Mittwoch, 29. April 2015

Buchvorstellung | Natürlich selbst gemacht

Do it yourself ist seit einiger Zeit ja ziemlich angesagt. Und zwar in allen Lebensbereichen, auch in der Küche. Daran knüpft dieses Buch an, wie zwar viele andere auch, aber bei diesem Buch war ich einfach direkt von der Optik her sehr angetan.




Natürlich selbst gemacht
Autor: Ivy Manning
erschienen: 201 im Fackelträger Verlag, Köln
(Original: 2014 Weldon Owen, Inc. & Williams-Sonoma, Inc.)
160 Seiten, Hardcover
19,99€
ISBN: 978-3-7716-4598-4

Klappentext:

Besser selbst gemacht als fertig gekauft!Über 80 Rezepte für selbst gemachtes Essen ohne Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe [...] Von knackigen Essiggurken über eingemachte Früchte der Saison und gesunde Snacks bis hin zu Partyhäppchen, beliebten Gewürzmischungen und klassischen Cocktail-Mixen - diese inspirierende Rezeptsammlung bietet einfache Anleitungen, um gesunde Gerichte ohne Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe selbst zu machen.
Probieren Sie es aus - Sie werden mit Lebensmitteln belohnt, die viel besser schmecken als die entsprechenden Produkte aus dem Geschäft, und Sie werden sich fragen: "Warum habe ich das nicht schon viel früher gemacht?"

Inhalt und Optik
Wie in fast jedem Kochbuch gibt es auch hier eine kurze Einleitung, bevor der Rezeptteil startet. Dieser ist dann wie folgt untergliedert:

  • Eingelegtes & Konfitüren
  • Snacks & Häppchen
  • Süsses & Aufstriche
  • Saucen & Würzmittel
  • Getränke & Cocktail-Mixe

Das sind die Hauptkategorien. Anschließend finden sich aber auch noch "Backmischungen & Varianten" auf ein paar Seiten. Was ich nun schon in mehreren Büchern entdeckt habe, auch hier wieder so gehalten wird und eigentlich ganz schön finde: Am Anfang der Kapitel gibt es eine Rezeptübersicht mit Seitenangabe. Nahezu jedes Rezept ist bebildert - die Fotos bestechen hierbei durch einfache Raffinesse. Auf allzu viel Schnickschnack um die Speisen rum wird verzichtet, die Zutaten optimal in Szene gesetzt, hier mal etwas Puderzucker unordentlich drübergestreut oder da einem verirrtes Pfefferkorn. Generell hat mich dieses Buch mit seiner Optik positiv beeindruckt. Eigentlich ist das Design schlicht gehalten, dennoch modern und macht durch Kleinigkeiten (wie z.B. der Seitenhintergrund der Rezepte - nicht glatt, sondern strukturier gedruckt) einfach was her. Auch der Einband ist besonders: Der Buchrücken ist aus einem anderem Material und absetzt, genauso wie die Ecken der Buchdeckel. Ein klitzekleines Manko: Die Seiten sind recht starr und das Buch bleibt dadurch nicht einfach offen liegen, sondern klappt immer wieder zu.



Rezepte
Die Kapitelwahl ist gelungen - hier ist für jeden was dabei. Und auch dass es sich nicht nur um's Einwecken dreht, finde ich gut. Die Auswahl ist schön unterschiedlich: Von selbstgemachtem Sauerkraut, Buttermilch-Zwiebel-Chips, Grüntee-Räucherforelle, Apfelkraut, über Klassiker wie Mayonnaise und Tapenade, bis hin zu Horchata und hausgemachtem Tonic ist alles dabei.
Die Gestaltung der Rezepttexte ist übersichtlich, mit Mengenangabe und ein paar Worten zur Speise versehen. Negativ ist mir bisher bei einem Rezept allerdings aufgefallen, dass bei zwar in der Zubereitung eine Zutat genannt wird - diese allerdings bei den Zutaten nicht aufgelistet wird, so dass ich das Ketchup nicht ausprobieren konnte, da ich nicht wusste, wieviel Essig denn benötigt wird. So was kann natürlich passieren, sollte aber eigentlich nicht.


Im Test
Als erstes probierte ich das Gurken-Relish. Gurke, Schalotte, rote Zwiebel in einer Essig-Minz-Mischung mariniert. Ich muss gestehen, dass das Ergebnis zwar gut war, aber mich nicht vom Hocker gehauen hat. Also befolgte ich den Tipp der Autorin und vermischte das Relish mit etwas Joghurt. Würzte nochmal gut nach und servierte es als eine Art Tzaziki. So gefiel es mir durchaus besser.
Ziemlich ähnlich ging es mir bei der Pico de Gallo: Nicht schlecht, aber ich hatte schon bessere Tomatensalsa gegessen. Ich habe dann abweichend vom Rezept noch etwas nachgewürzt.
Den Schoko-Nuss-Aufstrich wünschte sich Herr Moonstruck und ich muss sagen, das war eine gute Wahl. Auch mich, die ja nicht so sehr auf Süßkram steht, konnte der Aufstrich überzeugen. Nussig, kakaoig, nicht zu süß.


Fazit
objektiv
Das Buch liegt mit seiner Thematik nicht nur im Trend, sondern hebt sich auch von den vielen ähnlichen Erscheinungen ab. Einerseits durch die Optik, andererseits aber auch durch die Zusammenstellung der Rezeptkategorien, sowie der gelungen Wahl zwischen Klassikern und neuen Ideen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist demnach genau richtig.

subjektiv
Das ist zwar nicht mein erstes "Selbstgemacht"-Buch, aber bestimmt das, welches ich häufiger in die Hand nehmen werde. Auch wenn ich nicht zu überschwänglich über die bisher probierten Gerichte sprechen kann, habe ich noch genug Rezepte markiert, die getestet werden wollen - und so lange gebe ich dem Buch, welches ich gerne und immer wieder durchblättere, auch noch ein paar Chancen.


Herzlichen Dank an den Edition Fackelträger Verlag zur kosten- und bedingungslosen Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 

Kommentare:

  1. Liebe Ramona,

    das Buch hört sich super an. Ich liebe es in der Küche so viel wie möglich selber zu machen! Ich denke ich schmöker mal durch, wenn ich das nächste Mal in der Buchhandlung bin.

    Liebe Grüße,
    Annika

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  2. Selbstmachen... Bisher habe ich nur Konfitüre selbst gemacht - dank den Massen an Erdbeeren, Blaubeeren, Himbeeren und Brombeeren im Garten meiner Familie ist das auch kein Wunder. :D
    "Leider" kocht meine Oma kein Gemüse (außer Rote Bete, die ich nicht besonders mag) ein. Herzhaftes einzukochen habe ich mir für diese Saison fest vorgenommen. Das Buch hab ich mir deshalb mal auf die Wunschliste gesetzt.

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