Freitag, 31. Januar 2014

Cholar dhal

Hier kommt Dhal-Rezept #3. Diesmal allerdings mit gelben Linsen. Die zu finden war ja auch erstmal so 'ne Sache. Laut Rezept (aus dem Kochbuch "Recipes from an indian kitchen) sollten es halbierte gelbe Linsen sein, mit "Chana dal" bezeichnet. Kein Problem, dachte ich mir, da ich wusste, dass es in 'meinem' Asiamarkt Chana dal gibt. Als ich dann aber, mit meiner Feli im Schlepptau, vor dem Hülsenfrüchte-Regal stand, hab ich erstmal ziemlich blöd geguckt. Denn dort waren "Chana dal" halbierte Kichererbsen. Hmpf. Auch sonst gab es keine gelben Linsen. Also zogen wir weiter und wurden schließlich im türkischen Laden fündig. Sie waren zwar nicht explizit als halbierte gelbe Linsen ausgeschildert, aber das hab ich dann einfach mal ignoriert. Die Mengenangaben im Buch waren nicht ganz stimmig, was aber nicht allzu schlimm war, da der Geschmack im Endeffekt sehr wohl gepasst hat.


Zutaten für 2 gute Portionen
250g halbierte, gelbe Linsen
4El Ghee
1 kl. Zwiebel, fein gehackt
1 gr. grüne Chilischote, längs halbiert und entkernt
1 getr., kl. rote Chilischote
1Tl gem. Koriander
1Tl gem. Kreuzkümmel
1Tl Chilipulver
2 Lorbeerblätter
2 Knoblauchzehen
2Tl Ingwer, gerieben
1El Rosinen
2Tl Salz
2El Kokosraspel

Zubereitung
Die Linsen in einem Sieb waschen und abtropfen lassen. Dann mit 700ml Wasser in einen Topf geben und aufkochen lassen und anschließend bei niedriger Temperatur 25-30 Minuten weich köcheln lassen. Immer wieder rühren und falls nötig Wasser nachgeben. Sind die Linsen gar und das Wasser aufgesogen, das Salz dazugeben und kräftig unterrühren, so dass die Linsen etwas zerdrückt werden.
In einer kleinen Pfanne die Kokosraspel ohne Fett anrösten. Beiseite stellen. Nun in der Pfanne Ghee erhitzen. Darin die Zwiebeln knappe fünf Minuten anschwitzen. Die Gewürze, Ingwer und Chilischoten dazugeben und unter rühren ein bis zwei Minuten miterhitzen. Rosinen dazugeben, kurz unterrühren. Die Linsen auf zwei Schüsseln verteilen und mit der Gheemischung (die Chilischoten habe ich rausgenommen) beträufeln.
Ich habe dazu Reis serviert, wobei ich persönlich bei Dhal gar keine Beilage bräuchte. 


Bei Amor&Kartoffelsack läuft momentan ein tolles Event, rund um Gewürze und Kräuter, an dem das Dhal teilnehmen darf. Würzig wärmend, finde ich, ist es ein tolles Herbst- oder Wintergericht! 


http://amorundkartoffelsack.blogspot.de/2013/12/wurz-dich-durch-den-winter-blogevent.html



Mittwoch, 29. Januar 2014

Roter Multivitaminsaft


Das doofe bei Säften, die rote Bete enthalten, ist, dass sie alle gleich aussehen. Gegen die Farbintensität der Bete ist bisher noch nichts angekommen. Macht auch nichts, da dieses intensive Rot ja eigentlich ganz hübsch ist. 
Für diesen Saft wurde eine mittel-große rote Bete (ca. 400g), 3 kleine Äpfel (ca. 370g), ein gutes Stück Ingwer, 4 große Orangen (1kg), und 2 Karotten (ca. 200g) geschält und entsaftet. Anschließend noch ein paar Tropfen gutes Öl, z.B. Leinöl, unterrühren, damit die fettlöslichen Vitamine auch vom Körper aufgenommen werden können.


Montag, 27. Januar 2014

Nudeln mit Erdnusssoße

Das ist mal wieder eine Idee, die ich aus dem Singapur-Urlaub mitgebracht habe. Dort haben wir nämlich ein ähnliches Gericht in einem Restaurant gegessen. Ähnlich nur deshalb, da ich mich nicht mehr ganz genau an den Geschmack erinnern kann. Nudeln hatten sie aber sicher andere und da würde ich beim nächsten Mal auch eine andere Sorte verwenden. Es war zwar auch mit diesen sehr lecker, aber die haben die Soße quasi "verschluckt" und wurden ziemlich matschig. Vielleicht ist aber auch genau das der Grund, warum dieses Gericht, anders als bei uns serviert wird. Die Soße kommt nämlich unter die Nudeln, nicht einfach oben drüber. So bekommt man die Schüssel und muss dann selber durchmischen. Das hat auch gleich den positiven Effekt, dass die Soße heiß bleibt. Und es sieht auch etwas besser aus, als wenn es dann mit der Soße vermischt ist.

Zutaten für 2-3 Personen
200-250g asiatische, dünne Nudeln
3El Erdnussbutter, natur (ohne Zuckerzusatz oder ähnliches, ich hatte selbstgemachte)
1/2 Bund Frühlingszwiebeln, gehackt
2 Knoblauchzehen, gepresst
1/2 kl. rote Chilischote, gehackt
200ml Kokosmilch
100ml Wasser
2El Zitronensaft
1-2El (helle) Sojasoße
1 geh. Tl brauner Zucker
ggf. Salz

Zubereitung
In einem kleinen Topf etwas Öl erhitzen. Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Chili darin anschwitzen. Mit Kokosmilch und Wasser ablöschen. Erdnussbutter einrühren. Wenn sie beginnt sich aufzulösen, kurz den Pürierstab reinhalten, damit die Masse homogen wird und keine zu großen Zwiebelstücke übrig bleiben. Zucker dazugeben und bei milder Hitze gute 5 Minuten köcheln lassen, dabei dickt die Soße etwas ein. Mit Zitronensaft, Sojasoße und falls nötig etwas Salz abschmecken.
Die Nudeln nach Packungsanweisung gar kochen und mit der Soße und, falls gewünscht, gehackten Frühlingszwiebeln und Erdnüssen servieren.



Sonntag, 26. Januar 2014

Risotto mit getrockneten Tomaten und Avocado

Nett anzuschauen ist dieses Risotto nur bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Avocado dazukommt. Danach, ähm naja, schmeckt's zwar umso besser, gewinnt aber bestimmt keinen Schönheitspreis mehr. Tja, aber Geschmack hat bei mir nun mal Priorität. Und der wurde hier durchaus getroffen. Achtet bei den getrockneten Tomaten auf den Salzgehalt. Ich habe das erste Mal nicht eingelegte verwendet und wusste nicht, wie stark die gesalzen sind. Am besten dann eine milde Brühe und kein weiteres Salz mehr verwenden.


Zutaten für 1 große Portion
80g Risottoreis
30g getrocknete, nicht eingelegte Tomaten, in Streifen
1/2 Zwiebel, klein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, gepresst
ca. 1l heiße Gemüsebrühe
1 reife Avocado
Zitronensaft
Pfeffer

Zubereitung
In einem Topf  etwas Olivenöl erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Tomatenstreifen hineingeben und glasig andünsten. Risottoreis dazugeben und kurz mit anschwitzen. Nun etwas Brühe dazugeben, so dass der Reis knapp bedeckt ist. Bei niedriger-mittlerer Hitze und aufgelegtem Deckel, unter häufigem rühren, schöpfkellenweise immer wieder Brühe nachgeben und den Reis darin garen. Das Avocadofruchtfleisch währendessen mit einer Gabel zerdrücken und mit Pfeffer und Zitronensaft würzen (ggf. auch mit Salz, je nach Salzgehalt der Tomaten, siehe oben). Wenn der Reis gar und schön schlonzig ist, die Avocado untermischen, abschmecken und evtl. nachwürzen und servieren.




Freitag, 24. Januar 2014

Spinatsemmelknödel mit Champignonrahmsoße

Ach man. Eigentlich würde ich euch gerne wieder mehr Frühstücksrezepte zeigen. Doch die Lichtverhältnisse momentan würden mich frühestens ab 8 Uhr halbwegs anständige Bilder machen lassen. Und da ich Frühaufsteherin bin, wäre ich bis dahin vermutlich schon halb verhungert. ;-) Nun gut, dann müsst ihr halt noch etwas länger mit eher herzhaften Gerichten auskommen. Zum Beispiel wie mit den Spinatsemmelknödel, die der Hauptgang zu einem kleinen 4-Gänge-Menü, das ich für ein paar liebe Menschen kochen durfte, waren. Klarer Hauptspeisencharakter, aber nicht zu mächtig - so hat sich der Spinatsemmelknödel wunderbar präsentiert. Gut, die Kombination mit der Pilzsoße ist nicht besonders neu, gab es bei uns aber tatsächlich vorher noch nicht. Ein bisschen stolz war ich ja besonders auf die Knödel, da es das erste Mal war, dass mir Semmelknödel so gut gelungen sind. Bisher habe ich meistens auf die Serviettenknödelvariante zurückgegriffen oder habe die Aufgabe an meine Mama übertragen, wenn sie zu Besuch war. Ab jetzt darf sie dann immer wirklich 'nur' Besuch sein und muss nicht mehr in der Küche ran. ;-)


Zutaten für 5-6 Personen
7,5 altbackene Semmeln
~300ml Milch
3 Eier
500g TK-Blattspinat
1 Schalotte, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Salz, Pfeffer, Muskat

800g weiße und braune Champignons, in Scheiben
2El getrocknete, gemischte Pilze
2 Schalotten, klein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, gepresst
100ml Weißwein
100-200ml Gemüsebrühe
2 Becher Sahne

Zubereitung
Den Spinat auftauen lassen, gut ausdrücken und klein hacken. Die Semmeln in dünne, kleine Stücke schneiden, mit der warmen Milch übergießen und etwas ziehen lassen. Währendessen in einer Pfanne etwas Öl erhitzen. Darin Spinat, Schalotten- und Knoblauchstückchen anschwitzen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und etwas abkühlen lassen. Die eingeweichten Semmeln mit der Spinatmischung und den Eiern verkneten. Sollte die Masse zu flüssig sein, ein paar Semmelbrösel untermischen - das war bei mir allerdings nicht nötig. Aus der Masse acht Knödel formen. In siedendes Wasser geben und ca. 15 Minuten gar ziehen lassen.

Die getrockneten Pilze mit etwas heißem Wasser übergießen und zehn Minuten einweichen. Dann herausnehmen, gut ausdrücken und klein hacken. In der Pfanne erneut etwas Öl und ein kleines Stück Butter erhitzen. Die halbe Ladung Champignons hineingeben und bei hoher Temperatur anbraten, bis die meiste austretende Flüssigkeit wieder verdampft ist. Aus der Pfanne herausnehmen und beiseite stellen. Nun die restlichen Champignons, die getrockneten Pilze, Knoblauch und Schalottenwürfel hineingeben und ebenfalls scharf anbraten. Die erste Portion Champignons mit dazugeben und mit dem Weißwein ablöschen. Wenn der Wein kocht, 100ml Brühe und die Sahne dazugeben. Aufkochen lassen und ca. zehn Minuten köcheln lassen. Sollte die Soße zu dick werden, könnt ihr noch etwas mehr Brühe dazugeben. Ist sie euch zu flüssig, lasst ihr sie etwas länger einkochen. Ich habe hier nach Gefühl gekocht und kann daher keine ganz genau Menge- und Zeitaangaben machen.
Knödel und Soße zusammen servieren.



Mittwoch, 22. Januar 2014

Ananas-Apfel-Ingwer


Besteht denn weiterhin Interesse an Entsafter-Ideen? Also ich hab noch lange nicht genug davon. ;-) Bei unserem Gerät war auch ein kleines Heftchen mit Vorschlägen dabei. Einige kommen für mich zwar nicht in Frage (bei Tomaten in Saftform hört der Spaß auf), aber diese Kombination fand ich ganz interessant und dann auch sehr lecker. 

Ihr schält eine Ananas und entsaftet sie mit drei kleinen Äpfeln und einem Stück Ingwer (ca. 1cm).
Wie immer hatte ich die Früchte vorher im Kühlschrank, damit der Saft direkt kalt ist, weil er uns so besser schmeckt.

Fun Fact: Ich sagte nach den ersten Schlücken, dass mir die dezente Ingwernote sehr gut gefällt. Nicht zu scharf oder aufdringlich, aber deutlich schmeckbar. Dann probiere meine bessere Hälft und stellte trocken fest: "Ich schmeck da gar keinen Ingwer." Hmpf.


Montag, 20. Januar 2014

Black, sticky rice pudding

Wieder so ein Fall von "klingt englisch irgendwie besser." Außerdem habe ich den Milchreis auch so kennen gelernt. Im Singapur-Urlaub waren wir an einem Abend in einem kleinen Dessert-Restaurant und der schwarze Reis war unter den verschiedenen kleinen Schüsselchen, die vor Hr. T und mir standen definitv unser Favorit. Eh klar, dass ich das zu Hause so in etwa nachmachen musste. Das "Original" hatte etwas mehr Flüssigkeit, war eher etwas suppenartig, ich wollte es aber lieber dicker haben. Der Reis wird eher dezent gesüßt, da er (zumindest in diesem Restaurant) mit einer Kugel Vanilleeis serviert wurde. Der Lieblingsmann hat das dann hier auch gleich gemacht, für mich war das so aber genau richtig. Den schwarzen Klebreis habe ich im Stamm-Asialaden übrigens vakuumiert in der Kühlung gefunden - damit ihr wisst wo ihr danach suchen müsstet. ;-)


Zutaten für 2 Personen
200g schwarzer Klebreis
1 Dose (400ml) Kokosmilch
1-2El brauner Zucker
1 Prise Salz

Zubereitung
In einem Topf den Reis und die Kokosmilch vermischen. Die Dose ungefähr zur Hälfte mit Wasser füllen und dazu geben. Alles aufkochen lassen, dann die Temperatur reduzieren und offen ca. 50-60 Minuten köcheln lassen. Ab und zu umrühren. Vor allem gegen Ende mehr rühren und falls nötig noch etwas Wasser nachgeben. Wenn der Reis gar ist, Zucker und Salz untermischen.
Mit Kokosflocken und/oder Vanille-/Kokoseis servieren.


Sonntag, 19. Januar 2014

Herzhafte Maispancakes

Es gibt so ein paar Zutaten, die man nicht allzu häufig benutzt. Braucht man sie dann doch mal für ein bestimmtes Rezept, muss man meistens eine rießen Packung kaufen, von der man genau weiß, dass sie erstmal laaaange im Schrank rumstehen wird. Hier so geschehen mit Maismehl. Ich weiß, das ist nicht mal eine exotische Zutat und lässt sich eigentlich gut verwenden. Trotzdem bin ich bisher nicht wirklich dazu gekommen. Irgendwann ploppte in meinem Kopf allerdings die Idee von Maispancakes mit Guacamole und Tomatensalsa auf. Und nun habe ich das endlich umgesetzt. Geschmacklich waren die Pancakes auch richtig gut, ziemlich fluffig. Leider nur auch ein bisschen trocken, was aber evtl. am warm halten im Ofen gelegen haben könnte. Die Salsa habe ich blöderweise vergessen, das hätte die Trockenheit bestimmt noch etwas ausgeglichen.


Zutaten für 12 Stück
150g Maismehl
150ml Milch
1 geh. Tl Backpulver
1 gestr. Tl Salz
1Tl gem. Koriander
etwas Pfeffer

Zubereitung
Alle Zutaten in einer Schüssel verrühren und 5-10 Minuten quellen lassen.
Eine beschichtete Pfanne dünn mit etwas Öl auspinseln und erhitzen. Den Teig nacheinander portionsweise in der Pfanne beidseitig braun braten. 
Dazu gab es Moonstruck'sche Guacamole: Das Fruchtfleisch einer Avocado zerdrücken und mit viel Zitronensaft, viel Salz und etwas frisch gemahlenem Pfeffer vermischen. Und grüne Bohnen in Tomatensugo aus "Täglich Vegetarisch". (Rezept folgt)



Freitag, 17. Januar 2014

Flammkuchen mit Ziegenkäse, Apfel und Honig-Rosmarin-Öl

Flammkuchen ist eines der Dinge, das schon wirklich sehr lange auf meiner Will-ich-mal-machen-Liste steht. An Weihnachten bin ich dann endlich dazu gekommen. Ja, richtig gelesen: Es gab Flammkuchen an heilig' Abend. Bei uns wurde Weihnachten nicht sehr traditionell zelebriert. Keine Geschenke, kein Baum, kein Mega-Aufgekoche, keine Familienbesuche. Dafür gemütliches Rumfaulenzen und super leckeren Flammkuchen essen. Herrlich! Ich möchte die anderen Weihnachtsfeste aber auf keinen Fall in schlechtes Licht stellen. Nur dieses Jahr war uns so gar nicht danach und haben es daher quasi ausfallen lassen. Aber zurück zum Flammkuchen: Ich habe die Version, die ich euch zeige, gegessen. Meine bessere Hälfte hatte anstatt dem Apfel, getrocknete und eingelegte Tomaten und war davon ebenso begeistert, wie ich von meiner Variante.
Das Teigrezept ist von der reizenden Christina Richon, die ich beim Neff-Kochevent kennen lernen durfte. Den Belag hab ich mir von einem, vor kurzem zubereiteten, Salat abgeschaut. Dazu gab es nämlich einen auf einer Apfelscheibe gratinierten Ziegenfrischkäsetaler, mit Honig-Rosmarin-Öl. Und da ich von der Kombination so angetan war, musste ich das gleich nochmal probieren. Und ja, ich finde es immer noch sehr passend!


Zutaten für 2 Fladen
250g Mehl Typ 550
125ml Wasser
4El Olivenöl
Salz
100g Ziegenfrischkäse
100g saure Sahne
1 Apfel
1 kl. rote Zwiebel
2El Honig
1 Tl Rosmarin, gehackt
rosa Pfeffer
Zitronensalz (alternativ normales Salz und ein klein wenig Zitronenabrieb)
Zubereitung
Das Mehl sieben und mit Wasser, einem Esslöffel Öl und einer guten Prise Salz rasch verkneten. 10 Minuten ruhen lassen. Dann teilen, zwei Kugeln formen und in Frischhaltefolie eingewickelt 30-45 Minuten liegen lassen. Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Dabei ein Backblech umgedreht darin mit aufheizen lassen.
Restliches Olivenöl, Honig und Rosmarin vermischen. Ziegenfrischkäse und saure Sahne verrühren, mit frisch gemahlenem rosa Pfeffer und Zitronensalz würzen. Zwiebel in dünne Scheiben schneiden.
Die Teigkugeln auf Backpapier dünn ausrollen, mit der Frischkäsemasse bestreichen. Jetzt erst den Apfel entkernen, in dünne Scheiben schneiden und mit den Zwiebeln darauf verteilen. Großzügig das Honig-Rosmarin-Öl darüber träufeln. Mit dem Backpapier auf das heiße Blech legen und ca. 10-12 Minuten backen.



Montag, 13. Januar 2014

Birne-Kiwi-Apfel



Für zwei große Gläser braucht ihr vier kleine Birnen (ca. 580g), 3 Kiwis (ca. 220g) und 2 Äpfel (ca. 350g). Die Kiwis werden geschält und kommen dann mit dem restlichen Obst in den Entsafter.
Beim ersten Mal hatte ich größere Kiwis, wodurch die Farbe zwar noch hübscher (weil intensiv grün) wird, allerdings fand ich den Geschmack diesmal 'runder'. Ich muss ja ehrlich sagen, auch wenn der Entsafter eigentlich zu groß ist, dafür, dass ich in meiner Küche eh kaum mehr Platz habe, hat sich die Anschaffung sowas von gelohnt. Ich freu mich jedes Mal wieder auf den frischen Saft. 


Sonntag, 12. Januar 2014

Pastinaken-Zwiebel-Gulasch mit Meerrettich-Kartoffelpüree

Ja, ich weiß, eigentlich ist das gar kein 'richtiges' Gulasch. Dass das Rezept dennoch so genannt wurde, liegt (vermute ich zumindest) wohl daran, dass es mit einer ordentlichen Ladung Paprikpapulver gewürzt und mit saurer Sahne verfeinert wird. So wie das nun mal bei Gulaschgerichten der Fall ist. Die Diskussion "Da ist aber kein Fleisch drin, das darf also auch nicht so heißen"-Diskussion bin ich ja ein wenig Leid bin und wäre euch dankbar, wenn wir die hier nicht nochmal aufgreifen müssen. ;-)
Ganz klar ist aber: Pastinaken hätte ich schon viel früher probieren sollen. Die Suppe hat mir ja schon sehr gut geschmeckt, aber auch hier mochte ich dieses Wurzelgemüse richtig gerne. Laut Saisonkalender ist die Erntezeit zwar schon vorbei, aber Lagerware gibt's noch etwas länger. Mal schaun, was ich noch so damit anstelle. 
Was ist denn euer liebstes Pastinakengericht?


Zutaten für 2-3 Personen
400g Pastinaken
350g Zwiebeln
1 geh. Tl scharfes Paprikapulver
2 geh. Tl edelsüßes Paprikapulver
1/2El Tomatenmark
150ml Gemüsebrühe
2 gute El saure Sahne
400g mehlig kochende Kartoffeln
ca. 100ml Milch
2El + etwas mehr Butter
1-2El frischen Merrettich, gerieben
Salz, Pfeffer

Zubereitung
Pastinaken und Kartoffeln schälen und in mittelgroße Stücke schneiden. Zwiebeln ebenfalls schälen, halbieren und in breite Streifen schneiden. 
In einem Topf ein kleines Stück Butter und etwas Öl bei niedriger-mittlerer Temperatur erhitzen. Die Zwiebeln dazugeben, einen Deckel auflegen und unter mehrmaligen rühren ca. 5 Minuten weich dünsten. Dann die Pastinaken dazugeben, kurz mit andünsten. Dann Parprikapulver untermischen. Tomatenmark dazugeben und alles zusammen kurz anrösten. Mit der Brühe ablöschen, salzen und pfeffern und zugedeckt 8-10 Minuten leicht köcheln lassen, bis die Pastinaken gar sind.
Währendessen die Kartoffeln in etwas Salzwasser aufkochen und in 10-15 Minuten gar kochen. Die Milch erwärmen. Kartoffeln abgießen, im Topf zerstampfen. Währendessen die restliche Butter und schluckweise die Milch (evtl. braucht ihr nicht die komplette Menge) dazugeben. Mit Salz, etwas Pfeffer und dem Merrettich abschmecken.
Nun noch die saure Sahne zu den Pastinaken geben. Ebenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken und gemeinsam mit dem Püree servieren.

Quelle: "Biokiste Vegetarisch" von Cornelia Schirnharl


Freitag, 10. Januar 2014

Bratapfel mit Milchreisfüllung

Milchreis mit Apfelkompott, mal andersrum sozusagen. Allerdings muss ich ein Geständnis ablegen: wenn ich mir diesen Bratapfel zum Frühstück mache, nehme ich doch wirklich den fertigen Milchreis aus dem Kühlregal. Hier siegt die Faulheit, den Milchreis, vor allem so eine kleine Menge, selbst zu kochen. Solltet ihr doch Selbstgekochen, vielleicht auch einen Rest vom Vortag, verwenden, würde ich empfehlen etwas Quark oder Joghurt unterzurühren, um ihn cremiger zu machen. Dann kommen bei mir immer noch ein paar gehakte Mandeln, Rosinen und eine Ladung Zimt mit rein.





Zutaten pro Portion
1 großer Apfel
ca. 70g Milchreis (kommt auf die Größe des Apfels drauf an)
nach Belieben: gehakte Nüsse, getrocknete Früchte, Gewürze
etwas Zitronensaft

Zubereitung
Das Kerngehäuse des Apfels ausstechen, einen Deckel abschneiden und den Apfel aushöhlen. Innenflächen und Schnittfläche des Deckels mit Zitronensaft einpinseln. Den Milchreis nach eigenem Geschmack verfeinern. Ich habe Rosinen, gehakte Haselnüsse und etwas Zimt untergemischt. Dann in den Apfel einfüllen und im vorgeheizten Backofen bei 175°C (Umluft) 25-35 Minuten backen. Nach 20 Minuten den Deckel aufsetzen und fertig backen.


Montag, 6. Januar 2014

Reis mit Ei

Stop. Auch wenn euch der Titel vielleicht wenig zusagt, solltet ihr nicht gleich weiterklicken. Natürlich hätte ich auch einen anderen Namen wählen könne. Reistrio mit gebratenem Ei, asiatisch verfeinert oder irgendensowas. Aber das hätte nicht ansatzweise dem Hintergrund des Gerichts entsprochen. Der ist nämlich folgender: Von unserem Singapur-Urlaub habe ich euch ja schon erzählt. Wir besuchten dort des Lieblingsmannes Bruder und dessen Frau. Meine Schwägerin in Spe, eine Koreanerin, servierte uns diesen Reis mit Ei und erzählte, dass dies ein typisches koreanisches Kindheitsessen sei. Recht schnell gemacht, ohne viel Aufwand, sättigend und glücklich machend. Erinnert mich ja stark an meine Lieblingsleckerei aus Kindertagen: Eiernudeln. Und dafür gibt's auch keinen special Namen, nur weil's dann besser klingt. So!


Ich hoffe jetzt sehr, dass meine Schwägerin (wenn sie das hier lesen sollte) nicht die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und entsetzt ist, was ich aus ihrer Kindheitserinnerung gemacht habe. Denn ganz authentisch ist es mit Sicherheit nicht. Schon allein die Reismischung, die sie verwendet, habe ich nicht und habe deswegen selber drei Reissorten zusammengeworfen. Auch gehört eigentlich Chilipaste, anstelle von Sambal Olek, rein. Und Sojasoße gab's bei ihr auch nicht. Nachdem uns meine Variante aber auch richtig gut geschmeckt hat, kann ich da jetzt einfach mal drüber hinwegsehen.

Zutaten für 2 Personen
50g Jasminreis
50g Basmatireis
50g roter Reis
2-4 Eier
Sesamöl
Sojasoße
Sambal Olek

Zubereitung
Jasmin und Basmatireis 10 Minuten in kaltem Wasser einweichen, abgießen.
Den roten Reis in 350ml Wasser aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren und abgedeckt 20 Minuten köcheln lassen. Jasmin und Basmatireis, sowie falls nötig nochmal 100ml Wasser, dazugeben. Bei niedriger Temperatur abgedeckt nochmal 20 Minuten garen lassen. Die Reismischung darf ruhig etwas klebrig und ein klein wenig zu weich sein.
Die Eier in einer leicht geölten Pfanne als Spiegelei beidseitig braten. Den Reis in Schüssel geben, darauf ein bis zwei Spiegeleier legen. Nun wird das Ei zerkleinert und mit Sesamöl, Sojasoße und Sambal Olek (Menge nach Geschmack, ein bisschen mehr von Sojasoße und Öl als auf den Bildern zu sehen ist, darf's schon sein) unter den Reis gemischt. Das war's. 


Für mein allererstes Spiegelei, das ich gebraten habe, sieht das doch gar nicht so übel aus, oder? ;-)


Sonntag, 5. Januar 2014

Orientalischer Strudel

Ein Glück, dass Sabrina und Steffen ihr Event "Blogg den Suchbegriff!" anlässlich des zweiten Bloggeburtstags von Feed me up before you gogo verlängert haben. Da findet schon mal so ein originelles Blogevent statt und ich versemmel voll den Teilnahmeschluss. Ich hatte es auch nicht so leicht, da bisher keine komischen, besonders lustigen oder auch nur neue Suchbegriffe, durch die man auf meinem Blog landet, eingegangen sind. Als ich dann aber das Wort "Strudelei" in der Liste entdeckte, war sofort klar: Damit nehm ich am Event teil. Praktischerweise hatte ich eh schon länger Lust auf irgendwas Gemüse-Strudeliges. Etwas allzu langweiliges wollte ich auch nicht. Außerdem hatte ich einfach Lust auf Kichererbsen. Tadaaa, so entstand also dieser orientalische Gemüsestrudel. Leckeres Auberginenmus, vereint mit würzigen Kichererbsen und Karotten, umschlossen von knusprigen Yufkateig. Mhmm....


Zutaten für 2-3 Personen
4 Yufka- (Filo-) Teigblätter
2 gr. Auberginen
100g getrocknete Kichererbsen
2-3 Karotten, in kleinen Würfel
1 Zwiebel, fein gehackt
5 Knoblauchzehen
ein kleines Stück Ingwer, gerieben
Garam Masala
gem. Koriander
Paprikapulver
Currypulver
gem. Kreuzkümmel 
Chiliflocken
Salz, Pfeffer
Zitronensaft
Öl
evtl. Eigelb
Schwarzkümmel & Sesam

Zubereitung
Die Kichererbsen in ausreichend Wasser über Nacht einweichen. Am nächsten Tag abgießen und in frischem Wasser aufkochen lassen und in ca. 45 Minuten gar kochen. Anschließend abgießen und beiseite stellen. Die Karottenwürfel in kochendem Salzwasser ca. drei Minuten blanchieren, abgießen und kalt abspülen. Zu den Kichererbsen geben.
Die Auberginen der Länge nach etwas einschneiden und rundherum mit einer Gabel einstechen. Im vorgeheizten Ofen bei 200°C 30-40 Minuten weich backen. Herausnehmen, öffnen (Vorsicht, heiß!), das weiche Fruchtfleisch mit einem Löffel herauskratzen und in einen hohen Behälter geben. Mit drei grob gehakten Knoblauchzehen pürieren. Anschließend mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer, etwas Curry- und Paprikapulver, einer Prise Chili sowie gemahlenem Koriander kräftig abschmecken. Etwas abkühlen lassen.
In einer Pfanne zwei Esslöffel Öl bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebel, die restlichen fein gehackten Knoblauchzehen und den Ingwer darin anschwitzen. Kichererbsen und Karotten, sowie zwei Teelöffel Garam Masala, etwas gemahlenem Koriander und Kreuzkümmel, eine Prise Chili und Salz und Pfeffer dazugeben. Die Temperatur erhöhen und alles zusammen unter rühren leicht anrösten. Währendessen die Yufkateigblätter ausbreiten und leicht überlappend (damit eine etwas größere Grundfläche entsteht) aufeinander legen. Jedes Teigblatt mit etwas Öl bestreichen, bevor das Nächste drauf gelegt wird. Darauf das Auberginenmus verteilen, dabei an allen Seiten einen Rand frei lassen. Bei mir ist ein klein wenig Mus übrig geblieben, welches ich dann teilweise direkt gegessen bzw. auf dem Gemüse dann verteilt habe. Nun Karotten und Kichererbsen auf das Mus geben. Da ich noch etwas Eigelb übrig hatte, habe ich die Ränder damit bestrichen. Alternativ nehmt ihr einfach wieder Öl. Alle vier Ränder einklappen  und nun von einer kurzen Seite her den Strudel aufrollen. Die Oberseite ebenfalls entweder mit Eigelb oder mit Öl bestreichen und mit Schwarzkümmel, sowie Sesam bestreuen. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C ca 20 Minuten goldbraun backen.
Dazu habe ich Joghurt, gewürzt mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und etwas "Schutzengel"gewürz von Sonnentor, serviert.


Blog-Event - Blogg den Suchbegriff (Verlängert bis zum 15. Januar 2014)



Freitag, 3. Januar 2014

Pastinakencremesuppe mit Thymian-Röstbroten

In meiner Küche gibt's momentan lauter Premieren, die für andere vermutlich ziemlich geläufig oder sogar zum Standard gehören: Zum ersten Mal Spiegelei gebraten (echt jetzt!), zum ersten Mal Parfait gemacht, zum ersten Mal gute Semmelknödel ohne Mamas Hilfe hingekriegt und eben auch zum ersten Mal mit Pastinaken gekocht. Obwohl ich nicht genau wusste, nach was Pastinaken schmecken, stand fest: Auf die Suppe soll eine kleine Einlage, mehr so für's Auge. Bei den Experten mal nachgefragt, waren Croutons der klare Favorit. Ich bin ja nicht so der Brot-in-der-Suppe-Fan, habe mich dann aber doch dazu hinreißen lassen. Und schließlich haben die Thymian-Röstbrot doch auch wirklich gut dazu gepasst. Von der Suppe an sich war ich übrigens, genauso wie meine Gäste, begeistert und bin ich mir daher sicher, dass diese Suppe jährlich, sobald es Pastinaken am Markt gibt, auf unserem Tisch landen wird.


Zutaten für 5 Personen
750g Pastinaken
300g mehlig kochende Kartoffeln
2 Schalotten
100ml Orangensaft
1l Gemüsebrühe (evtl. etwas mehr)
ca. 1/2 Becher Sahne
Salz, Pfeffer
Zitronensaft

1/3 Baguette (vom Vortag)
Olivenöl
getrockneter Thymian

Zubereitung
Pastinaken und Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Schalotten klein hacken. 
In einem Topf etwas Olivenöl erhitzen (optional ein kleines Stück Butter mit dazu geben), Zwiebeln darin glasig anschwitzen. Dann Pastinaken und Kartoffeln dazugeben, kurz mitanbraten. Mit Orangensaft ablöschen. Die Gemüsebrühe zufügen und aufkochen lassen. Bei aufgelegtem Deckel und reduzierter Temperatur das Gemüse in ca. 15-20 Minuten weich köcheln lassen.
Währendessen das Baguette in dünne Scheiben schneiden, auf ein Blech legen. Etwas Thymian mit Olivenöl vermischen und auf die Brotscheiben streichen. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C (wenn möglich mit Grillfunktion) im oberen Drittel ca. fünf Minuten goldbraun rösten. Gut im Auge behalten, da sie schnell mal zu dunkel werden.
Die Suppe nun pürieren. Ich mag die Suppen recht dick und cremig. Wollt ihr die Suppe lieber etwas flüssiger haben, fügt ihr nun noch Gemüsebrühe bis zur gewünschten Konsistenz hinzu. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen und mit einem Schuss Zitronensaft abschmecken und mit etwas Sahne nach Belieben verfeinern. Mit den Röstbroten garniert servieren.


Mittwoch, 1. Januar 2014

Stangenbohnen mit Tomatensugo

Soo, der erste Post 2014. Seid ihr gut ins neue Jahr gekommen?
Kaum zu glauben - ich bin schon wieder einmal durch mit dem Buch und beim Kapitel "Beilagen" angekommen. Es gibt noch mal Bohnen, diesmal mit Tomaten. Sehr lecker und der Tip Tomaten zu reiben, ist auch ganz 'nett'. Wird nicht unbedingt meine favorisierte Zubereitungsform, hat aber gut funktioniert. Die Bohnen gab's zu den Maispancakes und Guacamole (Rezept folgt), stelle sie mir aber auch gut zu Reis vor (wenn wundert's - Reis passt bei mir ja eh zu allem. ;) )


Zutaten für 2-3 Personen
250g Stangenbohnen, in Stücke
250g Tomaten
1/2 rote Zwiebel, klein gehackt
1 Knoblauchzehe, klein gehackt
ein paar Basilikumblätter, gehackt
Salz, Pfeffer

Zubereitung
Tomaten halbieren und über einer Schüssel grob reiben. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin glasig und weich anschwitzen. Dann die Bohnenstücke und einen kleinen Schuss Wasser dazugeben. Deckel auflegen und ca. fünf Minuten dünsten. Pfanne öffnen, Tomaten dazu geben, mit Salz und Pfeffer würzen. Aufkochen lassen und bei mittlerer Temperatur einköcheln lassen. Basilikumblätter unterrühren und heiß, lauwarm oder lt. Buch auch kalt servieren.

Quelle: "Täglich vegetarisch" von H. Whittingstall