Mittwoch, 27. August 2014

Kartoffel-Gemüse-Suppe

Lasst mich erklären, wie es zu einem derart unspektakulärem und einfachen Rezept (gebt es zu, das habt ihr gedacht, als ihr den Titel gelesen habt!) hier kommt. "Schuld" daran sind Patricia und Conny bzw. ihr Blogevent "We love the 50s". Ich hab's ja schon mal erwähnt: Ich finde Events eine tolle Sache, da ich es einerseits mag mir zu einem bestimmten Thema ein passendes Rezept einfallen zu lassen und auch, weil ich durch die Zusammenfassungen meistens auf Blogs stoße, die ich bis dahin noch nicht kannte. Also: Die 50er-Jahre. Schöne Idee, mal nach einer Zeit zu kochen. Allzu leicht fand ich es aber gar nicht, diese Jahresspanne kulinarisch umzusetzen. Ich wollte gerne ein deutsches Rezept, doch die ersten Suchmaschinendurchläufe ergaben immer wieder das Gleich: Mettigel, "Fliegenpilze", Käseigel (zumindest waren das die häufigsten Ergebnisse). Also las ich mich mal ein bisschen durch Homepages, die sich mit den 50igern beschäftigten. Tja und wie es ausschaut, war damals kulinarisch nicht allzuviel los. In den Nachkriegsjahren hatten die Menschen einfach nicht viel und erst gegen Ende der 50er kam dann der Aufschwung. Bis dahin mussten sie mit wenigen Lebensmitteln, die gerade verfügbar waren, möglichst gut zurecht kommen. Sooo und deswegen bekommt ihr heute dieses überaus simple, aber genauso überaus leckere Rezept für eine absolut schnörkellose Suppe, die je nach verfügbarem Gemüse super variiert werden kann, satt und glücklich macht und sogar zum akutell eher herbstlichen Wetter passt.

Zutaten für 3-4 Personen
1 gr. Gemüsezwiebel
450g Kartoffeln
1 Kohlrabi
2 Karotten
1 gr. St. Lauch
1-2 Hd. voll frische Erbsen
1l Gemüsebrühe
Schnittlauch
Salz, Pfeffer

Zubereitung
Zwiebel, Kartoffeln, Kohlrabi, Karotten, Lauch schälen. Zwiebel würfeln, Kartoffeln in nicht zu kleine Stücke schneiden. Kohlrabi ebenfalls in Stücke und Karotten in Scheiben schneiden. Lauch halbieren und in Streifen schneiden. Schnittauch hacken. 
In einem großen Topf etwas Öl oder Butter erhitzen, darin die Zwiebeln anbraten. Kartoffelstücke dazugeben, kurz mit anbraten, dann mit Brühe ablöschen. Aufkochen und anschließend abgedeckt sanft köcheln lassen. Nach ca. zehn Minuten die Karotten- und Kohlrabistücke dazugeben. Nach weiteren fünf Minuten Erbsen und Lauch zufügen und erneut fünf bis zehn Minuten (je nachdem wie bissfest ihr das Gemüse mögt) köcheln lassen. Schnittlauch dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.



Kommentare:

  1. Liebe Ramona,
    du sprichst mir aus der Seele! Ich hab mich auch intensiv damit beschäftigt. Kochbücher von der Oma durchgeackert, ältere Verwandte befragt. Hier bei uns in Deutschland/Österreich hatten es zu dieser Zeit die Menschen gar nicht leicht. In der Stadt waren es Lebensmittelmarkerl, die verteilt wurden, bis sich am Ende der 50er Jahre die Situation wieder etwas entspannt hatte. Lediglich den Menschen auf dem Land erging es ein wenig anders. Sie bauten ihr Gemüse, Getreide und die Kartoffeln selbst an, hielten Tiere, die ihnen Milch und Eier schenkten.

    Und in den USA sah es anders aus. Daher kommen sofort, wenn wir an die 50er Jahre denken, Bilder von Amerika in unsere Gedanken. Weil es dort einfach eine viel "glamourösere" Zeit war.

    Ich freue mich so richtig über dein Rezept! Schön, dass auch eines dabei ist, das etwas ersten Impuls abweicht, sondern ein Stückerl weiter geht.

    So toll!

    Alles Liebe,
    Conny

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    1. Liebe Conny,
      vielen lieben Dank für dein tolles Feedback! Ich hatte tatsächlich schon ein paar Bedenken, ob euch nicht doch die "glamouröseren" Rezepte lieber sind. Da bin ich aber froh und freue mich, dass dir meine Suppe auch gefällt - danke!
      Viele Grüße, Ramona

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  2. So ein Süppchen ist schon was feines! Einfach aber genial! Werde ich bestimmt mal nachkochen! Wir lieben Suppen und Eintöpfe!
    Liebe Grüße
    Agnieszka

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    1. Wie schön! Stimmt schon, Suppen und Eintöpfe sind einfach klasse. Und wenn's dann auch noch schnell und einfach geht ... was will man mehr!? ;)

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  3. Mein Rezepte (muss ich noch schnell am Wochenende posten!) geht in eine ähnliche Richtung wie Deine. Finde ich eine sehr schöne Interpretation des Themas. Und Kartoffelsuppe ist eh ein ganz toller Magen- und Seelenwärmer!

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    1. Ui super, dann bin ich gespannt und werde am Wochenende mal bei dir vorbeischauen. :)

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  4. Können nur komplizierte, aufwändige, abgefahrene Zutaten beinhaltende Gerichte lecker und bloggenswert sein? NEIN!!! :-))) Gerade die einfache Küche ist doch die, die den Alltag der meisten Leute regiert. Da sind solche Rezepte ein Segen. Und bei mir gibt es heute Möhren-Kartoffel-Suppe mit Würstchen. *g*

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    1. Da bringst es auf den Punkt, liebe Zuckererbse! Dann lass dir deine Suppe so richtig gut schmecken! :)

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  5. Hallo! Ich habe diese tolle, einfache Suppe nachgekocht und mich soweit an die Vorgaben gehalten!
    Es war perfekt! Und mit einem frischen Brot war es das Beste, was mit bei dem Wetter passieren konnte! :)
    Alledings habe ich noch die Kohlrabiblätter klein geschnitten und mit in die Suppe getan - war mir zu schade zum wegwerfen ! :)
    Danke dir für das Rezept!

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