Freitag, 12. Dezember 2014

Blaukraut-Scheiterhaufen

Herzlich Willkommen und hereinspaziert durch das 12. Türchen des kulinarischen Adventskalenders. Was freue ich mich, euch heute hier bei mir begrüßen zu dürfen und Teil von Zorras Tradition sein zu dürfen (unbedingt vorbei schauen - es gibt auch tolle Preise zu gewinnen)!
Wer häufiger auf Frl. Moonstruck kocht unterwegs ist, hat es wahrscheinlich schon bemerkt: Ich halte mich hier in der Regel mit anlassbezogenen Posts eher zurück. Ostern, Halloween, Weihnachten, etc. Das hat keinen bestimmten Grund, ist vermutlich eher auf mangelndes Interesse zurückzuführen. Aber heute mache ich natürlich eine Ausnahme. Nein, allerdings nicht in dem ich euch ein traditionelles Weihnachts-Familienrezept präsentiere - im Gegenteil, diesen Scheiterhaufen gab es zum ersten Mal im Hause Moonstruck. Aber eine Zutat ist für mich unumgänglich mit Weihnachten verbunden: Blaukraut. Genauer gesagt: Apfel-Blaukraut.
In meiner frühen Kindheit gab es ganz klassisch Würstchen mit Kartoffelsalat an Weihnachten, an diese Zeit habe ich altersbedingt aber eher weniger Erinnerungen. Irgendann kam dann der Wandel und es wurde Mama's Schweinebraten mit Kartoffel- und Semmelknödel und Apfel-Blaukraut zum Standardweihnachtsmahl. Den Braten, abgesehen von der Kruste, hätte ich nicht mal gebraucht. Mit Knödel, viiiel Soße und noch mehr Blaukraut war ich damals absolut glücklich. Nun aber die Wahrheit: Das Blaukraut kam aus dem Glas, meine Mutter schnippelte nur noch einen frischen Apfel rein. Noch mehr Ehrlichkeit: Ich kannte es dann lange auch nur so, fix und fertig aus dem Glas - hätte man mir früher einen Rotkohl (Eigenart von mir: Rotkohl nenne ich das unverarbeitete Kraut, sobald es aber gekocht ist, heißt es Blaukraut) vor die Nase gehalten, hätte ich vermutlich nicht auf Anhieb die Verbindung zum Apfel-Blaukraut geschlagen. Aber Fertigprodukt hin oder her: Das Weihnachtsessen war jedes Mal ein Festmahl, es wurde geschlemmt, jedem hat's geschmeckt und am Ende lagen wir meistens mit kugelrunden Bäuchen auf dem Sofa. Und das zählt doch eigentlich, oder?!
In meinem Blaukraut-Scheiterhaufen habe ich zwei weihnachtliche Genüsse quasi vereint: Die Brezen erinnern stark an Semmelknödel und klar, das Blaukraut ist eben auch mit drin. Diesmal aber selbst gemacht, ganz (ganz!) grob an diesem Rezept orientiert, da ich diese Gewürzmischung geschenkt bekommen habe. 



Zutaten für 1 große Hauptportion
1 Breze, altbacken/hart
250g Apfel-Blaukraut
250ml Milch
2 Eier
1Tl süßer Senf
Salz, Pfeffer
1 Prise gemahlene Nelken

Zubereitung
Die Breze in kleine Stücke schneiden. Milch mit Eiern, Senf, Salz, Pfeffer und Nelken verquirlen und mit den Brezenstücken vermischen. Gute fünf Minuten einweichen lassen.
Eine Auflaufform fetten. Brezen-Milch-Mischung und Apfel-Blaukraut vermischen und in der Auflaufform verteilen. In den auf 180°C (Umluft) vorgeheizten Ofen schieben und ca. 25-30 Minuten backen.

Herr Moonstruck und ich waren uns übrigens sehr einig darüber, dass ein paar gebratene Champignons auch noch hervorragend dazu gepasst hätten. Beim nächsten Mal dann! 




Kommentare:

  1. Okay, jetzt habe ich richtig Lust auf Blaukraut Scheiterhaufen und nirgends ist einer in der Nähe!
    Das Rezept klingt auf jeden fall toll, ich habe noch nie davor davon gehört, aber da ich sowieso ein grosser Blaukraut Liebhaber bin wird es sicherlich einmal ausprobiert.
    Alles Liebe
    hope

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    1. Ich hatte davor auch noch nie von dieser Kombi gehört und hab daher einfach mal gemacht. :D

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  2. Oh jetzt habe ich Lust auf Blaukraut. Nicht, dass ich das schon vorher hatte (ich LIIIIIIIIEBE Blaukraut). Aber die Idee mit dem Auflauf gefällt mir sehr. Muss ich ausprobieren. *-*

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    1. Juhu, noch eine Blaukraut-Liebhaberin, sehr schön! Dann lass es dir schmecken! :)

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  3. Schöne Wandlung vom Glas zum selbstgemachten Kraut! ;-) Danke für das schöne Türchen.

    Ich wünsche dir und deinen Lieben ein schönes Fest und ein erfolgreiches 2015!

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