Samstag, 3. Januar 2015

Dinge ändern sich

Darf ich euch gleich mal "vorwarnen"? Heute gibt's kein Rezept, aber viele Worte. Ehrlich, offen,  voller Emotion. Ja, und ehrlich gesagt, auch ein klein wenig Sorge, wie eure Reaktionen sein werden. Ich möchte euch heute von meiner Ernährung erzählen. Und was sich diesbezüglich in letzter Zeit getan hat.

Wer hier am Blog vorbeischaut, wird schnell feststellen, dass ich mich vegetarisch ernähre. Inzwischen dürften es schon acht oder neun Jahre sein. Der ausschlagebende Beweggrund dazu war damals, nicht wie bei Vielen der moralische und ethische Aspekt, sondern schlicht und einfach Ekel. Ich schreib's jetzt einfach mal ganz direkt, wie's nun mal war: Ich hab mich vor dem Stück Fleisch auf meinem Teller geekelt und konnte es einfach nicht mehr essen. Also lies ich es sein. Punkt.

Wie ich euch ja erzählt habe, hat sich meine berufliche Laufbahn letztes Jahr maßgeblich geändert: ich arbeite nun in der Gastronomie. Und nein, es ist kein vegetarisches Restaurant. Dadurch lässt sich der tägliche Kontakt mit Fleischwaren natürlich nicht vermeiden. Selbst in der Berufsschule lautete das erste Thema in Fachtheorie: Fleisch. Ich möchte dazu auch sagen, dass ich sehr überzeugt bin, von dem Können "unserer" Köche in der Arbeit. Die Speisen werden toll zubereitet, ansprechend präsentiert und auch von den Gästen immer wieder hoch gelobt.
Inzwischen ahnt ihr vielleicht schon worauf ich hinaus will. Der Ekel vor dem Fleisch wurde erst immer geringer und anschließend stieg die Neugier darauf sogar auch noch an. Ich habe lange, wirklich stark, mit mir gehadert. Schließlich habe ich mich gefragt, warum ich mir das eigentlich selbst antue? Mir ging es mit diesem Gedanken-Ping-Pong (Wie kommt's? Soll ich? Was werden andere dazu sagen? Soll ich? Wie werden die Auswirkungen sein? Kann ich das wirklich machen? Einfach so?  Soll ich?) irgendwann tatsächlich nicht mehr gut, ich kam mir vor, als würde ich mir etwas verbieten, mich unter Zwang, Verzicht stellen und habe mich so teilweise selbst bis zu den Tränen getrieben. Verrückt, oder?

Also ja, ich habe wieder Fleisch gegessen. Und ja, ich werde es wieder tun. Denn womit ich wirklich nicht im geringsten gerechnet habe: Es schmeckt mir. Tatsächlich. Immer noch. Und ich ekel mich nicht mehr davor.
ABER es gibt in der Hinsicht starke Einschränkungen bzw. Bedingungen, denn jetzt hat der moralische Gedanke eine größere Bedeutung. Ich habe mich, bevor ich das Fleisch besorgt habe, viel über die Einkaufsmöglichkeiten hier informiert. Supermarkt- oder gar Discounterware kommt absolut nicht in Frage. Auch die 'normalen' Bio-Standards bezüglich der Tierhaltung und Schlachtung finde ich nicht unbedingt ausreichend. Ich habe zwei Höfe gefunden, bei denen ich nicht das Gefühl haben muss, durch den Kauf Schlechtes zu unterstützen. Daher werde ich aber auch auswärts kein Fleisch essen, dessen Herkunft ich nicht kenne. Das Argument "Aber am Ende stirbt das Tier ja doch." ist mir natürlich bekannt, dennoch finde ich durchaus, dass es einen Unterschied macht, ob das Tier ein anständiges Leben führen konnte und anschließend zumindest auf ordentliche Art und Weise geschlachtet wird. Im gleichem Atemzug haben wir auch unsere allgemeinen Einkaufsgewohnheiten umgestellt: Molkereiprodukte werden nun nur noch gekauft, wenn sie unter Demeter-, Naturland- oder Bioland-Richtlinien produziert wurden, da sich diese Verbände für gute Tierhaltung und faire Verarbeitung und Produktion aussprechen.
 
So. Mir fällt nun partout kein passender Abschlusssatz für den vorherigen Absatz ein. Jetzt ist es einfach raus. Ich weiß, ich müsste euch das nicht erzählen. Ganz nach dem Motto "Mein Blog - meine Party". Ich mache es dennoch, auch wenn ich leider damit rechne, ein paar von Euch zu verlieren. Aber ich möchte nun mal ehrlich sein - zu euch und zu mir selbst. Meine Ernährung wird weiterhin überwiegend vegetarisch sein. Wie sagt man inzwischen dazu - Flexitarier? Furchtbar. Warum muss man eigentlich alles betiteln und sich damit in Schubladen stecken lassen?

Ihr Lieben, ich würde mich natürlich über eure Rückmeldung zu dieser Wandlung freuen, möchte euch aber bitten, fair und angemessen zu bleiben, was Wortwahl und "Tonfall" angeht.

Vielen Dank,
Kurzer Nachtrag: Gesundheitliche Aspekte lasse ich hier bewusst außen vor. Zwar hatte ich mal Probleme mit Eisenmangel, habe das aber auch so wieder in Griff bekommen. Daher hat dieser Aspekt absolut keinen Einfluss auf meine Entscheidung gehabt.

Kommentare:

  1. Guten Morgen :)

    Ich bin jetzt auch seit über 9 Jahren Vegetarierin und da ich dies aus ethischen und gesundheitlichen Gründen tue, gilt der Punkt Neugier und Geschmack für mich nicht. Meiner Meinung nach kann man auch ohne Fleisch gesund leben. Die Zeiten, in denen wir Fleisch tatsächlich zum Überleben brauchten, sind längst vorbei. Aber es ist eine individuelle Entscheidung, wie man leben und sich ernähren möchte und jeder setzt seine Prioritäten woanders. Wenn es dir damit gut geht, okay. Und so lange ihr tatsächlich auch noch auf "artgerechte" Haltung achtet und kein Discounterfleisch kauft, finde ich das noch akzeptabel.
    Es ist dein Leben und du musst glücklich damit sein. Lass dich von angreifenden Kommentaren, die hier möglicherweise noch kommen, nicht runterziehen. Du wirst deine Gründe für diesen Schritt haben und gut ist.

    Liebe Grüße
    Federchen

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    1. Hallo Federchen,
      danke für deine Worte. Ich gebe dir völlig Recht und habe noch einen kurzen Satz bzgl, des gesundheitlichen Aspekts eingefügt. Auch vegetarisch kann man problemlos gesund leben. :)
      Viele Grüße,
      Ramona

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  2. Guten Morgen,

    es ist doch irgendwie traurig, wenn ein Blogger Magenschmerzen und Angst vor einem 'Coming out' hat. Ich bin der Meinung, dass das ganz alleine Deine Entscheidung ist und solange du damit glücklich bist, ist doch alles in Ordnung. ;)
    Ich jedenfalls freue mich weiterhin auf tolle und inspirierende Rezepte. Alle werde ich eh nie nachkochen, sondern mir meine Favoriten raussuchen - so wie die Jahre zuvor auch. :)
    Ich wünsche Dir ein gutes Jahr 2015.
    LG, Ina

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    1. Guten Morgen Ina,
      ja ist es durchaus, da hast du Recht. Allerdings kennt man einfach zu viele "Shitstorm"-Internetgeschichten, dass man sich einfach auch darum einen Kopf macht. ;)
      Ich danke dir, für deine lieben Worte!
      Viele Grüße,
      Ramona

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  3. Liebe Ramona,

    schön, dass du so offen schreibst, wie es ist :) Von mir bekommst du schon allein dafür beide Daumen hoch! (Wobei ich sehr hoffe, dass der Shitstorm ausbleibt...)

    Vielleicht fällt es mir auch besonders leicht das zu schreiben, weil sich deine Einstellung sehr mit meiner deckt. Ich mag Fleisch, es schmeckt mir. Natürlich kann man auch ohne leben, man kann auch ohne Internet, Auto oder fließend Wasser leben. Die Frage ist, ob die ganz persönlichen Gründe für einen vollkommenen Verzicht ausreichen. Wenn einem Fleisch nicht schmeckt oder man es eklig findet ist der Fall eh klar, dann ist es ja kein Verzicht. Aber falls es einem schmeckt und man moralische oder gesundheitliche Bedenken hat, dann muss man eine Balance finden zwischen Vernunft und Genuss. Die sich mit der Zeit ja auch durchaus anpassen kann. Auch wenn ich fast ausschließlich vegetarisch und sehr oft vegan esse, alle paar Monate Fisch und noch seltener Fleisch aus wirklich (!) guter Haltung mag ich einfach gern essen. Es ist etwas besonderes, weil ein Tier dafür sein Leben lassen musste, es ist ein seltener und wertvoller Genuss. Und in dieser Form finde ich Fleischverzehr für mich (!) in Ordnung.

    In diesem Sinne: Ich freu mich auf weiterhin viele tolle Rezepte von dir! :) Falls hier noch negative Kommentare kommen sollten, nimm sie dir bitte nicht zu sehr zu Herzen. Niemand ist perfekt und auch die eigene Lebensqualität ist ein sehr wichtiger Faktor. Den zu vernachlässigen kann böse enden, ich spreche da leider aus Erfahrung...

    Liebe Grüße,
    Carla

    P.S.: Welche Höfe hast du denn ausfindig gemacht? Ich hab im Augsburger Raum seit einem Jahr kein Fleisch gekauft, aber wollte mich jetzt mal schlau machen. Mein Liebster hat letzthin nämlich ganz von selbst angeregt, dass wir seinen gelegentlichen Schinken ja eigentlich direkt von einem Bauern holen könnten... :)

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    1. Liebe Carla,
      vielen Dank für deine Worte, ich würde sie direkt so unterschreiben.
      Es ist tatsächlich so - man muss für sich mit seiner Entscheidung und Einstellung leben können. Manchmal ist "Mir doch egal, was die anderen denken" nur gar nicht so leicht umzusetzen, hihi. ;)
      Alles Liebe und Danke!
      Ramona

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  4. Ach Liebes, ich find es toll, dass du so ehrlich bist und mich wirst du nicht verlieren auch wenn ich es etwas schade finde. Trotzdem, es ist DEIN Leben, dein Körper, deine Party und wer weiß, vielleicht ändert sich deine Meinung auch wieder. Kann ja auch sein, gell? :-)

    Ich drück dich!

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    1. Und wie das sein kann. :-)
      Auch dir danke, liebe Franzi! <3

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  5. Alles richtig gemacht würde ich sagen! Hier in diesem Blog geht es schließlich im großen und ganzen um dich und hier solltest du das tun, was dich glücklich macht.

    Ich glaube kaum, dass du jetzt einen Großteil deiner Leser verlierst. Und für jeden militanten Vegetarierer, der dir den Rücken kehrt, kommt mindestens ein neuer Leser der ein evtl zukünftiges Fleischrezept interessant findet hinzu.

    Beste Grüße
    Jens

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    1. Schön von dir hier zu lesen, Jens - vielen Dank!
      Liebe Grüße,
      Ramona

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  6. Liebe Ramona,
    du hast meinen vollsten Respekt, dass du so offen zu deinen Lesern bist und hoffe, dass dir ein "Shitstorm" erspart bleibt, denn das wäre hier sicherlich nicht angebracht. Ich selbst bin zwar keine Vegetarierin, trotzdem steht nicht jede Woche ein Fleischgericht auf unserem Speiseplan. Selbst da fragen Leute schon oft, wie man es ohne überhaupt schaffen kann. Echt verrückt!

    Ich schaue immer wieder gerne hier bei dir vorbei, denn die Sachen die du zauberst sehen einfach nur lecke aus - und die erprobten Gerichte schmecken auch richtig gut! Klar kann dein "Coming Out" nun zur Folge haben, dass du den ein oder anderen Leser verlierst, aber wenn die Leute deine Ehrlichkeit nicht respektieren ist es etwas fraglich, ob sie es denn wert sind. Schließlich darf jeder selbst entscheiden wie und wovon er sich ernährt und da du beim Einkauf auf die Herkunft des Fleisches penibel achtest, ist doch alles mehr als in Ordnung!

    Ganz liebe Grüße
    Elena

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    1. Liebe Elena,
      ja, die Reaktionen von anderen Personen sind manchmal etwas fragwürdig, aber auch lustig. "Ach, Vegetarier. Ich esse ja auch nur ganz wenig Fleisch." ;-)
      Danke, Worte wie deine bestärken mich und machen mir Mut, dass "Schlimmeres" vielleicht doch erspart bleibt.
      Beste Grüße und vielleicht ja mal wieder bis bald,
      Ramona

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  7. Hm...Also ich bin nun seit 10 Jahren Veggie und habe vorher seeeehr seeeehr viel Fleisch gegessen. Mittlerweile geht's mir wie dir vorher - ich ekel mich vor Fleisch. Ich esse nichtmal etwas aus der gleichen Pfanne in der Fleisch gebraten wurde. Manche würden mich als militant beschreiben, allerdings denke ich, dass jeder das machen soll, mit dem er sich wohlfühlt. Das du wieder Fleisch isst finde ich zwar schade - vom ethischen Standpunkt aus gesehen - allerdings kenn ich das Gefühl, etwas aufzugeben, was einem lange auch irgendwie identitätsstiftend war. Es ging mir wie dir ähnlich im Hinblick auf Kleidung. Ich bin jahrelang ausschließlich schwarz herumgelaufen und als ich älter wurde, kamen mir die gleichen Gedanken wie dir - bezüglich bunter Klamotten. Ich weiß, komischer Vergleich - aber ich habe derart mit mir gehadert. Mittlerweile fühle ich mich auch in bunten Klamotten wohl, man muss mir nicht ansehen, dass ich eine schwarze Seele bin, man kann es auch einfach im Gespräch herausfinden. Weißte was ich meine?

    Jeder wird erwachsen, wir essen Dinge, die wir früher nicht mochten und auch Ansichten ändern sich. Vielleicht werde ich nicht mehr so oft hier verweilen - aber dann einfach, weil mich Rezepte mit Fleisch nicht interessieren. Nicht, weil ich dich dissen will. ;-)

    Liebe Grüße
    Christina

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    1. Hey Christina.
      Na klar, der Vergleich ist zwar kategorisch gesehen, ganz was anderes, aber vom Gefühl her, ist's das Gleiche, von daher kann ich dich gut verstehen.
      Und keine Sorge - wie gesagt, es wird überwiegend alles vegetarisch bleiben. :)
      Viele Grüße und danke für deinen Kommentar,
      Ramona

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  8. Liebe Ramona,

    ich kann deine Bedenken, deine Entscheidung hier mit uns zu teilen, sehr gut verstehen. Ich überlege auch oft 2 oder 3 Mal "will ich das jetzt wirklich schreiben?!". Zwar lese ich schon länger bei dir mit, aber ehrlich gesagt hätte ich nicht sagen können, wie du dich bisher ernährt hast - ob vegan, vegetarisch, omnivor oder was auch immer. Ich habe in meinem Reader Leute, die mit Fleisch kochen, vegetarische und vegane Blogs. Wenn ich sehen, da ist eins mit Fleisch bei, klicke ich es als "gelesen" an und gut ist. Aber natürlich gibt es auch viele, die ganz anders reagieren. Leben und leben lassen ist da eher mein Motto ;-) Ich selbst esse auch seit über 10 Jahren kein Fleisch mehr und kann mir auch nicht vorstellen, es nochmal zu essen, ich ekel mich auch davor und hatte zum Glück auch in all der Zeit nie das Verlangen danach. Hoffentlich bleibt das so, sonst würde ich mich ähnlicher Gedanken ausgesetzt fühlen, wie du sie beschrieben hast. Also: mach dir keinen Kopf! Danke für deine Ehrlichkeit, wobei es mir auch nicht aufgefallen wäre, wenn du einfach ein Rezept mit Fleisch gepostet hättest (womit ich nicht sagen will, dass du "unwichtig" bist, sondern dass es mir einfach egal ist, ob andere Blogger Fleisch essen oder nicht. Jeder, wie er es sich für richtig hält). :-) Ich hoffe, du verstehst, was ich meine :-)

    Liebe Grüße,
    Hannah

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    1. Hallo Hannah,
      ich freue mich, von dir hier zu lesen!
      Danke für deine ehrlichen Worte - ich nehme das absolut nicht als "unwichtig" an. ;-) Denn genau das, ist das richtige Motto: Leben und leben lassen. Danach versuche ich auch vieles auszurichten. Ändern kann man sich eh nur selbst. :)
      Lieben Grüße,
      Ramona

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  9. Du schreibst es ja fast so als müsste man sich dafür schämen nachdem man sich vegetarischer ernährt hat wieder auf Fleisch umzustellen! Also ich finde du musst dich da für nichts rechtfertigen! Wenn dir Fleisch wieder schmeckt - ist doch super! Dann genieß es!

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    1. Traurigerweise hat man tatsächlich, dass Gefühl, als müsse man sich rechtfertigen oder so. Die Öffentlichkeit des Internets bzw. eigentlich die dort gegebene Anonymität macht vieles nicht unbedingt einfacher. ;)
      Danke dir und viele Grüße!

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  10. Ein wirklich "mutiger" Text, wobei ich mich eigentlich eher frage, warum es immer wieder diesen Diskussionen und diesen "Streit" zwischen Vegetariern und "Fleisch-Essern" geben muss. Warum kann man nicht einfach die Meinung der anderen respektieren. Man selbst will ja auch nicht reingeredet haben, wie man was macht.

    Ich hoffe auf jeden Fall für Dich, dass nicht also viele Vegetarier dir jetzt den Rücken kehren, denn das würde nur von Intoleranz zeugen. Ich habe auf jeden Fall immer viel Spaß an Deinen tollen Rezepten und hoffe, diesen auch weiterhin haben zu dürfen =)

    Liebe Grüße
    Kathleen

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    1. Das wäre SO toll, wenn es diese Diskussionen gar nicht mehr geben würde...
      Danke, Kathleen, das freut mich wirklich sehr! :)
      Viele Grüße,
      Ramona

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  11. Ich finde, "Mein Blog - Meine Party" sagt doch alles. Du bestimmst, was bei dir läuft. Ich fand es vor allen Dingen sehr schön zu lesen, dass der Ekel weg ist. Das stelle ich mir nämlich nicht schön vor. Und der Rest, so what? Es wird immer welche geben, die es ohne Fleisch NICHT lesen und welche, die jetzt nicht mehr gerne lesen, weil sie voll vegetarische Blogs wollen. Wie im echten Leben eben. Ich wünsch dir ein gutes, erfolgreiches und genussvolles 2015. Hab es schön, ich lese immer gerne bei dir und mag deine Rezepte sehr (jetzt sicher auch mit Fleisch).
    Liebe Grüße, Christina <3

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    1. Oh, Christina, vielen Dank für deine tollen Worte.
      Dir auch ein wunderbares neues Jahr! <3

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  12. Hallo liebe Ramona,
    wenn Du für Dich beschlossen hast, wieder Fleisch zu essen, ist das doch total okay!
    Du darst schließlich essen, was Du willst. So lange es Dir schmeckt und Du es bewusst tust.
    Ich würde mich trotzdem über ganz viele vegetarische Rezepte hier freuen. :-)))
    LG Karin

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    1. Na klar, meine liebe Karin, vegetarisch bleibt Hauptbestandteil! :)
      Danke dir und alles Liebe,
      Ramona

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  13. Hallo liebste Ramona,

    ich freue mich, dass du deine Genuss-Palette erweitert hast, denn es gibt gar wunderbare Köstlichkeiten mit Fleisch. <3 Und den moralischen Aspekt verstehe ich voll und ganz. Ich bin da ganz bei dir. Am Ende solltest du dich aber nicht dafür schämen oder befürchten zu müssen, dass du Leser verliert, denn jeder sollte das Essen was ihm körperlich und auch psychisch gut tut. Ich bin kein Vegetarier und dennoch esse ich zu mindestens 90% fleischlos, koche auch mal vegan oder lasse zum Abendessen die Kohlenhydrate weg. Jede Ernährungsform kann ihre Schattenseiten haben. Sowohl für die Gesundheit wie für die Umwelt. Jeden Tag Pommes und Käse-Pizza ist auch vegetarisch ;) und der massive Gebrauch an Pestiziden und das Roden von Wäldern, damit mehr Nutzfläche für die Landwirtschaft entsteht geht auch nicht spurlos an der Tierwelt vorbei.

    Ein bewusster Umgang mit unseren Ressourcen ist das entscheidende und das man sich gut fühlt. Ich hoffe die Rückmeldungen hier bestärken dich und nehmen dir das (unnötige) schlechte Gewissen.

    Ich freue mich ganz ehrlich auf dein ersten Fleischrezept und werde mir dafür extra meinen Fleischtag im Februar (im Januar gibt's eh nur Gemüse und Obst) dafür aufheben, um das Rezept nach zu kochen.

    Liebste Grüße, Stephie

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    1. Liebe Stephie,
      wie schön von dir zu lesen! Hab vielen Dank für deine lieben Worte, du hast sowas von recht! :)
      Ja, das tun die Kommentare auf jeden Fall, ich bin richtig happy. ^_^
      Vielen, vielen Dank dir!
      Ganz liebe Grüße,
      Ramona

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  14. Dein Blog, Deine Party, Dein Leben - richtige Entscheidung! :-)

    Ich halte auch absolut nichts von Verboten und Schubladendenken und bin ein Freund davon, sich das zu gönnen, was man möchte - so lange man damit niemanden anderen übermäßig schadet (Stichworte Massentierhaltung, Lebensmittelindustrie). Ich gehöre zu denen, die machen, was sie wollen, d.h. auch mal ein Stück rohes Rind u.ä., aber mit Verstand und bewusst. Damit lebe ich ganz gut. Bei Dir lese ich sehr gerne Deine vegetarischen und veganen Rezepte und werde in Zukunft auch gerne etwas mit Fleisch oder Fisch lesen. In Maßen, so wie ich und viele das tun und Du glaube ich bald auch. :-)

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    1. Auch du, liebe Barbara, triffst es auf den Punkt. Hab vielen Dank! :-)

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  15. Haltung zeigen - das gefällt mir! Und sich anständig zu ernähren wird leider immer schwieriger. Solange man Mäßigkeit walten läßt plus Respekt vor dem Tier ist man für meine Begriffe bemüht, sich änständig gegenüber allen Lebewesen zu verhalten. Und Offenheit mag ich übrigens auch sehr. Wie leicht kann man als Foodblog ein Doppelleben führen mit 1 Post pro Woche und etwas Veganes zeigen, ohne sich im Alltag wirklich daran zu halten... Daher, liebe Ramona, einfach weitermachen ;)

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    1. Das werde ich, Micha - danke!
      Mäßigkeit und Respekt, das gefällt mir und trifft es sehr genau! :)
      Liebe Grüße,
      Ramona

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  16. Liebe Ramona,

    ich bewundere Leute, die konsequent vegetarisch oder vegan leben oder es werden. Genauso respektiere ich aber die Entscheidung, (wieder) Fleisch zu essen. Ich finde, das ich etwas so Persönliches, für das man sich (wenn überhaupt) nur vor sich selbst rechtfertigen muss.

    Wer bin ich, darüber zu urteilen? Oder dich dafür zu verurteilen? Weder die eine, noch die andere Ernährungsweise machen Dich zu einem besseren oder schlechteren Menschen - oder zu einer uninteressanteren Bloggerin.

    Ich schaue weiterhin gerne rein und verfolge deinen Weg. Wem der nicht passt, der soll halt woanders lesen :)

    Liebe Grüße
    Ann-Katrin

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    1. Hi Ann-Katrin,
      ja, das mit dem Rechtfertigen ist echt so eine Sache. Leider sieht es halt nicht jeder so wie du und die ganzen anderen, tollen Kommentatoren hier. Wir wissen doch alle, was die Anonymität des Internets aus manchen Menschen machen kann. ;)
      Umso schöner finde ich es, nun zu wissen, dass ich so wundervolle und respektvolle Leser habe! :)
      Viele Grüße,
      Ramona

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  17. Schön das du deine Ruhe gefunden hast. Es darf nicht zum Zwang werden, ein gewissen Leben zu leben. Ich selber kann mir nicht vorstellen irgendwann wieder Fleisch zu essen, aber schlussendlich weis keiner was sich alles in den nächsten Jahren ändern wird. Als Veganerin werde ich sehr wahrscheinlich keine Fleischrezepte von dir anklicken, aber es werden sicher auch noch viele andere Rezepte kommen;) Mein Abo kündigen werde ich sicher nicht!
    Ich finde es gut, wenn man zu dem steht was man tut. Und das machst du, also lass dich von keinen runter ziehen! Irgendeiner hat immer was zu motzen, egal ob du Fleisch isst, Vegetarier bist, Veganer oder Flexitarier...=)
    Herzliche Grüsse,
    Krisi

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    1. Ganz ehrlich, liebe Krisi, das hätte ich vor einiger Zeit auch noch gesagt - Fleisch, nie wieder. Was natürlich nicht heißen soll, dass es bei dir auch mal so weit kommt! Aber daher war ich selbst auch so überrascht von dieser Wendung und habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Nun habe ich aber, wie du es so schön ausdrückst, meine Ruhe damit gefunden. :)
      Danke dir und alles Liebe,
      Ramona

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  18. Ein schöner aufrichtiger Beitrag! Ich kann deine Bedenken voll und ganz verstehen. Gerade wenn man eine vegetarische Meinung vertritt, muss man sich oft für seine Ernährungsweise rechtfertigen. Mich ärgert das manchmal sehr, wenn ich mir von richtigen Fleischfressern (kein Tag ohne Fleisch) anhören muss, warum ich denn die Schweinebratensauce zu meinen Knödeln esse, weil die auch bestimmt nicht vegetarisch ist. Man hat eben einen Stempel auf der Stirn und plötzlich meinen andere Leute kontrollieren zu müssen, was man darf und was nicht. Von wegen! Diese Schubladen sind schrecklich! Veganer, Vegetarier, Pescetarier, Flexitarier und was es alles geben soll. Jeder muss für sich selbst den richtigen Weg finden und der ist meistens eben sehr individuell.
    Auch bei mir findet man selten noch ein Fleisch- oder Fischgericht. Mein Freund mag das und so gibt es manchmal eine Extrawurst für ihn ;) Bestimmt gibt es einige, die das nicht verstehen können, aber so mach ich das hald. Meine Einstellung will ich niemandem aufzwingen, erst recht nicht meinem lieben Gefährten.
    Liebe Grüße, Sabine =)

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    1. Stempel auf der Stirn und Schubladen, du sagst es - die furchtbarsten Dinge, egal worum es geht. Aber so ist das heutzutage nun mal, man kategorisiert irgendwie alles und oft leider nur in schwarz/weiß bzw. gut/schlecht. Umso schöner, dass es Leute wie dich, die sich da nicht einzwängen lassen. :)
      Viele Grüße,
      Ramona

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  19. Liebe Ramona,
    ganz ehrlich, ich kann Deine Bauchschmerzen verstehen, weil man leider in unserer heutigen Gesellschaft gerne bevormundet wird, wie man sich zu ernähren hat oder nicht. Und da ist vegetarisch oder doch mit Fleisch auch nicht das einzige Beispiel. Tütenessen oder nicht.. Bio oder nicht, etc. etc.. Ich finde es sehr gut, dass Du zu Dir selbst stehst und das tust, womit Du persönlich einen Frieden machen kannst. Das ist das einzig richtige. Fühl Dich gedrückt und hab keine Angst vor Verlusten. Ich mochte Deinen Blog sowieso schon jetzt mag ich ihn nur noch mehr, weil ich weiß, dass er ehrlich geschrieben ist!

    Liebe Grüße,
    Sibel

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    1. Ganz genau, liebe Sibel, Essen ist heutzutage leider ein heikles Thema manchmal. Sehr schade und unschön.
      Ich freue mich, dass du weiterhin hier an Bord bist. <3
      Danke und liebe Grüße,
      Ramona

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  20. Hallo Ramona,
    ich selbst ernähre mich überwiegend vegetarisch, was auch der Tatsache geschuldet ist, dass ich alleine lebe und es einfach nicht mag, Fleisch einzukaufen und zu "verarbeiten". Tofu benutze ich dann für den Smoothie, fürs Mittagessen und fürs Abendessen gleichermaßen. Das ist praktischer und schlussendlich sogar preisgünstiger für mich.
    Aber wenn ich beispielsweise eingeladen bin bei meiner Familie oder auch mal Essen gehe, esse ich auch Fleisch. Ich finde daher deine Entscheidung überhaupt nicht schlimm und finde es sogar ziemlich vorbildlich und sehr gut, dass du uns das erstens ehrlich mitteilst und zweitens so viel Wert auf die Herkunft des Fleisches legst.
    Ich bin wie gesagt kein militanter Vegetarier und deshalb seh ich's vielleicht auch einfach "nicht so eng", aber ich finde, dass man dir hier in keinster Weise irgendeinen Vorwurf machen kann oder sollte :)

    Liebst,
    Kathi

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    1. Danke Kathi, das ist toll zu lesen. Ich freue mich gerade richtig, über die vielen, tollen Kommentare hier. Danke, dass du dich da miteinreihst. :)
      Beste Grüße,
      Ramona

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  21. Danke für deinen ehrlichen Text! Schade, dass du dich so unter Druck gesetzt gefühlt hast, kann ich aber gut verstehen. Aber so eine Entscheidung sollte man für sich selbst treffen und nicht um die Erwartungen anderer zu erfüllen.
    Ich finde es toll, dass du darauf achtest, wo das Fleisch herkommt. Selbst esse ich kein Fleisch, auch aus dem Grund, dass ich mich davor ekle. Allerdings esse ich Fisch und achte dabei auch auf die Herkunft. Milchprodukte und Eier kaufe ich nur bio.
    Was mich sehr interessieren würde ist, wie du damit umgehst, wenn du bei jemandem zu Besuch bist und es Fleisch gibt, dass du eigentlich nicht essen möchtest. Die Vegetarier-Begründung zählt ja jetzt nicht mehr und dann wird es schwierig ohne die Gastgeber zu beleidigen (nach dem Motto ihr Essen ist dir nicht gut genug). Wie du das handhabst würde mich sehr interessieren, denn früher habe ich ab und zu Geflügel gegessen, aber nur selten und nur hochwertiges aus artgerechter Haltung. Inzwischen esse ich das gar nicht mehr, da mir der Druck zu groß geworden ist, oft etwas essen zu "müssen", vor dem ich mich ekle, weil die Qualität für mich nicht stimmt oder weil es mir einfach zu viel und zu oft ist. Wurdest du mit solchen Situationen schon konfrontiert?
    Ganz lieben Gruß und nochmal Daumen hoch für deinen ehrlichen Text
    lizzy

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    1. Hallo Lizzy,
      bisher war ich noch nicht in der von dir beschriebenen Situation. Mein komplettes persönliches Umfeld weiß und respektiert, dass ich Vegetarierin bin/war. Wenn ich das nun nach und nach allen erkläre, was sich getan hat, werde ich das aber auch direkt so erwähnen, dass ich sehr (!) penibel sein werde, was das Fleisch betrifft, welches ich esse. Und das werde ich so genau und direkt ausführen, dass es hoffentlich auch jeder versteht - ansonsten denke ich, werde ich es aber auch im Vorfeld vor Einladungen nochmal nebenbei erwähnen und mich auf sehr gerne vegetarisch bekochen lassen. :)
      Danke für deine Worte und viele Grüße,
      Ramona

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  22. Liebe Ramona, ach ich weiß gar nicht was ich sagen soll.

    <3

    Du hast Dir bestimmt irre Gedanken gemacht, bevor Du auf den "Veröffentichen"-Knopf gedrückt hast. Ich finds ganz ganz toll wie offen Du diese Veränderung hier beschreibst obwohl Du das nicht musst, Du bist hier niemandem Rechenschaft schuldig. Du hast Dich entschieden wieder Fleisch zu essen? So what! Es schmeckt Dir? Warum solltest Du darauf verzichten! Du weißt, wo Du gutes Fleisch bekommst? Teile Deine Quellen mit der Welt!

    Das Leben verändert sich. Was vor 10 Jahren richtig war, kann heute falsch sein. Was früher zu einem gepasst hat, kann heute in den hintersten Schubladen verstauben. So wird das jedem von uns gehen oder gegangen sein.

    Ich drück Dich!
    Julia

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    Antworten
    1. Ach Julia, ich freue mich SO, auch von dir hier zu lesen. Hab vielen, vielen Dank für deine lieben Worte. Es ist, wie du sagst, es verändert sich alles. Immer wieder. Manchmal gut und manchmal halt auch nicht. Im Moment geht's mir allerdings sehr gut, mit allem. :)
      Alles Liebe ♥
      Ramona

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  23. Liebe Ramona,
    ich finde es einerseits auch total mutig, was du schreibst und andererseits aber echt traurig, dass du dich rechtfertigen musst. Aber ich verstehe es total! Und ich finde es gut.
    Du bist niemandem Rechenschaft schuldig und es ist auch kein Zeichen von Schwäche, dass du wieder Fleisch isst. Den Leben, dein Geschmack, dein Blog - deine Party.
    Ich freu mich weiter auf viele tolle Rezepte von dir - egal ob vegetarisch oder mit Fleisch :-)

    Viele liebe Grüße,
    Maja

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    1. Liebe Maja,
      es ist toll zu wissen, dass das, was ich geschrieben habe, wirklich so ankommt und aufgenommen wird, wie ich es gedacht habe. Danke für deine lieben Worte und schön, dass du hier weiterhin mitliest. :)
      Ganz liebe Grüße,
      Ramona

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  24. Hey! Ich finde deinen Schritt überhaupt nicht schlimm, es ist sogar ein guter Schritt. Ehrlich gesagt finde ich nicht, dass es falsch ist, Fleisch zu essen. Wir Menschen müssen uns ernähren und Fleisch ist eben ein Bestandteil unserer Nahrung. So ist die Nahrungskette und so war sie schon immer. Tiere ernähren sich auch von anderen Tieren, warum sollten wir es dann nicht? Aber genauso wie du es beschrieben bist, bin ich der Meinung, dass Tiere nicht gequält werden dürfen und dass es ein riesiger Unterschied ist, ob man Fleisch aus der Massentierhaltung kauft oder vom Bio-Bauern. Da ich persönlich sogar gegen viele Sorten von Fleisch allergisch bin, esse ich selten Fleisch und wenn dann nur vom Metzger und keinesfalls vom Discounter.

    PS: Vor manchen Wurstsorten ekel ich mich auch einfach.

    Liebe Grüße!

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    Antworten
    1. Auch dir vielen Dank, Sanja, für deine tolle Rückmeldung. Es ist toll zu lesen, dass so viele von euch auch auf die Herkunft ihres Essens wert legen. :)
      Schöne Grüße,
      Ramona

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  25. I FIND des volleee guat,,,,, genau,,,, soo wias is soooo
    solls das schreiben,,,,
    und wenn du jetzt ah FLEISCH essen tuast,,,,
    super,,,,,
    dann machst sicher ah lecker REZEPTAL...
    jeder soll und kann macha wia er WILL......
    mei i mog di trotzdem volleeee gern...ggggg
    hob no an feinen ABEND
    bis bald de BIRGIT

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    1. Auch dir lieben Dank, Birgit! Über deine Worte freue ich mich auch sehr. :)
      Schönen Abend dir noch,
      Ramona

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  26. Liebste Ramona,

    ich kenne das Herzrasen, das einen überfällt, kurz bevor man bei solch persönlichen Beiträgen auf den "veröffentlichen"-Knopf drückt. :) Und finde es schön, dass Du so mutig bist, Deine Gedanken mit uns zu teilen.

    Deinen früheren Ekel vor Fleisch kann ich gut verstehen, ebenso auch Deine jetzige Entscheidung für gutes Fleisch. Wir sollten alle viel häufiger darauf hören, was uns unserer Bauch sagt. Der ist bei jedem anders, doch bei jedem sagt er "ja" zu dem, was uns selbst gut tut. Wenn es Dir schmeckt, ist das gut so - wie die liebe Julia es schon sagt. Und Du unterstützt damit auch eine wunderbare Sache: Kleine Betriebe, die das was sie machen gut machen wollen. Ohne Tierquälerei.

    Lieben Dank für Deine Ehrlichkeit. Und mach weiter so: Steh zu dem, was Dir gefällt und lass uns weiterhin daran Teil haben! :)
    Ich drück Dich ganz feste <3
    Ylva

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    1. Meine liebe Ylva,
      auch hier danke ich dir nochmal für deine lieben Worte und freue mich sehr, von dir zu lesen. <3
      Alles Liebe,
      Ramona

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  27. Ich finde toll, wenn jemand konsequent auf Fleisch verzichtet. (Ich esse gerne Fleisch, aber nicht so viel und am liebsten bio.) Die größte Hochachtung habe ich aber vor Menschen, die sich trauen aus Schubladen zu hüpfen. Getroffene Entscheidungen anzuzweifeln und bei Bedarf zu ändern, das ist es was unser Leben lebenswert macht.
    Liebe Grüße
    Sabine

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    1. Hab vielen Dank für diese lieben Worte, Sabine!
      Einen schönen Sonntag noch und beste Grüße,
      Ramona

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  28. Hallo Ramona,
    ich kann deine Entscheidung gut nachvollziehen und finde es toll, wie klar und ehrlich du es in deinem Beitrag thematisiert hast. Ich habe vor 15 Jahren aufgehört Fleisch zu essen. Das war damals ein eher schleichender Prozess und ich habe in diesen 15 Jahren auch immer mal wieder (winzige Mengen) Fleisch probiert, aber dabei gemerkt, dass es mir wirklich nicht fehlt und auch nicht mehr wirklich schmeckt. Und angesichts der Probleme, der der übermäßige Fleischkonsum in der Welt schafft, sehe ich auch keinen Grund es mir künstlich wieder anzugewöhnen. Wenn ich wieder richtig Lust darauf bekommen würde, würde ich auch nicht ausschließen, dass ich ab und zu mal ein wirklich gutes Biofleisch essen würde (wobei der Ekelaspekt bei mir auch recht hoch ausgeprägt ist). Die Massentierhaltung und das damit verbundene Leid (mal abgesehen vom Klimaaspekt) finde ich persönlich noch deutlich schlimmer als den Akt des Tötens nach einem relativ artgerechten Leben. Und als Vegetarier ist man ja durchaus auch etwas inkonsequent, indem man die Tötung der männlichen Küken oder Kälbchen in Kauf nimmt. Trotzdem bin ich persönlich nicht bereit auf Milch und vor allem Käse zu verzichten (und ich esse ja inkonsequenterweise sogar Fisch). Und vegane Ersatzprodukte sind ja auch nicht immer alle regional und nachhaltig. Wirklich klima-, umwelt- und tiergerechtes Essen ist finde ich sehr schwierig. Aber ich denke, wenn nur alle etwas überlegter und nachhaltiger konsumieren und etwas weniger Fleisch essen würden, wären viele Probleme geringer. Und das machst du mir deiner Entscheidung nur artgerechtes Biofleisch zu konsumieren ja immer noch.
    Liebe Grüße
    Melanie

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  29. Hallo Ramona,
    ich kann deine Entscheidung gut nachvollziehen und finde es toll, wie klar und ehrlich du es in deinem Beitrag thematisiert hast. Ich habe vor 15 Jahren aufgehört Fleisch zu essen. Das war damals ein eher schleichender Prozess und ich habe in diesen 15 Jahren auch immer mal wieder (winzige Mengen) Fleisch probiert, aber dabei gemerkt, dass es mir wirklich nicht fehlt und auch nicht mehr wirklich schmeckt. Und angesichts der Probleme, der der übermäßige Fleischkonsum in der Welt schafft, sehe ich auch keinen Grund es mir künstlich wieder anzugewöhnen. Wenn ich wieder richtig Lust darauf bekommen würde, würde ich auch nicht ausschließen, dass ich ab und zu mal ein wirklich gutes Biofleisch essen würde (wobei der Ekelaspekt bei mir auch recht hoch ausgeprägt ist). Die Massentierhaltung und das damit verbundene Leid (mal abgesehen vom Klimaaspekt) finde ich persönlich noch deutlich schlimmer als den Akt des Tötens nach einem relativ artgerechten Leben. Und als Vegetarier ist man ja durchaus auch etwas inkonsequent, indem man die Tötung der männlichen Küken oder Kälbchen in Kauf nimmt. Trotzdem bin ich persönlich nicht bereit auf Milch und vor allem Käse zu verzichten (und ich esse ja inkonsequenterweise sogar Fisch). Und vegane Ersatzprodukte sind ja auch nicht immer alle regional und nachhaltig. Wirklich klima-, umwelt- und tiergerechtes Essen ist finde ich sehr schwierig. Aber ich denke, wenn nur alle etwas überlegter und nachhaltiger konsumieren und etwas weniger Fleisch essen würden, wären viele Probleme geringer. Und das machst du mir deiner Entscheidung nur artgerechtes Biofleisch zu konsumieren ja immer noch.
    Liebe Grüße
    Melanie

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    1. Herzlichen Dank, Melanie, für deinen ausführlichen Kommentar. Hier so viel Positives von euch zu lesen, bedeutet mir wirklich viel. Hab einen schönen Tag und viele liebe Grüße,
      Ramona

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  30. Eigentlich ist es mir egal, ob du jetzt Fleisch isst oder nicht. Ist doch ganz allein deine Sache. :D Ich esse selbst seit 12 Jahren kein Fleisch, dafür aber Fisch und Gummibärchen mit Gelantine. Und finde es blöd, dass ich mich dafür rechtfertigen muss. Und dass ich mich wohl auch irgendwann rechtfertigen muss, falls mal Neugier über bestehenden Ekel siegen sollte.
    Ganz toll finde ich, dass du dich informiert hast, wo was herkommt und was du vertreten kannst!
    Wenn du in Zukunft Rezepte mit Fleisch zeigst, find ich das super - da freut sich dann auch mein Held drüber. ;)

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    1. Danke, Aki. Toll von dir hier zu lesen! Und schön, wenn dein Held dann sogar was davon hat! :)
      Alles Liebe,
      Ramona

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  31. Hallo Ramona,

    es haben ja schon etliche auf deinen super offenen Post geantwortet, soweit ich es lesen konnte, (mannomann so viele Antworten!) war das Verständnis überwiegend.
    Ich kann mich dem nur anschließen, auch ich lebe größtenteils vegetarisch, aber nunmal nicht vollends. Ab und zu, und sei's nur 2mal im Jahr, landet Fisch oder ein Stück Fleisch auf meinem Teller. Ich habe mich deswegen nie als Vegetarierin bezeichnet, denn ich denke, es ist ganz ganz wichtig nicht in diese Schubladen gesteckt zu werden. Und das wirst du sicher nicht, auch nicht, wenn du den Begriff dafür parat hast. :D
    Jeder so, wie er mag, und so, wie du es machst, ist es meiner Ansicht nach mit am Richtigsten: wenn, dann nachhaltig, mit Achtung und Respekt vor dem Tier selbst.
    Mach' weiter so und alles Gute!
    Lena

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    1. Ja, wahnsinn, oder? So viele tolle Kommentare. Und auch deiner gehört dazu, daher auch dir ein ganz großes Danke! :)
      Liebe Grüße,
      Ramona

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  32. jeder soll machen was ihm gefällt. ich will dich dafür nicht verurteilen, ich hoffe nur, dein blog bleibt vegetarisch..

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    1. Überwiegend bleibt es hier vegetarisch, ja. So wird sich meine gesamte Ernährung in Zukunft gestalten. :)
      Schöne Grüße,
      Ramona

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  33. Ich ernähre mich ja seit über einem Vierteljahrhundert ausschließlich nach dem Kriterium "ist lecker" und vermisse bisher nichts. Ich finde es ein wenig befremdlich, dass es offenbar eine Mutprobe ist, dazu "zu stehen", dass man Fleisch isst, als wäre es ein Coming-Out gesellschaftsunfreundlichster Art; aber was weiß ich schon?

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    1. Liebe/r tux, das ist doch toll, wenn du dir bisher noch nie groß Gedanken über deine Ernährung machen musstet und damit auch zufrieden bist. So soll es doch eigentlich sein. Manchmal ist es halt aber auch anders. ;)
      LG, Ramona

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  34. Liebe Ramona,
    ich mach jetzt mal eine neue Schublade auf: ich bin toleranter Flexitarier.
    Jeder soll doch für sich selbst entscheiden dürfen, was er/sie isst und welche Maßstäbe gelten.
    Ich finde es gut, dass du dir über die Herkunft des Fleischs Gedanken machst...
    ...und vielleicht bekommen wir ja in Zukunft auch ein paar tolle Rezepte mit Fleisch? :-D
    Viele Grüße
    Johanna

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  35. Du bist ganz und gar nicht alleine mit dieser Entscheidung. Das ist ein Artikel über Vegetarier und Veganer, die wieder zu Mischkost zurückkehren- das sind sehr sehr viele.
    http://www.psychologytoday.com/blog/animals-and-us/201412/84-vegetarians-and-vegans-return-meat-why

    Laut Artikel kehren 29% aus gesundheitlichen Gründen wieder zu Mischkost zurück- ich finde, dass das viele sind. Wenn man mal nach den Erfahrungen von Ex-Vegetariern sucht, findet man einiges, gerade im englischsprachigen Raum. Der Mensch ist von Natur aus ein Allesfresser. Ich finde es fragwürdig, einem Lebewesen Schuldgefühle in bezug auf seine natürliche Ernährung einzureden.

    Ich habe mich selbst viele Jahre lang vegetarisch ernährt, und musste irgendwann feststellen, dass es mir mit Mischkost einfach besser geht (inzwischen weiß ich, dass ich nicht die Einzige bin). Ich weiß, wie schwer der Weg zurück zur Mischkost sein kann. Ich hatte irgendwann verlernt, auf meinen Körper zu hören (der mir durchaus signalisierte, dass er Fleisch und Fisch wollte), und denke inzwischen, dass das nicht gut ist. Der Körper weiß oft am besten, was gut für ihn ist, gerade wenn es um natürliche Lebensmittel geht. Irgendwann habe ich es geschafft, die durch den Vegetarismus aufgebauten Schuldgefühle beiseite zu schieben, und ich fühlte mich befeit. Wenn ich nun z.B. das Gefühl habe, ich muss Lachs essen, dann tue ich es. Der Körper hat oft einen Instinkt für das, was er braucht, und die Wissenschaft weiß noch längst nicht alles. Bestimmte Fische sind z.B. gute Quellen für Vitamin D oder Omega 3.

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  36. Liebe Ramona, ich finde es auch sehr schade, dass es offenbar immer wieder Anfeindungen aufgrund einer so persönlichen Entscheidung wie Ernährung gibt. Aber glaub mir, auch bei uns "Fleischfressern" (Paleo) muss man im Zweifel gerade stehen, wenn man häufiger mal vegan isst, anstatt sich dem Wahnsinn hin zu geben: aus ethischen Gründen, die sehr nachvollziehbar sind. Gesundheitliche Bedenken haben wir ja eher bei totalem Fleischverzicht ;)

    Letztlich gibt es aber Phasen im Leben, die so oder so sind. Der Körper weiß da einfach mehr und es ist schön, dass du ihn hörst. Außerdem wäre es so furchtbar, wenn immer alles gleich bliebe....

    Liebe Grüße,

    Nadja

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  37. Toll, wie offen und ehrlich Du das beschreibst, finde ich sehr interessant! Und freu mich auf die etwas anderen Posts ;) Ich kann übrigens die Putenfarm in Gablingen empfehlen, die haben wirklich gutes Fleisch und man darf auf Anfrage auch alles besichtigen :).

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  38. Hallo liebe Ramona,

    Ich bin durch Zufall und über Umwege auf deinen Bericht hier gestoßen und kann mich vielen Rückmeldungen von Lesern nur anschließen. Schön, dass du so offen über deinen Wandel berichtest und es mit deinen Lesern teilst. Schade, dass du ein wenig "Angst" vor den Reaktionen hast (absolut verständlich bei all den "Shitstorms", die es in Zeiten des Internets so gibt...) oder das Gefühl hast, dich rechtfertigen zu müssen. An manchen Themen scheiden sich halt die Geister... Ich finde es sehr interessant, wie es bei dir zu diesem Wandel in der Ernährung kam und wie du damit umgehst. Ich finde es klasse, dass du dir auch so viele Gedanken über die Bezugsquellen von Fleisch und tierischen Produkten generell machst.
    Und weißt du was? Ich esse sehr gerne Fleisch und könnte mir nicht vorstellen, mich rein vegetarisch oder vegan zu ernähren, ABER.... seit ich deinen Blog lese mache ich mir viel mehr Gedanken über vegetarische und/oder vegane Gerichte und bin auf den Geschmack gekommen. Es muss nicht immer Fleisch drin sein. Für mich ist dein Blog eine Inspirationsquelle für vegetarische Gerichte. und wenn es zukünftig auch mal ein Rezept gibt, das Fleisch und Fisch enthält, werde ich es genauso interessiert lesen, wie alle anderen und mich freuen, dass du ein leckeres Rezept für dich und deinen Mann gekocht hast und dieses auch noch mit uns teilst.

    Liebe Grüße
    Nika von LittleTiger

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  39. Hallo liebe Ramona,

    ich bin auch durch Zufall auf deine Seite gestoßen und ich finde du hast ober mega hammer geile Rezepte! (habe schon vieles ausprobiert von dir)
    Nun, ich lebe seit Ende letzten Jahres ohne Fleisch und ich muss sagen ich stehe dazu! Auch vermisse ich es nicht mal und habe sogar das Gefühl, mir geht's es besser damit! Mein Partner ist zwar Fleisch, aber so gut wie gar nicht mehr und zieht mit mir mit, was ich klasse finde!

    Tja leider als ich es gesagt habe bei meiner Familie, das ich nun kein Fleisch mehr konsumiere kamen natürlich Sprüche und schiefe Blicke, mir wurscht sollen se denken was wollen, ich mache das so und bleibe meine Schiene treu!

    Liebe Grüße Anke

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