Mittwoch, 16. September 2015

Auswärts | Am "Chef's table" in der Villa Kennedy

Wie reagiert ihr, wenn ihr gefragt werdet, ob ihr Lust habt im Restaurant eines 5*Hotels mit dem Küchenchef zu kochen und essen? Oh und dort auch gleich noch die Nacht zu verbringen? Ha, genau, ich saß auch erst mal ungläubig da. Dann wurde mir bewusst, dass es zeitlich sogar wirklich möglich wäre. Also wurde innerhalb kürzester Zeit alles weitere geklärt, eine Busfahrt gebucht und eine Woche später saß ich dann Freitag Morgen im Fernreisebus nach Frankfurt am Main. Dort angekommen schwang ich mir meine (für eine Nacht eigentlich viel zu volle - aber immerhin habe ich alles gebraucht!) Tasche über die Schulter und lief los. Ziel: Die Villa Kennedy, eines von elf (drei davon in Deutschland) Rocco Forte Hotels. Schon beim eintreten war ich sprachlos. Ich sollte wohl erwähnen, dass ich bis dato in keinem derartigen Luxushotel Gast war...


Willkommensgruß


Nachdem ich schon am frühen Nachmittag ankam und das Chef's table Event erst am Abend statt fand, hatte ich noch ausreichend Zeit um Gym und Spa zu nutzen (wenn man schon mal die Möglichkeit hat...) und mich von der Eleganz des Hotels begeistern zu lassen. Das Event war das Erste dieser Art, aber nachdem es ein voller Erfolg war, wird es bestimmt bald weitere Che'f' tables geben. Treffpunkt war die JFK-Bar des Hotels. Wie im Film schritten Jens und ich zeitgleich aus zwei unten ankommenden Aufzügen und machten uns also gemeinsam auf zur Bar, wo wir schon von Yasmin, der PR und Markting Managerin des Hotels schon herzlichst erwartet wurden. 
Mit den ersten Drinks begann ein wunderbarer Abend. Wir kamen sofort ins Plaudern, bald stoß auch Katharina dazu. Kurz darauf Ingrid, von der PR-Agentur Schoeller & von Rehlingen und PeterRedakteur der FAZ. Nun kamen noch Astrid und ihr Gatte dazu und als uns dann auch der Küchenchef des Hotelrestaurants Gusto Dario Cammarata begrüßte war unsere Runde komplett. Perfekt wurde sie als Michaela, die Servicekraft, die uns den Abend über perfekt betreute, die ersten köstlichen Häppchen brachte.  Yasmin ging völlig darin auf uns von dem Hotel, der Geschichte, der Philosophie zu erzählen. Es war toll zu sehen, wie gerne sie in diesem Umfeld arbeitet. Nächstes Jahr wird die Villa Kennedy 10-jähriges Jubiläum feiern und ich hoffe sehr, Zeit zu haben, um ihr auch gratulieren zu können. 


Der "Chef's table"

Und dann ging es endlich in die Küche. Was für eine Küche! Riesg, zumindest vergleichsweise für mich. Der nächste Sprachlosmoment: Da stand unser Tisch. Direkt vor dem Pass, an dem die Speisen angerichtet und an den Service übergeben werden. Essen und den Profis beim Kochen zusehen - genial, oder?


Dario Cammarata bei der Arbeit

Eben noch verblüfft, standen wir kurz darauf bereits vor einer Nudelmaschine, kneteten Teig, zupften Kräuter, stachen Quadrate aus dem Nudelteig aus, füllten und falteten ihn zu Ravioli. Schon lagen die Ravioli "Grüne Soße" da - unser erster Gang und zudem auch der Signature Dish des Restaurants. Denn die Kräuter kamen nicht als Soße zu den Ravioli, sondern mit Büffelmozzarella innen rein. Eine raffinierte und leckere Möglichkeit, die italienischen Wurzeln des Koches und die regionalen Gewohnheiten zu verknüpfen. Die Ravioli waren also fertig vorbereitet und wir durften Platz nehmen.

Caponatina di Verdure mit Spinatsalat

Das Menü begann klassisch mit einem Amuse Bouche. Für mich als Auswärtsvegetarier gab es die Caponatina di Verdure mit Spinatsalat, die die Anderen später un Fischgang bekamen.

Ravioli "Grüne Soße"

Da sind sie also: Unsere grünen Ravioli, in Butter geschwenkt und mit Parmesan bestreut. Ich sag's euch: Dieses Gericht ist nicht zu unrecht das meist Bestellteste im Gusto.


Pappa al pomodoro | Zitronen-Thymiansorbet


Anstatt dem Fisch gab es für mich als Zwischengericht Pappa al pomodoro con mozzarella. Ein Träumchen, wie damals in Florenz! Als nächstes folgte ein Zitronen-Thymian-Sorbet, das herrlich erfrischte und den Magen für den grandiosen Hauptgang vorbereitete.


Ein Teller entsteht

Kalbsfilet mit Petersilienwurzelpüree, rote Bete Gnocchi und Steinpilzen. Beziehungsweise für mich ohne Filet, dafür mit mehr Gnocchi, Pilzen und zusätzlich einem perfektem Steinpilzrisotto. Ohne Foto, da ungeplant und improviesiert: Olivenölpüree mit gebratenen Artischocken. Yasmin schwärmte so davon, dass wir es gerne probieren wollten und daher quasi noch einen Mini-Zwischengang vor dem Dessert hatten. 


Rote Bete Gnocchi, Petersilienwurzelpüree, Steinpilzrisotto 

Eigentlich sollten wir beim Dessert wieder selbst mit Hand anlegen und es gemeinsam mit Head-Patissier Hartmut Sohn zubereiten. Aber es war schon spät, die Köche wollten nach Hause und wir waren eh bereits sehr träge vom vielen guten Essen. So wurde uns das Waldbeerentiramisu dann doch ohne unsere Mithilfe serviert.


Waldbeerentiramisu

Den Abend ließen wir dann bei weiteren tollen Gesprächen, noch mehr Gelächter und einfach einer schönen Zeit in der Bar ausklingen. Besonders schön, weil so herrlich einfach, fand ich Darios Antwort auf die Frage nach seinem Lieblingsessen: Parmigiana von der Mamma. Schön!
Irgendwie haben wir es versäumt Fotos von uns zu machen, so bleibt mir nur euch dieses eine Bild von unserer lieben Truppe zu zeigen, auf dem Yasmin  und Daro leider fehlen, da sie den Auslöser drückt und er in der Küche steht.


Die wunderbare Truppe

Ich denke, wir sind an diesem Abend alle hundemüde und glücklich gesättigt ins Bett gefallen und konnten die Nacht in der Villa Kennedy vollends genießen.
Ach und weil ihr ja wisst, dass ich eine große Frühstücksliebe hege, sei auch noch erwähnt, dass das Buffet am nächsten Morgen keine, also wirklich gar keine, Wünsche offen lies. Zum Glück hatte ich schon wieder ordentlich Hunger und konnte mich durch die Vielfalt des Frühstückangebotes probieren. ♥

Ich möchte mich hier auch nochmal ganz, ganz herzlich bei den Damen von Schoeller & von Rehlingen und dem gesamten Team der Villa Kennedy bedanken - für die Einladung, für's auf's Beine stellen eines solch tollen Events und für den angenehmen Aufenthalt! Es war ein wunderbar!



Und nein, ich werde diesen Beitrag trotz Verlinkungen ganz bewusst nicht mit "Werbung", "Kooperation" oder sonst was kennzeichnen. Ich schreibe und schwärme aus freien Stücken davon und mein Dank ist, auch wenn ich eingeladen wurde, absolut ehrlich gemeint.

Kommentare:

  1. Was für eine schöne Geschichte! Das klingt wirklich wunderbar, zum Glück hast du die Zeit dafür gefunden!
    Ich durfte auch schon einmal Gast in einem hochtrabenden Restaurant sein, allerdings wurde ich bedient und wusste nicht, wie der Koch diese Köstlichkeiten zauberte. Wir bekamen teilweise nur sehr kleine, wunderhübsch angerichtete Portionen - und bei jeder gabs eine Geschmacksexplosion in meinem Mund. Herrlich!

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  2. Soooo toll wars mit euch. Es war in allen Punkten ein außergewöhnlich schöner Abend.

    Schöner Bericht - jetzt will ich wieder zurück an den "Chef's Table" ;)

    Beste Grüße
    Jens

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  3. Das klingt wirklich toll - da hätte ich auch Berge verschoben, um teilzunehmen! :-)

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  4. Das sieht alles sehr gut aus - mit viel Liebe und Hingabe gekocht! Da hätte ich mich auch sehr gerne kulinarisch verwöhnen lassen :)
    Herzliche Grüße
    Amani - www.absolutamani.de

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