar sind. Und an den Feiertagen soll natürlich jeder satt werden! Also wird ein größeres Stück Fleisch gekauft oder ein besonderes Prachtexemplar eines Fisches. Lieber mal ein Kilo Kartoffeln mehr und natürlich auch drei Paar Reservewürstchen. Ehe man sich versieht, ist das Festmahl am 24. vorbei, jeder kugelt nach Hause/auf das Sofa/in das Bett und denkt sich: Mist, jetzt habe ich doch wieder zu viel gekocht. Und nachdem man ja an Heiligabend schon so viel davon gegessen hat, möchte man nicht exakt das Selbe an den nächsten Tagen nochmal essen müssen. 
Da komme ich nun ins Spiel. Ich habe ein paar Ideen, was ihr mit dem übrigen Braten machen könnt - nämlich Sandwiches! Hier könnt ihr fast jede Komponente verwenden. Brot hat man bestimmt eh "mal besser" auf Vorrat gekauft und vom obligatorischen Salat sind auch noch ein paar Blätter da.

Röstet das Brot, falls es schon etwas trocken sein sollte. Schneidet vom restlichen Braten ein paar Scheiben ab - warm oder kalt ist euch überlassen. Übriges Blaukraut erhitzt man am besten schon nochmal etwas. Und dann ab damit auf's Brot. Wer mag, gibt noch etwas Senf dazu.


Oder ihr habt eher ein sehr weich geschmortes Stück Fleisch übrig? Kein Problem: zerrupft es nach "pulled pork"-Art und bratet es in einer Pfanne leicht knusprig an. Auch dass kann zwischen zwei Scheiben rustikalen Brot Platz nehmen. 
Und wer noch Pflaumenmus vom Dessert da hat, macht einfach einen Pflaumensenf: 50g Pflaumenmus, 20g süßer Senf, 15g mittelscharfer Senf, Prise Salz (Rezept: Tim Raue). 


Hand auf's Herz: Gehört ihr auch zu den Personen, die fast immer Eier im Kühlschrank haben. Weil "es könnte ja sein, dass..." Na, dann bratet doch ein dickes Spiegelei und legt das auch auf euren Braten - das macht gleich nochmal einen Unterschied und geschmacklich natürlich auch ordentlich was her.
Übrigens: Knödel lassen sich am nächsten Tag super gut zu Gröstl verarbeiten, aus kaltem Kartoffelpüree können Pflanzerl werden und trockene Weihnachtsplätzchen verstecken sich super in einem Tiramisu anstatt der Löffelbiskuits. 


Kulinarischer Adventskalender 18.12.2015

So, ihr Lieben, jetzt packe ich den richtenden Zeigefinger wieder ein und hoffe,   euch ein paar Ideen mit auf den Weg geben zu können. Ach und habt ihr es überhaupt bemerkt? Ihr seid mittendrin im diesjährigen kulinarischem Adventskalender vom Kochtopf. Jap, schnurstracks seit ihr durch Türchen Nr. 18 zu mir hereinmarschiert. Ich hoffe, ihr habt bisher schon fleißig alle anderen Türchen geöffnet? Das solltet ihr nämlich - nicht nur wegen der tollen Blogbeiträgen dahinter, sondern auch, um keine Chance auf einen der grandiosen Gewinne zu verpassen. Hohoho!


Kommentare:

  1. Schöne Resteverwertung <3 Vielleicht bleibt ja dieses Jahr mal etwas vom Braten übrig ;-) meistens eher nicht...

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  2. Das sieht absolut köstlich aus! Da muss man ja wirklich beten, dass was vom Braten übrig bleibt.

    Liebe Grüße
    Carlotta

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  3. Passenderweise hab ich gestern erst im Kino einen Spot vom Bundesministerium für Umwelt (http://www.bmub.bund.de/ziek/klimaschutz-heisst-weniger-muell/) gesehen: 82kg Lebensmittelabfall pro Kopf sinds wohl in Deutschland, wenn ich mich recht erinnere.

    Und wenn wir durch so lecker Sandwiches das drücken können, dann verdrücke ich auch 100 Stück von den Dingern ;)

    Viele Grüße,
    Fabian

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    1. Viel zu viel und vor allem oftmals super unnötig... Also ran an die Sandwiches. ;-)

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  4. Wos für ah leckere Idee....

    Hob no an feinen Tog
    Bussaaalleeee bis bald de Birgit

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  5. Suuuper Idee!! Sandwiches gehen sowieso immer und wenn die dann noch so luxuriös belegt sind, geht das Festessen gleich noch weiter. Jetzt hoffe ich, dass von den geschmorten Kalbsbäckchen an Heiligabend was übrig bleibt. Liebe Grüße, Miriam

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    1. Die machen sich bestimmt gut auf so einem leckeren Brot. :)

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  6. Morgen gibt's den Weihnachtsbraten auf Brötchen zum Mittagessen. :)
    Wir haben noch unglaublich viel Essen übrig und das meiste nun eingefroren - meine Familie schmeißt kaum was weg, was ich ganz hervorragend finde. Alles, was man einfrieren kann, findet seinen Weg in den Gefrierschrank. :) So ist immer Kuchen, Braten, Brot und natürlich Gemüse und Obst da. :D

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  7. Was für eine leckere Restenverwertung. Wäre ja wirklich schade, wenn Resten in die Tonne geschmissen warden. Wie man sieht muss das wirklich nicht sein. Danke für das schöne Türchen! Ich wünsche dir ein supertolles 2016!

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