Freitag, 6. November 2015

Geschmorte Lammhaxen

Premiere! Das erste Mal Lamm. Das erste Mal Haxe. Und vor allem: Alles das erste Mal selbst zubereitet. Dafür hat es wunderbar geklappt - das Fleisch schmeckte fein, war herrlich zart und fiel quasi vom Knochen ab (woran mein Lieblingshofladen natürlich maßgeblich beteiligt war, denn mit einem guten Ausgangsprodukt lässt sich natürlich auch leichter Gutes herstellen), die Soße war lecker würzig. Als Beilage gab es Rosmarin-Topinambur und Ratatouille. Einzig die Optik ist noch ausbaufähig, aber ich halte es da ja eher so: in erster Linie muss es schmecken. Ja natürlich soll und darf es auch gut aussehen, aber wenn es das mal nicht tut (und manche Gerichte lassen sich einfach nicht gerne ablichten), aber dennoch grandios schmeckt, denk ich mir "Was soll's, sei's drum, mir doch wurscht!". ;-) Wie seht ihr das denn?


Zubereitung für 2 gute Esser
4 Lammhaxen
1 Bund Suppengrün
2 Zwiebeln
2El Tomatenmark
250ml Rotwein
750ml Brühe
2 Lorbeerblätter
2 kleine Rosmarinzweige
1Tl Thymian, getrocknet

Zubereitung
Den Ofen auf 150°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Haxen kalt abspülen, trocken tupfen und salzen. In einem Bräter Öl erhitzen, die Haxen darin rundherum kurz anbraten, herausnehmen. Suppengemüse und Zwiebeln grob hacken und im restlichen Öl ebenfalls scharf anbraten/anbräunen. Tomatenmark unterrühren, kurz mitrösten. Dann den Rotwein, Brühe, Lorbeerblätter, Rosmarin, Thymian, Salz und Pfeffer zufügen. Aufkochen und kurz reduzieren lassen. Die Haxen hineinlegen und abgedeckt in den Ofen stellen. Ca. 2,5 Stunden schmoren lassen. Jeweils nach einer dreiviertel bis ganzen Stunde habe ich die Haxen gedreht.
Sind die Haxen gar, werden sie in Alufolie gewickelt und in den ausgeschalteten und leicht geöffneten Ofen gelegt. Das Röstgemüse abgießen, dabei die Soße in einen Topf auffangen. Aufkochen lassen, nach Belieben mit etwas Stärke abbinden und ggf. etwas nachwürzen. Gemeinsam mit den Haxen und den gewählten Beilagen servieren.

Vor einem Jahr: Blinis
Vor zwei Jahren: Urlaubspause ;-)
Vor drei Jahren: Sojapflanzerl

Kommentare:

  1. Liebe Ramona,
    so schlecht sieht es doch gar nicht aus ;) Auch ich bin der Meinung, dass in erster Linie der Geschmack ausschlaggebend ist. Was bringt einem eine tolle Optik, wenn es ein geschmackliches Desaster ist?

    Ich persönlich habe bisher weder Lamm, noch Haxe selbst gekocht. Muss mich wohl daran versuchen, denn so kompliziert hört es sich ja nicht an.

    Liebste Grüße
    Elena

    AntwortenLöschen
  2. Das mit der Optik sehe ist aber sowas von ganz genauso! :-) Mittlerweile gehen mir diese ganzen supergestylten Fotos auch schon auf den Keks. Es ist mir nämlich schon zu oft vorgekommen, dass ich dachte "geiles Foto", dann das Rezept gelesen habe und schwupps, keinerlei Motivation mehr zum Nachkochen hatte. Außerdem: Wer will denn schon jeden Tag gestyltes Essen haben? Im Alltag zählen doch ganz andere Qualitäten. Und eigentlich auch bei besonderen Gelegenheiten. Herrichten ja, aber das meiste Augenmerk sollte doch auf der geschmacklich optimierten Zubereitung liegen. In dem Sinne: Ich muss unbedingt auch mal wieder Lamm machen! Aber erst kommt mir demnächst ein Hirschgulasch in den neuen Bräter. Und wird mit dem frisch gezauberten Quittensirup abgeschmeckt. Ich bin gespannt. :-))

    AntwortenLöschen