Mittwoch, 19. März 2014

Buchvorstellung | Restlos!

Dass mir das Thema Lebensmittelverschwendung wichtig ist, habe ich vor einiger Zeit bereits in diesem Post aufgegriffen und euch auch schon ein anderes Buch, dass sich mit diesem Thema beschäftigt, vorgestellt. Da ist natürlich klar, dass mich auch das neue Buch "Restlos! Clever kochen mit Resten" vom Kosmos-Verlag sehr interessiert.

Restlos!
Autor: Hildegard Möller

erschienen: 2014 im Kosmos-Verlag

144 Seiten

14,95€

ISBN: 978-3-440-13947-9
"Wieder etwas übrig geblieben? | Ein Rest Spaghetti, ein bisschen Gemüse, ein Stückchen Käse oder Salami, einige Küchenkräuter?
Clever verwerten | Im Handumdrehen sind daraus köstliche Nudelnester gemacht. Oder wie wär's mit Pasta-Muffins oder Spaghetti-Fritatta? Und das sind nur drei von 180 Rezepten und Ideen.
Nichts verschwenden | Wir zeigen, wie's gelingt: überlegt einkaufen, optimalt lagern und aufbewahren, kreativ kochen und haltbar machen."
Im Gegensatz zu "Kreative Resteküche" liegt bei diesem Buch der Schwerpunkt auf den Rezepten. Es werden eine Vielzahl an Ideen genannt, was sich aus Resten alles zaubern lässt. Trotzdem gibt es gleich zu Beginn zwei Doppelseiten, auf denen die richtige Vorratshaltung erläutert wird. Und im Anschluss an die Rezepte findet sich noch eine Haltbarkeitstabelle von verschiedenen Lebensmitteln.

(c) Rogge & Jankovic / Kosmos Verlag

Die Rezepte sind in folgende Kapitel aufgeteilt: 
  • Gemüse restlos genießen
  • Kartoffeln, Nudeln und Reis
  • Brot - eine zweite Chance
  • Fleisch, Geflügel und Fisch
  • Früchte & Beeren
Zu den meisten Rezepten finden sich einfache, schöne Fotos, sowie eine Portions- und Zeitangabe. Was mir gefällt: Viele Rezepte sind direkt für zwei Personen ausgelegt und somit für unseren kleinen Haushalt ideal. Zwischendurch finden sich immer wieder Doppelseiten mit fotolosen Rezepten. Durch die nette Gestaltung finde ich das hier aber nicht weiter schlimm. 

(c) Rogge & Jankovic / Kosmos Verlag

Die Rezepte sind abwechslungsreich und gut durchdacht. Beispielsweise findet man neben einem Kohlrabirezept auch gleich noch eine passende Idee für die Verarbeitung der Blätter. Von Pestorezepten, über Kartoffelkuchen, Reisbällchen, Brotsuppen, Wurstsalat bis hin zu Quarknocken und verschiedenen Smoothies ist hier alles dabei. Auch als Vegetarier wird man ausreichend fündig.

(c) Rogge & Jankovic / Kosmos Verlag

Das ist mein zweites Kochbuch vom Kosmos-Verlag und wie es scheint, sind sie immer im selben Stil gehalten. Ich finde diese klare Linie, die sich durch die Bücher zieht, angenehm. So finden sich auch hier direkt bei den Rezepten zahlreiche Tipps und Varianten. Zum Beispiel bei den "Kartoffelschalen mit Rosmarinsalz" hat man noch drei andere Gewürzvarianten angegeben, sowie einen Hinweis, wie man bereits geschälte Kartoffeln am besten lagert.

(c) Rogge & Jankovic / Kosmos Verlag

Natürlich habe ich auch schon fleißig nachgekocht. Die Entscheidung war gar nicht so leicht, da mich tatsächlich einige Rezepte interessieren. Als erstes kamen die Curry-Möhren dran. Leider haben sie mir absolut nicht geschmeckt. Ich hatte gehofft, dass sie kräftig würzig mit süßlicher Note (sie werden mit Orangensaft gekocht) sein werden. Im Endeffekt waren sie aber nur unangenehm süß. Schade. Als nächstes probierte ich einen Kohlrabigratin. Der war ganz gut, mal was anderes, hat mich aber auch nicht vom Hocker gehauen. Obwohl ich die Zitronenmenge schon reduziert hatte, war es mir trotzdem fast noch etwas zu viel.


Für die beiden nächsten Rezepte blieb der Ofen kalt. Der Aufstrich aus körnigem Frischkäse war einfach, aber sehr lecker. Lediglich die Gurkenmenge empfand ich etwas zu hoch angesetzt, so dass ich etwas weniger genommen habe. Aber vielleicht war auch die Gurke einfach zu groß. ;-) Die Apfel-Vanillecreme ist ebenfalls eine einfache, aber gute Idee. Wie beim Kohlrabigratin fand ich hier aber auch zu viel Zitronenschale enthalten. 


Auch wenn sich die Begeisterung für die ausprobierten Rezepte in Grenzen hält, werde ich dem Buch auf jeden Fall noch ein paar Chancen geben. Es sind noch einige Rezept mit Zettelchen markiert. Die Idee und die Thematik des Buches finde ich nach wie vor sehr gelungen und für den Preis, wird man mit einem Kauf bestimmt nichts falsch machen.

 

Kommentare:

  1. Klingt spannend. Hatte mit dem Buch auch schon geliebäugelt. Bei mir bleiben zwar nie wirklich Reste, denn Saft, Smoothie, Brühe oder Einfrieren geht meistens. Aber ich fand die Idee spannend richtige Rezepte zur restlosen Verwertung zu haben.

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  2. sieht sehr interessant aus! sollte ich es im Buchladen entdecken, werde ich es sicher genauer unter die Lupe nehmen!! :) Danke für den Tipp!
    lg Manu

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  3. Ich finde das ist eine tolle Idee für ein Kochbuch. Bei dem was heute alles weggeschmissen wird. Ich glaube das muss ich mir im Buchladen mal genauer ansehen. :) Danke auf jeden Fall für den Tipp.
    Liebe Grüßle
    Sandra

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  4. Ich bin gerade auch am durchtesten von Restlos (da aber mal wieder eine neue Wohnung-eine neue Küche ansteht, hab ich gerade nur wenig Zeit dafür). Aber die Rezepte die ich bisher daraus gemacht habe, haben mir gut gefallen. Wobei ich mich ja nie 100%ig ans Rezept halten kann ;). Was ich gut fand war die Gurken-Tagliatelle mit Lachs (ich habe noch echte Tagliatelle zugefügt, stelle es mir im Sommer aber auch grandios ohne Pasta vor) und die Apfel-Sellerie-Rösti.
    Liebe Grüße

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  5. Sehr interessant! Schade, dass die Rezepte geschmacklich nicht so erfolgreich waren, das frustriert ja etwas! Der Gurkenaufstrich würde mich interessieren... Da muss ich doch nochmal einen Blick in das Buch werfen. Danke und liebe Grüße, Bianca

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  6. hi, klingt interessant, aber bin bei deiner Meinung - sie hält sich in Grenzen,
    weil zB dieses Nudelnester würde ich jetzt so nicht machen in einem Muffinsbecher :)

    lg netzchen

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  7. Den Buchansatz finde ich sehr spannend und praxisnah, man hat ja wirklich oft irgendwelche Reste im Kühlschrank und ist erst mal ratlos, was man damit machen kann. Schade, dass die Umsetzung bisher keine Begeisterungsstürme auslöste bei dir. Ich bin gespannt, was du noch nachkochst.
    Liebe Grüße, Daniela

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