Montag, 29. September 2014

Kürbis-Curry mit Zucchini und Spitzkohl

Twitter und Instagram find ich klasse. Man erfährt teilweise richtig viel über die Menschen und trifft sehr schnell und einfach Gleichgesinnte. Außerdem kann man auch wirklich hilfreiche Tipps bekommen, gemeinsam Spaß haben und Vorlieben und/oder Abneigungen teilen. So habe ich kürzlich eine "Diskussion" mitbekommen, in der es um die Verteuflung von zu weich gekochtem Gemüse ging. An alle, die daran beteiligt waren: Am besten jetzt wegklicken. ;-) Seinen Biss verliert der Kürbis hier nämlich komplett, sorgt mit seiner butterweichen und zarten Textur aber für eine unglaubliche Cremigkeit des gesamten Gerichtes. Der Spitzkohl war eigentlich gar nicht geplant, da ich ihn vom Vortag noch übrig hatte, kam er kurzerhand mit in den Wok. Zum Glück, er erwies sich nämlich als äußerst passend und darf auch beim nächsten Mal wieder in der cremigen Kokossoße baden. 

Freitag, 26. September 2014

Internationaler Frühstücksfreitag
#12 Türkei - Menemen

Merhaba! Mit der Türkei verbinde ich folgende Erinnerungen: Pool, Cocktails, deutsche Dogge und Schokokuchen. Genauer erläutert: Ich war als Kleinkind mit meinen Eltern dort, das Hotel hatte eine rießige Poolanalage und natürliche eine Poolbar, an der ich mir viele, sehr viele, alkoholfreie Cocktails mit extra bunten Schirmchen mixen ließ. Außerdem gehörte irgendwem, der dort arbeitete, eine deutsche Dogge (es gibt Fotos, von ihr und mir, wobei sie mich mindestens einen Kopf überragt), die ich absolut toll fand. Außerdem feierte ich dort meinen 4. Geburtstag und bekam von der Hotelküche einen Schokokuchen gebacken. In meiner Erinnerung ist es eher eine schokoüberladene Schoko-Schoko-Schokotorte, aber das kann auch täuschen. ;-) An mehr kann ich mich allerdings nicht erinnern, was wir frühstückten oder generell dort aßen - keine Ahnung. Da machen sich die 20 dazwischenliegenden Jahre halt doch bemerkbar und dazu kommt, dass ich damals noch kein großes Augenmerk auf mein Essen legte (natürlich nicht, ich war 4!). Daher kann ich leider auch nicht genau sagen, ob in der Türkei Menemen wirklich morgens gegessen wird. Ich finde ja, Eierspeisen gehen immer!

Menenem, türkische Eierspeise
(wundert euch nicht über den komischen Untergrund - das Foto ist im Urlaub, mit begrenzten Mitteln, entstanden. ;-))

Mittwoch, 24. September 2014

Pappa al pomodoro

Auf nahezu jeder Speisekarte, die ich im Florenz-Urlaub angeschaut habe (und das waren einige), fand sich diese Suppe. Und bei jedem Restaurantbesuch reizte sie mich und wurde dann aufgrund anderer Gerichte doch verschmäht. Es war also klar, dass sie zumindest dann zu Hause möglichst schnell ausprobiert werden wollte. Und auch wenn ich nicht weiß, ob sie in Italien auch so geschmeckt hätte, hier daheim fand ich sie toll! Diese Suppe oder fast schon Eintopf ist mal wieder der Beweis, dass einfache Küche -noch dazu mit wirklich wenigen Zutaten- absolut grandios sein kann. 

Montag, 22. September 2014

Coleslaw

Coleslaw, also die amerikanische Variante von Kohlsalat, ist so ein Gericht, dass ich erst recht spät ausprobiert habe, da die Skepsis der Neugier einen Vorsprung hatte... Ich kann gar nicht so genau erklären, woran es lag, aber die Vorstellung den Kohl roh, in Mayo ertrunken (so kommt es mir bei den meistens Rezepten nämlich vor), zu essen hat mich nicht sehr angelacht. Kürzlich packte ich dann doch die Gelegenheit zum ausprobieren, nach einem Rezept aus "Vegan International". Das kam mir sehr gelegen, da das Dressing aus (Soja-)Joghurt besteht. Zwar wird als Tipp erwähnt, einen Teil davon durch (vegane) Mayo zu ersetzen, womit es authentischer wäre, da ich aber eh nie Mayo im Haus habe, verwendete ich nur Joghurt. Das Ende vom Lied: ich war positiv überrascht, denn der Salat schmeckte mir richtig gut. Authentizität hin oder her, lecker war's und das zählt!


Freitag, 19. September 2014

Internationaler Frühstücksfreitag
#11 Frankreich - Croissants

Bonjour! Je m'appelle Ramona et j'habiete dans Gersthofen. Merci et pas de problème. Tadaaaa - extra für euch habe ich meine kompletten Französischkenntnisse ausgepackt. Grandios, oder?! Diese paar Wortfetzen haben mir meine Freunde vor Jahren am Gymnasium beigebracht, als ich nicht wie sie Französisch, sondern Chemie wählte. Zum Glück gibt es aber Online-Übersetzer, denn sonst hätte ich mich mit der Rechtschreibung nun ordentlich blamiert. 
An was denkt ihr als allererstes wenn ihr "Frühstück" und "Frankreich" verbindet? Die einen von euch haben vermutlich knusprige, goldbraune Baguettes vor Augen und die anderen luftig-lockere Croissants. Wie es der Zufall so will (äh naja, in meiner Küche passiert eigentlich nichts per Zufall, da plane ich haargenau) gab es Letzteres kürzlich bei uns zum Frühstück. Natürlich mal wieder vom besten Mann überhaupt gebacken!

Mittwoch, 17. September 2014

Buchvorstellung & Give-Away | Vegan international

"Mit 115 veganen Rezepten um die Welt" - ich interessiere mich ja generell für die ausländische Küche, es gibt so viel zu entdecken. Vegan & international, an sich natürlich kein grundsätzlicher Widerspruch. Allerdings ist es im Urlaub manchmal schon schwierig nur vegetarisch landestypisch zu speisen. Deswegen war ich äußerst gespannt, wie dieses Buch umgesetzt wird.


 

Montag, 15. September 2014

Sloppy Joe

Sloppy Joe - sagt euch das überhaupt was? Ich hab das Denkstübchen mal angeschmissen, aber ich glaube nicht, dass es etwas Vergleichbares bei uns in Deutschland gibt. Also mal die Erklärung: Ein Sloppy Joe ist eine amerikanische Burgervariante, nach dem gleichnamigen Imbiss benannt, wo er zum ersten Mal serviert wurde. Er besteht aus einer Hackfleischmasse, die zwischen zwei Burgerbrötchenhälften geschaufelt wird, manchmal sieht man auch noch Essiggurken und zerlaufenen Käse darauf. Keine Ahnung, was es mir an dieser Idee so angetan hatte, aber ich wollte diesen Burger unbedingt probieren. Natürlich vegetarisch! Beziehungsweise sogar vegan, denn meine Füllung besteht aus Linsen und Räuchertofu. Dazu kam noch etwas Avoadocreme und ein knackiges Salatblatt auf die Semmel und ein Coleslaw als Beilage. Würzig, tomatig und furchtbar zu essen. Super, dieser Sloppy Joe!

Freitag, 12. September 2014

Internationaler Frühstücksfreitag
#10 Finnland - Ofenpfannkuchen

Moi! Heute freue ich mich, dass es ein bewährtes Rezept, dass schon lange in meinem handgeschriebenem Rezepteordner steht, zum Frühstücksfreitag geschafft hat. Pfannkuchen im Ofen zu backen ist für mich perfekt, da mir das nacheinander Ausbacken jedes einzelnen Pfannkuchens schon immer etwas lästig war. Das ist daher auch Herr Moonstrucks Aufgabe, sollte es klassische Pfannkuchen geben. Die Ofenvariante hingegen mache auch ich gern. Teig zusammenrühren, auf's Blech kippen, rein in den Ofen, warten, fertig. Und jeder hat somit auch gleichzeitig das warme Pfannkuchenstück vor sich liegen. Auch ideal für größere Familien! Inwiefern in Finnland dieser Ofenpfannkuchen zum klassischen Frühstück gehört, weiß ich nicht. Auf meiner Recherche über ausländische Morgenmahle ist mir dieser Zusammenhang allerdings immer wieder über den Weg gelaufen. Von daher: Passt schon!

Mittwoch, 10. September 2014

Rainbow Rolls

Mit dem Reispapier war das auch mal wieder so eine "Liebe auf den zweiten Biss"-Sache. Denn beim ersten Versuch konnte es mich nicht so richtig überzeugen. Und den Herzensmann rein gar nicht, er tat gleich seine Abneigung kund und aß die Füllung ausgewickelt. Aaaaber ich bin inzwischen recht stur, so nach dem Motto "Schmeckt nicht, gibt's nicht." (Gibt's natürlich schon, aber ich gebe zumindest nicht mehr so schnell auf.) Tja, und siehe da, bereits der zweite Anlauf gefiel mir besser. Als ich dann letztens mal wieder ein Mittagessen ohne den Mann verbringen musste, wurde sogleich wieder das Reispapier ausgepackt. Man muss seine Chancen ja nutzen. Ursprünglich heißen solche Röllchen ja "Summer Rolls", aber mir gefällt "Rainbow" besser - die Füllung war nämlich richtig schön bunt. Übrigens habe ich eine neue Liebe hier gleich mit reingepackt: Edamame. ♥


Zutaten für 6 Stück
6 runde Reispapierblätter
100g Edamame, gegart
2 Karotten
2-3 Frühlingszwiebeln
100g Tofu
2 (braune) Champignons
1/2 Mango
gemischte Sprossen
Minzblätter
Sesamöl, Sojasoße, Zitronensaft

Zubereitung
Tofu in Scheiben schneiden und mit etwas Sesamöl und Sojasoße einstreichen. Abgedeckt mindestens eine Stunde ziehen lassen.
Karotte raspeln und mit fein gehackten Frühlingszwiebeln und einem Schuss Zitronensaft vermischen. Pilze in dünne Scheiben, Mango in Streifen schneiden.
Reispapier in warmes Wasser tauchen, wenn es weich wird herausnehmen und das untere Drittel mit den Zutaten belegen. Die Seiten einschlagen und von unten nach oben aufrollen.
Dazu nach Belieben Dips oder Soßen servieren. Bei mir: Sojasoße, Sambal Oelek und süß-saure Chilisoße.


Montag, 8. September 2014

Kirsch-Kaffee-Smoothie

Smoothie oder Shake? Shake oder Smoothie? Sagt mal, gibt's da eigentlich einen genauen Unterschied? Ich glaube ja nicht, habe aber folgende Theorie: Mit dem "Shake" assoziiert man (oder nur ich?) eher die kleinen Kalorienbömbchen, Eis- und Milchshakes mit hübscher Sahnehaube und Kirsche on top. "Smoothies" hingegen gibt es seit gesunder Ernährung so populär geworden ist. Also hat man eben für die gleiche Zubereitungsform (rein in den Mixer und ab geht's) und eigentlich auch das gleiche Ergebnis (nämlich ein meist eher dickflüssiges Getränk) einen anderen Namen gebraucht. Und schwupps, weil das Ganze so schön "smooth" ist, entstand der "gesunde Smoothie". Was meint ihr, könnte das sein? Im Grunde ist es mir egal, ob ich nun Kirsch-Kaffee-Smoothie oder Kirsch-Kaffee-Shake schreibe. Ihr denkt eh wahrscheinlich im ersten Moment bei beiden Namen "Waaas? Kirsche und Kaffee?!?". ;-) Aber wie beim Balacchiato -der übrigens bei Einigen scheinbar sehr gut ankam- würde ich sagen: Einfach mal probieren. Ich fand's super!

Freitag, 5. September 2014

Internationaler Frühstücksfreitag
#9 Schottland - Klassisches Porridge

Porridge gab es hier ja schon in einigen Varianten: mit Apfel, mit Chai-Tee, weihnachtlich mit Spekulatius, mal anders als Overnight-Oats oder aus dem Ofen. Aber puristisch, ohne Schnick-Schnack, kamen noch keine Haferflocken auf den Tisch. Warum? Ganz einfach: Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es schmeckt. Aber ich bin ja probierfreudig und wurde mal wieder positiv überrascht. Na klar - eine wahre Geschmacksexplosion ist dieses Porridge nicht, aber ich fand es trotzdem einfach lecker. Normalerweise wird dazu ein Schälchen mit Sahne gereicht und jeder Löffel Porridge darin eingetunkt. Da ich nicht unbedingt auf Sahne stehe, gab's einfach etwas erwärmte Milch dazu, die darüber gegossen wurde. Ich glaube, mit diesem Ersatz könnten auch die Schotten leben. ;-)

Mittwoch, 3. September 2014

Über Genuss "to go" und das Kochen in fremden Küchen...


Im August wurde ich hier zwei Wochen lang aufgrund Sommerurlaubsblogpause von anderen Bloggerinnen vertreten, ihr erinnert euch?! Nun, von diesen zwei Wochen waren Herr Moonstruck, unser kleiner Mann und ich den Großteil der Zeit unterwegs. Nach einem kurzen Stopp bei der Schwiegermama, ging es nach Hamburg und von dort aus weiter an die Ostsee, beide Male in hübschen Ferienwohnungen untergebracht. Wir hatten ein straffes, selbst auferlegtes "Programm": In Hamburg wollten wir an 2,5 Tagen so viel wie möglich sehen, was bedeutet, dass wir von morgens bis abends unterwegs waren - zu Fuß! An der Ostsee stand ebenfalls jeden Tag etwas an: wir erkundeten (zu Fuß!) die umliegenden Städte, fuhren nach Kiel, Lübeck, Rostock, Warnemünde und schauten uns die Häfen, Innenstädte und was uns noch so über den Weg lief an. Wir waren in dieser Zeit wirklich viel (zu Fuß!) unterwegs und aßen mittags meistens außer Haus. Dazu muss ich vielleicht erwähnen, dass wir gewohnt sind mittags "richtig" zu essen und abends dann eher auf schnelle und kleine Gerichte wie Brot, Salat, Obst, etc. zurückgreifen, falls noch Hunger aufkommt. Der kam in der Zeit meistens auch, wenn man bedenkt, wieviele Kilometer wir so zurücklegten...

 
Normalerweise ist es bei mir so: Im Urlaub muss nicht gespart werden, da wird geschlemmt und geshoppt (in der Regel überwiegend Lebensmittel oder Küchenkram), da aber kurz nach dem Urlaub zwei finanzielle Großpojekte anstanden (u.a. die Planung einer neuen Küche, whoop whoop!), war ich diesmal eher auf dem "Brauche ich das jetzt wirklich?"-Trip. ;-) Und bei zehn Tagen wäre mir täglich essen gehen zu viel gewesen, zumal wir teilweise auch keine Restaurants fanden, die uns gefallen hätten. Aaaaber auf gutes Essen verzichten wollten wir natürlich trotzdem nicht. Deswegen schreibe ich heute mal darüber, was es bei uns Gutes "to go" gab und Einfaches in den FeWo-Küchen gab. Vielleicht geht es dem ein oder anderem von euch ja mal ähnlich.

Montag, 1. September 2014

Blumenkohlpüree mit Semmelknödel-Pilz-Gröstl

Gemüsepüree gehört zu den besten Erfindungen seit es Pürierstäbe gibt. Behaupte ich jetzt einfach mal. Letzten Winter entdeckte ich ja Pastinakenpüree für mich - große Liebe. Aber auch Blumenkohl macht sich in in dieser Form gut, man muss ihn halt nur ordentlich würzen, sonst ist's zu fad. Damit man aber doch noch ein bisschen Kauerlebnis hat, landeten noch kross gebratene Semmelknödel- und Champignonstückchen auf dem Püree. Ich sag's euch: Knallermäßig gut war das. Sagte sogar der Lieblingsmann, von dem ein inbrünstiges "Sehr gut." (sogar gleich zwei Mal!) folgte, nachdem er die Portion, die er vorher noch mit "Ganz schön viel...." beäugt hatte, komplett aufgegessen hatte. Ja, eigentlichen hätte die Menge locker auch für drei oder vier Personen gereicht. Aber wie so oft, haben es Herr und Frau Moonstruck auch mal wieder ganz allein geschafft alles aufzuessen. 

Blumenkohlpüree mit Semmelknödel-Pilz-Gröstl