Freitag, 30. Mai 2014

Onigiri mit Gurken-Frischkäse-Füllung

Ich bin verliebt und möchte mich bitte nur noch von Onigiri ernähren. Ok, nein, das wäre nichts, dann würde ich zu viel verpassen. Aber ganz große Klasse finde ich die japanischen Reisbällchen wirklich! Klar, eigentlich ist es nur eine andere Form von Sushi, ganz genau genommen. Den entscheidenden Unterschied machen dabei die fehlende Sushireiswürzung (die man theoretisch nach eigenem Gusto auch trotzdem verwenden könnte) und natürlich die Form. Während ich mir genüsslich ein Onigiri nach dem anderen reinstopfte verzehrte, hielt sich Herr Moonstruck vornehm zurück. Auf meine unmanierliche, weil mit vollem Mund, Aussage "Ich bin im Himmel!" erhielt ich von ihm ein "Das ist kalter Reis... und er riecht nach Fisch." Mal ganz ehrlich: In diesem Fall bin ich kein bisschen traurig darüber, dass sich unsere Geschmäcker manchmal ziemlich unterscheiden. Denn jedes Onigiri, das der Mann nicht isst, ist ein Onigiri für mich. ♥ Da es trotzdem zu viele waren, habe ich das Experiment gewagt und ein paar Stück eingefroren. Soll angeblich gut funktionieren. Noch liegen sie im Tiefkühlfach und warten auf ihren Einsatz. Ich bin gespannt und werde natürlich berichten. 



Zutaten für 11 Stück
450g Sushireis
2Tl Salz
3El Frischkäse
1/2 Gurke
4Tl Furikake, selbstgemacht nach einem Rezept von Ylva Zuckerwatte
Noriblätter

Zubereitung
Den Sushireis mehrmals waschen, bis das Wasser klar bleibt. Ich habe hierfür das erste Mal die Reiswaschschüssel verwendet und bin ziemlich begeistert von dem Teil.
Den gewaschenen Reis in einen Topf geben und soviel Wasser zugeben, dass es ca. 1cm über dem Reis steht. Aufkochen lassen und sobald es kocht, die Temperatur auf die kleinstmöglichste Stufe stellen und einen Deckel auflegen. 15 Minuten garen lassen, dabei nicht umrühren. Anschließend vom Herd nehmen und weitere fünf Minuten abgedeckt ziehen, das Salz untermischen und anschließend komplett abkühlen lassen.
Währendessen kann die Füllung vorbereitet werden: Gurke schälen, der Länge nach halbieren und die Kerne mit einem kleinem Löffel herauskratzen. Den Rest sehr klein würfeln und mit Frischkäse und Furikake verrühren.
Um die Onigiri herzustellen habe ich einen Onigiri-Former verwendet, es sollte aber auch per Hand (dann am besten mit Hilfe von Frischhaltefolie, da der Reis sehr klebt) klappen. Stellt euch trotzdem eine Schüssel mit Wasser bereit, zum befeuchten der Finger, da ihr so vermeiden könnt, dass der Reis anschließend überall klebt, nur nicht da, wo er hin soll. 
Die Onigiri-Form also knapp bis zur Hälfte mit Reis füllen, etwas nach unten drücken dann einen kleinen Löffel der Füllung in die Mitte geben und diese mit Reis bedecken. Den Deckel der Form aufsetzen, gut zusammendrücken, wieder abnehmen und die Onigiri vorsichtig herausstürzen.
Nun wickelt ihr das Onigiri entweder komplett in einen rechteckigen Streifen Nori ein oder macht es wie ich, dass ihr nur einen kleinen Noristreifen um eine Seite des Onigiri legt. So lässt es sich auch gut greifen und einigermaßen ordentlich essen.


Kommentare:

  1. Das sieht ja schon richtig professionell aus :) Der Geschmack würde mich auch total interessieren. Vielleicht sollte ich auch in eine Sushi-Ausrüstung investieren :D

    Liebe Grüße,
    Lisa von Blogschokolade & Butterpost

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    1. Tu es, liebe Lisa. Du wirst es nicht bereuen. ;) *Sushiliebe*

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  2. Ui lecker :) Im Prinzip ist das ja aber wie Maki, oder? Sieht nur anders aus? ;) Meine fülle ich auch oft mit Gurke und Frischkäse.. Wo gibts denn eine Reiswasch-Schüssel und einen Onigiri-Former zu kaufen?
    LG
    Ela

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    1. Jop, eigentlich ist es nur die Form. :D Ich hab beides bei Reishunger.de gekauft.
      LG

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    2. Der Unterschied zwischen Sushi und Onigiri ist nicht die Form, sondern die Würzung ^^. Sushi zeichnet sich eben durch die Würzung mit Reisessig und Zucker aus (was ich gar nicht mag, bäh - Onigiri dagegen liebe ich!)

      Wenn es in deiner Nähe einen größeren Asialaden gibt, bekommst du Reiswaschschüssel und Onigiri-Former vielleicht dort, sonst gibt es sie auch bei Bento-Zubehörläden. Es geht aber auch ohne (ein Topf tut es zum Waschen auch, und die Form kriegt man mit etwas Übung auch selber hin).

      Liebe Grüße,
      Mareike

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  3. Oh ja, liebe Ramona, Onigiri sind einfach sehr, sehr klasse! Wobei ich in dem Fall von meinem Freund infiziert wurde, da er die Reisbällchen bereits in Japan kennen und lieben gelernt hat. Entsprechend sind die Onigiri bei uns dann meist auch ratzfatz verspeist :)
    LG Eva

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  4. WOW! die sehen aus wie gekauft :) wirklich sehr gelungen & klingt auch super lecker!
    liebe grüße
    laura&nora

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  5. Die sehen echt richtig toll aus und sehr lecker. Ich habe bisher nur normale *Röllchen* gemacht und bis auf 1-2 Stück hatte ich auch alle für mich. :) Manchmal ist es einfach toll, dass die Männer so einiges nicht mögen. ;)

    Lieben Gruß
    Anita

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  6. Huhu,

    oh ich lieeebe Onigiri - und deine sehen absolut klasse aus. Leider ist bei meinem letzten Umzug mein Onigiri-Former verloren gegangen, seitdem bastel ich die mit der Hand-Frischhaltefolie-Methode, mit ein wenig Übung funktioniert das auch ganz gut.

    Liebe Grüße aus der Drachenküche,
    Eva

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