Montag, 23. Februar 2015

Die Karotte, der Entsafter und Ich. ♥

Achtung, es folgt eine Lobhudelei auf die Karotte. Obwohl die Karotte (oder Möhre, Rübe, Mohrrübe, Gelberübe) gar nicht bewusst zu meinem Lieblingen gehört, ist sie dennoch das Gemüse, welches in den letzten Wochen hier am häufigsten gekauft und verarbeitet wurde. 
Meine Begeisterung für selbstgemachten Saft, sowie den Entsafter, kennt ihr ja bereits. Meistens landet überwiegend Obst darin, vor einiger Zeit fing ich aber an, den Gemüseanteil zu erhöhen. Hauptsächlich Karotte und Fenchel, aber auch Grünkohl und Brokkoli (das mach' ich aber nicht nochmal) wanderten in den Entsafter. Mutig wie ich bin (ähem...) drehte ich noch mehr an der Zusammensetzung, so dass zuletzt nur noch ein kleiner Apfel oder eine Orange neben dem ganzen Gemüse entsaftet wurden - mit Erfolg, die Mischungen schmeckten mir. Hauptbestandteil war dabei aber immer die Karotte, da sie auch am meisten Flüssigkeit bringt. 
Und dann kam der Moment: Ich war wieder beim Entsaften, schickte einen Haufen Möhren durch und probierte todesmutig erstmal kurz den Saft pur, bevor sich Apfel und Ingwer dazugesellten. Begeisterung! Das schmeckte grandios. Seit dem ist es um mich geschehen. Die Farbe, der Geschmack, die Einfachheit des Getränks. ♥



Gesund ist die Karotte ja eh, da brauch ich euch nicht viel erzählen, oder? Carotin, Kalium, Vitamin C und A, etc.. Alles drin, in der orangenen Pracht. Am besten genießt ihr sie immer mit einer kleinen Zugabe von (gesunden) Fett, z.B. ein paar Tropfen Öl, da Vitamin A fettlöslich ist und dadurch viel besser vom Körper aufgenommen werden kann. Und ein Schuss Zitrone macht sich in dem Saft geschmacklich übrigens auch ganz wunderbar.
Nun, wer einen Entsafter hat, weiß, dass dabei nicht nur Saft entsteht, sondern auch eine nicht unbeachtliche Menge an Fruchtfleisch. Was also tun mit dem ganzen Karottengedöns? 
Oh ja, auch daraus kann man leckere Dinge zaubern: zum Beispiel ganz simpel mit etwas Joghurt, Zimt, gemahlenen Mandeln und Honig vermischen. Top! Und macht richtig, richtig satt - unterschätzt das nicht. 



Oder wie wäre es mit einer herzhaften Verwendungsvariante? Dazu Avocadofruchtfleisch mit einer Gabel zerdrücken, etwas Karottenfruchtfleisch, Zitronensaft, Salz und Pfeffer untermischen und auf's Brot schmieren. Nicht unbedingt hübsch, aber einfach und gut. Richtig gut!




Und auch mein Vierbeiner freut sich über meine neue Leidenschaft. Er ist generell bekennender Karottenfanatiker. Ich brauche sie nur schälen oder den Strunk abschneiden und schon steht er spalier und erwartet, dass was für ihn runterfällt. Tut es aber nicht, denn da bin ich streng: In der Küche und vom Tisch gibt's nichts. Er kriegt schon mal ein Stück Karotte, aber dann im Napf oder als Fangspiel. Dann ist mein kleiner Mann happy. Und auch den Möhrenpulp findet er pur, als Trockenfuttergarnitur, super klasse und stürzt sich darauf, als hätte er schon eeeewig nichts mehr gefressen. 




Aber das absolute Highlight waren die selbstgemachten Leckerlis. Dazu habe ich Karottenfruchfleisch, ein Ei und Haferflocken vermischt und auf ein Backblech gestrichen. Ich glaube, sie waren zwischen 20 und 30 Minuten im Ofen. Die "Kekse" wurden aber nicht knusprig sondern blieben relativ weich, was für meinen, mit Zahnproblemen geplagten, Hundemann optimal war. <3




Und ihr? Wie findet ihr die gelbe Rübe so? Was entsaftet ihr am liebsten? Und was stellt ihr mit den Resten alles an?




Kommentare:

  1. Wenn man den Geschmack von Karottensaft mag, ist so ein Entsafter wirklich eine tolle Möglichkeit. Ich mag Karotten dann aber doch lieber in fester Form. Ich denke ich probiere mal deinen Avocadobrotaufstirch aus, der klingt sehr lecker :)
    Liebe Grüße,
    Julia
    Dandelion

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    1. Ich glaube auch, dass Gemüsesäfte ganz arg Geschmackssache sind. Den Aufstrich kannst du locker auch einfach mit geriebener Karotte machen. :)

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  2. Ohhh die Hundefotos!! Zauberhaft :) Der Kleine ist echt zu süß. Und Karotten mag ich auch gern! Feine Rezepte!
    LG
    Ela

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    1. Hihi, danke - das war ein ordentlicher Kampf, bis ein anständiges Foto entstanden ist. So aufgeregt, wie der kleine Mann da war. :D

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  3. Huhu,

    ich liebe Karotten in jeder Form – gedämpft, als Salat, Saft, gerieben im Müsli oder Kuchen, zum Rohknabbern … Leider mit dem Nachteil, dass meine Haut bei regelmäßigem Verzehr tatsächlich gelb wird! Ich bin dann – ohne Scherz – so gelb im Gesicht und an den Händen, dass mich schon Leute darauf angesprochen haben. :-( Verzichte ich auf die Karotten, geht das nach und nach wieder weg. Aber sobald ich wieder regelmäßig welche esse, geht's erneut los.... Deshalb muss ich wohl Maß halten oder mich damit abfinden...

    Deine Ideen zur Tresterverwertung finde ich übrigens klasse – mir tut es immer leid, beim Entsaften so viel wegwerfen zu müssen. Also hab ich gestern Karotten- und etwas Orangentrester ins Joghurt gemischt, mit Agavendicksaft und gehobelten Mandeln. Mit Avocado aufs Brot werde ich es auch demnächst ausprobieren.


    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Liebe Sandra,
      schön, noch einen Karottenfan gefunden zu haben. ;)
      Das Problem mit der gelben Haut habe ich übrigens auch - aber nicht abhängig von meinem Karotinverzehr, sondern scheinbar generell, da ich bereits lange bevor ich auf die Karotte kam, dazu angesprochen wurde. Ich habe jetzt mal mit meiner Ärztin darüber gesprochen und wir schauen mal, ob es andere Gründe dafür geben könnte. Wenn du magst, kannst du mir deine Mailadresse geben (bzw. einfach direkt eine Mail an frl.moonstruck (ääät) web.de schicken), dann halte ich diesbezüglich auf dem Laufenden.
      Viele Grüße, Ramona

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  4. Hey, Du hast einen tollen Blog. Habe Dich gerade entdeckt ☺
    Möhrensaft pur habe ich auch noch nicht probiert. Ich entsafte auch gern und werde Deinen Tipp beom nächsten Mal be♡igen.
    Liebe Grüße sendet Dir Anfrieda

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    1. Dann hoffe ich, dass es dir auch schmeckt! :)

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  5. Guten Morgen,

    eigentlich bin ich ein Möhrenfan, aber ich habe das Problem, das ich nie weiß, wie ich Karotten zubereiten soll. Im Sommer habe ich oft Weißbrot mit Butter bestrichen und dazu gabs pur die Karotte dazu. Aber auch Karottensalat liebe ich.

    Mein Vierbeiner ist auch ein Karottenfanatiker und die Hundekekse wirken richtig interessant wie deiner da drauf stiert :D Die werde ich bestimmt mal ausprobieren :)

    LG, Sandrina

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    1. Oooh da gibt's doch so viel. Pur, geraspelt, gekocht, als Püree, geröstet mit Quark, und und und. :)
      Jaa, die Kekse waren echt DER Hit. :D

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  6. Wir machen aus dem Karottenpulp eine Variante von Kartoffelpuffern und essen die als Beilage oder mit Salat. Lassen sich auch gut zur Arbeit mitnehmen.

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  7. Hallo Frl Moonstruck

    sehr interessanter Artikel. Ich bin selber ein großer Fan von Obst- und Gemüsesäften und nutze ebenfalls einen Entsafter. Es gibt für mich keinen besseren und schnelleren Weg große Mengen von Obst und Gemüse zu verzehren.

    ich ertappte mich in der Vergangenheit regelmäßig dabei, zu einseitig und generell auch zu ungesund zu ernähren. Seitdem ich den Entsafter habe, lebe ich viel vitalär und dühle mich auch sehr gut. Diese Artikel hat mich auch dazu bewegt mir einen Entsafter zu holen: http://www.derneuemann.net/entsafter-vs-mixer/3490

    Gesunde Grüße

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