Freitag, 27. März 2015

Ful Medammas

Ihr glaubt gar nicht, wie schwierig es war, dieses Gericht zu kochen bzw. es überhaupt kochen zu können. Eigentlich sollte das nämlich schon während der internationalen Frühstücksfreitag-Reihe verbloggt werden, war aber anhand mangelnden Zutaten nicht möglich. Und alles nur wegen der Bohnen! Für dieses arabische und eigentlich überaus einfache Gericht braucht man nämlich Favabohnen. Auch Ackerbohnen genannt. Oder Saubohnen. So viele Namen für eine Bohne, die ich hier ums verrecken nicht bekommen habe. Ich konnte mich daran erinnern, im örtlichen türkischem Supermarkt mal Ackerbohnen gesehen zu haben, als ich sie dann aber kaufen wollte, waren sie nicht mehr im Sortiment. Sämtliche Super-/Bio-Märkte, Reformhäuser, ... , die mir möglich waren, wurden danach durchsucht. Nüscht. Nun gut, also habe ich das Ful eben aufgegeben. Tjaha, bis jetzt. Denn als wir neulich bei der Schwiegermama im Ruhrgebiet Urlaub machten und deren örtlicher türkischer Supermarkt (bzw. eher Markthalle) im Gespräch erwähnt wurde, fielen mir die Bohnen sofort wieder ein. Also mussten wir da natürlich hin und siehe da - Favabohnen! Sogar getrocknet und in der Dose! Beides eingepackt und daheim zumindest die Dosenbohnen direkt verarbeitet:



Zutaten für 1 Portion
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Tomate
ein paar Fenchelsamen
1Tl Kreuzkümmel, gemahlen
1 Dose Favabohnen
2El Petersilie, gehackt

Zubereitung
Zwiebel und Knoblauch klein hacken, Tomate in kleine Stücke schneiden. Etwas Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin anschwitzen. Tomatenstücke, Fenchelsamen und Kreuzkümmel zufügen, zwei, drei Minuten unterrühren. Nun die abgetropften Bohnen, einen Schuss Wasser, Salz, Pfeffer und die Petersilie dazugeben. Vermischen und abgedeckt ca. zehn Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Dann die Mischung etwas zermatschen (z.B. mit einem Kartoffelstampfer), abschmecken und mit etwas Brot (traditionell: Fladen, bei mir: Matzen) servieren. 


4. Geburtstags-Blog-Event - Souvenirs in der Küche

Auch mit diesem Rezept bin ich gerne bei Dorothees Event "Souvenirs in der Küche" dabei. Das Gericht an sich hat damit zwar nicht allzu viel zu tun (bis darauf, dass ich die Bohnen im Schwiegermama-Urlaub gekauft habe), es geht mehr um die hübschen Steinform, in der ich die Bohnen serviert habe: Die habe ich nämlich in Italien erstanden. In Florenz, um genauer zu sein. Dort gibt es ja eigentlich an jeder Ecke irgendwelche Läden oder Stände mit "handmade" Steinzeug, Souvenirs, etc. Diese wunderschönen ofenfesten Formen habe ich allerdings in einem sehr kleinen, heimligen Laden gefunden, der mir erst sehr spät -als wir die Straße zum gefühlt hundersten Mal entlang spaziert sind- auffiel, so unscheinbar war er. Aber da standen sie im Schaufenster, diese ebenfalls handgemachten Förmchen für unglaubliche fünf Euro pro Stück. Da überlegte ich gar nicht mehr lang. Der Laden war voll mit solchen Schätzchen, ich blieb aber bei der Liebe auf den ersten Blick. ♥

Kommentare:

  1. Das hört sich lecker an! Bei uns gibt es die Bohnen als "Dicke Bohnen" beim rewe in der TK-Truhe. Nur so als Hinweis. Kann aber sein, dass selbst die TK-Ware nur phasenweise da ist. Ich hatte bis jetzt immer Glück. Mache die gerne in einer hellen Schmand-Kräuter-Sauce zu Kartoffeln und Frikadellen. :-)

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    1. Ich guck auch schon immer mal in die TK-Reihen, vielleicht hab ich ja irgendwann nochmal Glück!
      Klingt auch sehr lecker! :)

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  2. Bohnen und Cumin => Kann nur gut schmecken ;) Jetzt muss ich mich wohl auch auf die komplizierte Suche nach Favabohnen begeben. Aber zur Not werde ich glaube ich ganz frech auf eine andere Sorte zurückgreifen. Sieht nach einem wunderbaren Feierabendessen aus!
    Liebe Grüße,
    Carla

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    1. Das Angebot mit den getrockneten Bohnen steht... ;)

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    2. ...und ist hiermit angenommen - ganz großen Dank! :D

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  3. Das hört sich so perfekt unkompliziert lecker an! Und die Formen sind toll, Liebe auf den ersten Blick ist einfach das beste. Da sollte man gar nicht lange nachdenken!
    Liebe Grüße, Lena

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    1. Unkompliziert lecker - du triffst es auf den Punkt! :)

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  4. Sehr lecker, die Bohnen sind aber auch bei uns sehr schwer zu bekommen, wie schade...
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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    1. Dann muss man halt doch einen Vorrat anlegen. :D

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  5. Liebe Ramona,
    Ful habe ich ja schon ewig nicht mehr gegessen - eine schöne Idee und das Töpfchen hätte ich mir auch gekauft, wenn ich es gesehen hätte. :-)

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    1. Freut mich, wenn dir sowohl Rezept, als auch die Töpfchen gefallen! :)

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  6. HM.... ich liebe Ful. Meine Freundin hatte mal einen ägyptischen Freund, da sind wir Sommer lang draußen auf der Terrasse seines Restaurants gesessen, haben Sisha geraucht und uns den Bauch mit Falafel und Ful voll geschlagen - er hat uns vom Frühstück immer extra ein Schüsselchen aufgehoben. Hach ja... das waren noch Zeiten.
    Gut, dass du die Bohnen noch irgendwie auftreiben konntest! Und auch die Schale ist ja wunderschön, von solchen Urlaubs-Souvenirs hat man halt einfach am meisten, finde ich.
    Liebe Grüße,
    Kathi

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  7. Ich könnte Dich ja neidisch machen und schreiben, dass es hier in Marokko die Favabohnen an jeder Ecke gibt: getrocknet oder sogar noch frisch in der Schote. Bisher kannte ich sie nur in der Suppe. Ful gibt es hier nicht - aber das könnte ich ja jetzt ändern, denn Dein Rezept hört sich richtig gut an!
    Viele Grüße, Doreen

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    1. Ohja, damit kriegst du mich auf jeden Fall neidisch. Sowohl mit "hier in Marokko", als auch mit "an jeder Ecke"! :)

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  8. Echt? Das ist ein Frühstück? Ich kann mir ja morgens viel vorstellen, vor allem deftiges Essen, aber Linsen sind schon ne Ansage! Klingt aber trotzdem sehr, sehr lecker! :-)
    LG, Karin

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  9. Türkische Markthalle im Ruhrgebiet? Wo?
    Zum Glück haben wir hier um die Ecke unglaublich viele Türkische Supermärkte, sodass ich da mal nachschauen werde, ob ich die Böhnchen bekomme. :D Und dann koch ich das mal nach - damit wir nicht immer baked beans essen.

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  10. Mhmmmm! Ich muss auch unbedingt mal die Augen nach den (Sau-)Bohnen aufhalten, dass mach ich das auf jeden Fall einmal nach!
    Liebe Grüße!

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