Donnerstag, 6. März 2014

Getestet | Persisch Polo

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Ich mag Reis. Sehr. Morgens, mittags, abends. Völlig egal. Dass Reishunger da natürlich genau der richtige Shop für mich ist, habe ich euch bereits schon mal erzählt.
Seit einiger Zeit haben die Jungs von Reishunger etwas Neues eingeführt: Rezept Boxen. Acht an der Zahl. Man entscheidet sich für ein Gericht, z.B. Sushi oder Erdnuss Satay, und bekommt in der Box dann alle nötigen Zutaten bequem nach Hause geliefert. Das habe ich mir natürlich gerne näher angeschaut und hatte daher vor kurzem die Persisch Polo Box bei mir daheim stehen. Darin enthalten ist Sadri Reis (angeblich der beste Reis der Welt), Safranfäden, getrocknete Minze, Berberitzen und die Rezeptkarte.


Gleich vorweg: Die Mengen der Zutaten reichen für mehr als eine Mahlzeit. Davon ausgehend, könnten wir das Gericht vermutlich drei Mal essen. Ihr bekommt für den Preis (von 7,95€ bis 19,95€) also eine angemessene Menge an Zutaten. Aber genau deshalb fände ich es toll, wenn noch der ein oder andere 'Reisverschluss' mit in der Box liegen würde, um die Packungen anständig zu verschließen. 

Natürlich habe ich das Gericht auch ausprobiert und mich mal ausnahmsweise weitesgehend genau an das Rezept gehalten. Dieses könnt ihr, allerdings in leicht abgewandelter Form, auch hier auf der Reishungerseite finden. So. Diesen Teil des Tests würde ich jetzt am liebsten überspringen, da er nicht ausschließlich positiv ist. 

Zur Vorbereitung soll man die Berberitzen mit Zucker in etwas Öl in einer Pfanne anrösten. Ich würde ja eher von karamellisieren sprechen, da es sich nicht nur um eine Prise Zucker handelt. Bei mir wurden die Berberitzen so viel zu schnell schwarz (obwohl sie nicht mal die angegebenen fünf Minuten in der Pfanne waren) und dann ausserhalb der Pfanne hart wie Kieselsteine. Und nein, das war nicht mein erstes Mal karamellisieren. ;-) Neuer Versuch auf eigene Faust: Berberitzen in etwas Öl leicht anrösten und dann in einer seperaten Schüssel noch heiß mit dem Zucker vermischen, so dass dieser auch leicht schmolz. Mit dem Ergebnis war ich dann zufrieden.  


Wenn ich neue Reissorten ausprobiere, gare ich ihn beim ersten Mal genau nach Packungsanweisung. Bisher ging es mir aber bei allen Reishunger-Sorten so, dass die Wassermenge jedes Mal etwas zu gering war und der Reis (war ich nicht achtsam genug mit Wasser nachfüllen) an den Topfboden leicht angeklebt ist. Diesmal war ich aber schnell genug und konnte somit einen angeklebter-Reis-Fauxpas vermeiden.
Bei dem Schritt mit der Safran-Buttersauce und dem Bilden der Reiskruste hätte ich mir gerne noch eine kurze Angabe gewünscht, ob der Topf weiterhin auf der niedrig temperierten Herdplatte stehen bleiben soll (so habe ich's dann einfach mal gemacht). Der finale Schritt, das Stürzen, hat nur bedingt geklappt, da genau die Krust im Topf bleiben wollte. Aber das kann man dem Rezept wirklich nicht negativ ankreiden, da spielen vermutlich noch mehrere Faktoren mit rein.
Der Reis ist gekocht, der Joghurt-Minz-Gurken-Dip angerührt. Jetzt geht's um den Geschmack. Hier muss ich allerdings etwas differenziert bewerten. Ich bin eine Person, die mit Reis und einer Prise Salz zufrieden ist. Ich bräuchte nicht mehr und wäre trotzdem satt und glücklich. Von daher fanden der Herr des Hauses und ich den/das (?) Persisch Polo auch sehr lecker. Gästen allerdings würde ich es nicht genau so servieren, da es im Gesamten etwas fad oder eher langweilig wirkt. Die Safran-Buttersauce hat bei uns nicht so viel rausgehauen. Dafür allerdings der Dip, denn der hat wirklich hervorragend zum Reis gepasst!


Der Sadri-Reis an sich hat uns in der Tat sehr gut geschmeckt. Ob es allerdings tatsächlich der beste Reis der Welt ist, kann ich nicht sagen. Vielleicht beim nächsten Versuch.

Im Gesamten finde ich die Boxen eine wirklich schöne Sache. Selber würde ich mir nicht noch mehrere kaufen, dafür ist meine Küche, im Hinblick auf verschiedene Zutaten und Gewürze, bereits gut genug ausgestattet, so dass ich wohl einiges doppelt hätte. Aber ich kann mir die Boxen durchaus sehr gut als Geschenkidee vorstellen. Für diejenigen, die noch am Anfang der Küchenausstattung stehen, die sich aus Faulheit vor dem Kochen drücken, die an bestimmte Zutaten vielleicht nicht so leicht rankommen, Kochanfänger (solange die restlichen Rezepte leichter funktionieren) oder auch für die, die einfach gerne kochen und mit guten Zutaten arbeiten wollen. 



1 Kommentar:

  1. There is definately a lot to learn about this topic.

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