Mittwoch, 3. September 2014

Über Genuss "to go" und das Kochen in fremden Küchen...


Im August wurde ich hier zwei Wochen lang aufgrund Sommerurlaubsblogpause von anderen Bloggerinnen vertreten, ihr erinnert euch?! Nun, von diesen zwei Wochen waren Herr Moonstruck, unser kleiner Mann und ich den Großteil der Zeit unterwegs. Nach einem kurzen Stopp bei der Schwiegermama, ging es nach Hamburg und von dort aus weiter an die Ostsee, beide Male in hübschen Ferienwohnungen untergebracht. Wir hatten ein straffes, selbst auferlegtes "Programm": In Hamburg wollten wir an 2,5 Tagen so viel wie möglich sehen, was bedeutet, dass wir von morgens bis abends unterwegs waren - zu Fuß! An der Ostsee stand ebenfalls jeden Tag etwas an: wir erkundeten (zu Fuß!) die umliegenden Städte, fuhren nach Kiel, Lübeck, Rostock, Warnemünde und schauten uns die Häfen, Innenstädte und was uns noch so über den Weg lief an. Wir waren in dieser Zeit wirklich viel (zu Fuß!) unterwegs und aßen mittags meistens außer Haus. Dazu muss ich vielleicht erwähnen, dass wir gewohnt sind mittags "richtig" zu essen und abends dann eher auf schnelle und kleine Gerichte wie Brot, Salat, Obst, etc. zurückgreifen, falls noch Hunger aufkommt. Der kam in der Zeit meistens auch, wenn man bedenkt, wieviele Kilometer wir so zurücklegten...

 
Normalerweise ist es bei mir so: Im Urlaub muss nicht gespart werden, da wird geschlemmt und geshoppt (in der Regel überwiegend Lebensmittel oder Küchenkram), da aber kurz nach dem Urlaub zwei finanzielle Großpojekte anstanden (u.a. die Planung einer neuen Küche, whoop whoop!), war ich diesmal eher auf dem "Brauche ich das jetzt wirklich?"-Trip. ;-) Und bei zehn Tagen wäre mir täglich essen gehen zu viel gewesen, zumal wir teilweise auch keine Restaurants fanden, die uns gefallen hätten. Aaaaber auf gutes Essen verzichten wollten wir natürlich trotzdem nicht. Deswegen schreibe ich heute mal darüber, was es bei uns Gutes "to go" gab und Einfaches in den FeWo-Küchen gab. Vielleicht geht es dem ein oder anderem von euch ja mal ähnlich.


In fremden Küchen...
Wie oben ja bereits erwähnt, haben wir uns Ferienwohnungen gemietet. Während die Küche in Hamburg zwar sehr niedlich, aber doch sehr klein war, war die zweite Küche richtig groß und super ausgestattet. Ich habe schon häufiger von Bekannten gehört, dass sie im Urlaub nicht selbst kochen möchten oder sich um nichts kümmern wollen. Das ist bei mir anders, ich finde es spannend in fremden Küchen zu kochen und möchte auch im Urlaub nicht auf mein Hobby verzichten. Zwar ist man durchaus eingeschränkt (alles, wie zu Hause, hat man halt doch nicht zur Verfügung), aber ein leckeres Mittagessen kann ja auch durchaus einfach gemacht sein.
An Gewürzen nehme ich Salz, Pfeffer (gibt es zwar in den meisten Ferienwohnungen, aber man weiß ja nie genau, wenn man zum ersten Mal dort ist...), Paprikapulver, gekörnte Gemüsebrühe und Zimt mit, ebenso Essig und Öl. Dann dürfen ein anständiger Messbecher, mein Pürierstab, ein bis zwei gute Messer und eine Küchenwaage nicht fehlen. Und meine große gute Pfanne habe ich ebenfalls immer dabei, auch wenn das vielleicht nicht unbedingt nötig wäre.
Wenn ich weiß, dass ich selbst mehrmals kochen oder Reiseproviant vorbereiten werde, packe ich auch Grundzutaten wie Nudeln und Reis ein, damit ich keine neuen Packungen kaufen muss und zu Hause dann alles doppelt habe. Tja und dann gibt es Gerichte, die ohne allzu großen Aufwand und mit den gegebenen Mitteln gut zu machen sind.
Für das Frühstück eignet sich Müsli hervorragend. Oder auch Obst und Joghurt/Quark, das bekommt man an jedem Urlaubsort. Klassisch Brot und Marmelade sind natürlich auch unproblematisch, in den meisten Ferienwohnungen gab es bisher auch immer einen Toaster. 
Eierspeisen gehören zu den Gerichten, die in Urlauben von uns vermehrt gegessen werden. Wie in Italien das Bauernomelette oder dieses Mal Menemen und dieses Reisomelette (gekocht und fotografiert vom besten Mann!).


Salate, mit Nudeln, Brot oder Kartoffeln sind auch klasse. Sie sind gut vorzubereiten, variabel, sättigen und lassen sich optimal mitnehmen. Zum Kartoffel-Gurkensalat gibt es dann beispielsweise noch Aufbacklaugenstangen (das darf im Urlaub ruhig mal sein) und Veggie-Wiener.


Je nach Wetter sind auch viele Suppen und Eintöpfe bestens für das Kochen in Ferienwohnungen geeignet. Obwohl wir im August verreisten, war das Wetter eher herbstlich, so dass die Kartoffel-Gemüsesuppe genau richtig war.


Genuss to go...
Leckere Mittagessen vorzubereiten und draußen, an einem schönen Platz zu genießen - darauf habe ich mich richtig gefreut! Zur Ausstattung gehört hier einerseits mein Rucksack mit breiten Trägern, in den einiges reinpasst und der sich bequem tragen lässt. Verpackt wird das Essen in Plastikdosen, Einmachgläser (meine haben ca. 450ml Fassungsvermögen) oder Gefrierbeuteln. Außerdem habe ich extra Billigsbesteck (Gabel, Löffel, Messer), damit ich nicht mein "gutes" Besteck von zu Hause mitnehmen muss (ja, da bin ich pingelig). 
Da ich noch keine verschließbaren Mini-Salz- und Pfefferstreuer gefunden habe, kommen schmale Mühlen mit. Sollte es sehr heiß sein und ihr habt Kühlprodukte, wie z.B. Käse, dabei, rate ich euch einen Kühlakku mit einzupacken, das ist sicher nicht verkehrt.


An den ersten zwei Tagen in Hamburg gab es Brotzeit to go, sozusagen. Ich bereitete belegte Käsebrote vor und packte Cocktailtomaten, Gurkenscheiben, Karottensticks, hart gekochte Eier und Radieschen ein. Das geht selbst in der allerkleinsten Küche, ohne viel Ausstattung, wunderbar.
Bei den nächsten Ausflügen wollte ich uns aber anders kulinarisch versorgen:


Tex-Mex-Salat im Glas! Dazu für zwei bis drei Portionen ca. 100-150g Reis kochen (hier Basmati und roter Reis gemischt), abkühlen lassen und auf die Gläser (oder anderes Gefäß) verteilen. 2-3 Tomaten klein schneiden und darauf geben. Eine Dose Kidneybohnen und eine kleine Dose Maiskörner vermischen und auf den Tomaten verteilen. Das Fruchtfleisch einer Avocado mit einer Gabel zerdrücken und mit 2-3El Joghurt, etwas gehackten Koriander, dem Saft einer halben Limette und Salz und Pfeffer vermischen. Ebenfalls auf die Gläser verteilen. Abschließend ein paar Streifen knackigen Salat darauf legen und die Schichten damit etwas zusammendrücken.
Herr Moonstruck war anfangs ja skeptisch, als ich mit den (noch leeren) Gläsern ankam und verkündete, dass ich uns das Mittagessen darin vorbereiten würde, fand dann aber doch Gefallen dran!


In der nächsten Stadt liesen wir uns tomatiges Gemüse mit Nudeln schmecken. Dafür eine Zwiebel und etwas Knoblauch anbraten, klein geschnittenes Gemüse nach Wahl (bei mir Zucchini, Paprika und Champignons) dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und mit einer Dose stückige Tomaten vermischen. Gar kochen lassen, abschmecken und auf die Gläser verteilen. Da das Ganze ja kalt gegessen wird, habe ich die Tomatensoße bereits am Abend vorbereitet und am nächsten Morgen dann nur noch die Nudeln (ca. 120g) frisch gekocht und darauf gegeben. Dazu gab es dann für jeden sogar noch eine Portion Salat. Ja, auch Salat lässt sich gut mitnehmen, man sollte das Dressing allerdings am Boden des Behältnisses verteilen, den Salat oben drauf legen und erst kurz vor dem Verzehr miteinander vermischen. So bleibt der Salat knackig und frisch.



Stöbert ruhig mal in meinen Rezepten - da finden sich noch weitere Rezepte, die wunderbar Urlaub-geeignet sind. Wie wär's mit Grilltomaten-Brot oder Bruschetta? Für den Tomaten-Nektarinen-Salat oder den Kartoffel-Radieschen-Salat braucht man auch nur wenige Zutaten. Und Tofubolognese oder Avocadosoße sind herrlich schnell gemachte Pastasoßen. 

Wie ist das denn bei euch? Fahrt ihr lieber in Hotels und überlasst das Kochen anderen? Oder seit ihr eher der Ferienwohnung- oder Campingtyp? Was sind eure liebsten Urlaubsgerichte? Erzählt mal! :-)



Kommentare:

  1. Hallo Ramona,
    wow, selbst im Urlaub bist du immer fleißig am kochen und zubereiten. Ich weiß, wieviel Aufwand und Planung es erfordert, jeden Tag etwas vorzubereiten um es dann mitnehmen zu können. Aber immer wenn ich das Gericht dann verspeise bin ich froh, das ich damit dem Kantinenessen entgehen kann und von Haus aus viel besser schmeckt.
    Ich finde es toll, das euch auch im Urlaub Bewegung und eine gesunde Ernährung wichtig sind, da bin ich genauso :) Mach weiter so und bleib deiner Linie treu!

    Liebe Grüße
    Lisa von Blogschokolade & Butterpost

    PS: Ich freue mich schon wieder auf tolle Eintopf-Rezepte für Herbst und Winter!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Lisa,
      danke für deine Worte! Schön, dass es dir genau so geht. :)
      Ohje, auf Eintöpfe freue ich mich auch schon wieder sehr!
      Alles Liebe, Ramona

      Löschen
  2. da sind ja tolle ideen dabei! ich koche im urlaub auch ganz gerne mal - wir haben sogar letztens die tradition der ferienhauspizza eingeführt - auch das geht sogar ;-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mit Pizza hatte ich auch schon geliebäugelt, wenn schon mal ein Ofen da ist... Das nächste Mal dann. ;-)

      Löschen
  3. Sehr fleißige Läufer! Die Essensideen klingen super. Letzte Woche war ich mit Freunden in Kroatien und da haben wir auch gemeinsam gekocht, habe dies sehr genossen. Sehr schicken Rucksack hast Du übrigens :)

    AntwortenLöschen
  4. Hallo Ramona!
    Danke dass du uns am Urlaubsessen-to-go teilhaben lässt.
    Bei mir variiert die Esserei im Urlaub. Mal Pauschal mit Halbpension, aber am Liebsten mit selber kochen und unterwegs essen.
    Liebe Grüße, Nina

    AntwortenLöschen