Freitag, 25. September 2015

Mehr Idee als Rezept: Gemüsebrühe aus 'Abfällen'

Ich hoffe, ihr habt alle schon mal eine Gemüsebrühe selbst gekocht? Zwar hat man etwas Schnippelei, einen Haufen Köchelei und eine Weile Warterei, doch am Ende wird man ja mit dieser dampfenden, g'schmackigen Brühe belohnt. 
Doch anstatt diesmal wieder extra Suppengemüse einzukaufen, habe ich mich an Resten, die sonst eigentlich im Abfall landen bedient. Beziehungsweise: erstmal habe ich sie gesammelt, über Wochen.




Was jetzt auf den ersten Blick vermutlich eklig klingt, ist es natürlich gar nicht: Denn die Abfälle wurden eingefroren. 
Schalen von Biogemüse -Karotten, Pastinaken, Petersilienwurzel, Lauch, Zwiebeln-, ebenso deren Abschnitte, Kräuterstängel, das Grünzeug vom Sellerie, ... Immer wenn so etwas übrig war, wanderte es in einen Gefrierbeutel. Sogar das Kochwasser vom Kürbis und den Pastinaken habe ich aufgehoben und dann als Ablöschflüssigkeit verwendet. Nach ein paar Wochen war der Beutel dann recht voll, zudem hatte ich für die Rinderbrühe eh zu viel frisches Gemüse gekauft und warf dann einfach alles zusammen. Mit grandiosem Ergebnis. Etwas Tomatenmark kam zum anrösten dann diesmal noch mit in den Topf, wodurch (natürlich auch tat das Kürbiskochwasser auch seinen Teil) die dunkle Farbe entstand. Mit den Mengen lässt sich hier auch wunderbar spielen: Mehr Reste -> mehr Flüssigkeit = mehr Brühe, wenig Reste -> weniger Flüssigkeit = weniger Brühe (aber genauso lecker).
In Zukunft also: 'Abfälle' sammeln und einfrieren. Wenn Brühe benötigt wird, lasst ihr es rechtzeitig auftauen. In einem Topf Öl erhitzen und ein bis zwei frische, geviertelte Zwiebeln darin anrösten. Tomatenmark und Gemüsereste dazugeben. Ebenfalls kräftig anrösten. Lorbeerblatt, ein paar Pfefferkörner, wenig Pimentkörner, grobes Salz, Kräuter nach Belieben zufügen und mit (Koch-)Wasser soweit auffüllen, dass das Gemüse gut bedeckt ist. Aufkochen lassen, Temperatur herunterschalten und abgedeckt so lange wie ihr Zeit habt (mindestens aber zwei Stunden, bei mir waren es diesmal ca. vier) sanft köcheln lassen
Das Gemüse herausfischen und in ein Sieb geben - Schüssel drunterstellen, da wird nämlich noch einiges abtropfen. In ein weiteres Sieb ein dünnes Mull- oder Geschirrtuch legen, über eine große Schüssel hängen und die Brühe durchseihen. Die Brühe dann sofort verwenden oder aber abkühlen lassen und einfrieren oder einkochen
Resteverwertung vom Feinsten! 


Vor einem Jahr: Menemen
Vor zwei Jahren: Avocado-Schoko-Pudding

Kommentare:

  1. Tolle Idee! Finde ich eine super Idee und bin mir sicher, die Gemüsebrühe schmeckt auch super :)
    Liebe Grüße,
    Ela

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  2. Mach ich auch so. Und wenn ich ganz besonders fleissig sein will, dann sammle ich auch Knochen, meist vom Huhn für Hühnerbrühe. Auf die Idee auch das Kochwasser aufzuheben bin ich aber noch nicht gekommen. Sollte ich wohl :-)

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    1. Kochenreste habe ich bis dato noch nicht wirklich viel gehabt, aber danke für den Tipp. Sollte es soweit sein, hebe ich die auch auf. :-)

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  3. Gute Idee mit dem Gefrierbeutel! So kann ich künftig auch die kleineren Reste aufheben und muss immer weniger auf das fertige Pulverzeug zurückgreifen.
    Herzliche Grüße, Angela

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  4. Wow das ist eine super Idee, darauf wäre ich nie gekommen...Danke für den tollen Tip!
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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  5. Ha! Was für ein schöner Beitrag! Genauso mache ich das auch! Kochwasser vom Blanchieren, Küchenreste... alles wird aufgehoben und verkocht. Die Vitamine gehen mir nicht verloren!
    Ganz liebe Grüße, Emilie :)

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