Montag, 6. Januar 2014

Reis mit Ei

Stop. Auch wenn euch der Titel vielleicht wenig zusagt, solltet ihr nicht gleich weiterklicken. Natürlich hätte ich auch einen anderen Namen wählen könne. Reistrio mit gebratenem Ei, asiatisch verfeinert oder irgendensowas. Aber das hätte nicht ansatzweise dem Hintergrund des Gerichts entsprochen. Der ist nämlich folgender: Von unserem Singapur-Urlaub habe ich euch ja schon erzählt. Wir besuchten dort des Lieblingsmannes Bruder und dessen Frau. Meine Schwägerin in Spe, eine Koreanerin, servierte uns diesen Reis mit Ei und erzählte, dass dies ein typisches koreanisches Kindheitsessen sei. Recht schnell gemacht, ohne viel Aufwand, sättigend und glücklich machend. Erinnert mich ja stark an meine Lieblingsleckerei aus Kindertagen: Eiernudeln. Und dafür gibt's auch keinen special Namen, nur weil's dann besser klingt. So!


Ich hoffe jetzt sehr, dass meine Schwägerin (wenn sie das hier lesen sollte) nicht die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und entsetzt ist, was ich aus ihrer Kindheitserinnerung gemacht habe. Denn ganz authentisch ist es mit Sicherheit nicht. Schon allein die Reismischung, die sie verwendet, habe ich nicht und habe deswegen selber drei Reissorten zusammengeworfen. Auch gehört eigentlich Chilipaste, anstelle von Sambal Olek, rein. Und Sojasoße gab's bei ihr auch nicht. Nachdem uns meine Variante aber auch richtig gut geschmeckt hat, kann ich da jetzt einfach mal drüber hinwegsehen.

Zutaten für 2 Personen
50g Jasminreis
50g Basmatireis
50g roter Reis
2-4 Eier
Sesamöl
Sojasoße
Sambal Olek

Zubereitung
Jasmin und Basmatireis 10 Minuten in kaltem Wasser einweichen, abgießen.
Den roten Reis in 350ml Wasser aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren und abgedeckt 20 Minuten köcheln lassen. Jasmin und Basmatireis, sowie falls nötig nochmal 100ml Wasser, dazugeben. Bei niedriger Temperatur abgedeckt nochmal 20 Minuten garen lassen. Die Reismischung darf ruhig etwas klebrig und ein klein wenig zu weich sein.
Die Eier in einer leicht geölten Pfanne als Spiegelei beidseitig braten. Den Reis in Schüssel geben, darauf ein bis zwei Spiegeleier legen. Nun wird das Ei zerkleinert und mit Sesamöl, Sojasoße und Sambal Olek (Menge nach Geschmack, ein bisschen mehr von Sojasoße und Öl als auf den Bildern zu sehen ist, darf's schon sein) unter den Reis gemischt. Das war's. 


Für mein allererstes Spiegelei, das ich gebraten habe, sieht das doch gar nicht so übel aus, oder? ;-)


Kommentare:

  1. Oh, das klingt super lecker und wir gemerkt! :-)

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  2. Reis mit Ei ist super! Eines meiner lieblingsessen ist Kardamomreis mit pochierten Eiern, aus dem Ottolenghi-Kochbuch, sehr lecker :)

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  3. Reis mit Ei klingt sehr lecker. Wird nächstes Wochenende ausprobiert. :)
    Für dein erstes Spiegelei ist das gut geraten. Besser als meine ersten selbst gemachten Spätzle, an denen ich mich heute versucht habe. :D

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  4. das klingt genauso wie es aussieht: sehr LECKER!!
    liebe grüße
    nora&laura

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  5. hi,

    ja, also wegen dem Titel bin ich jetzt auch nicht zu dir gekommen,
    sondern wegen der tollen Bilder - da sieht man wieder mal,
    auf was man so wert legt & ich denke manch anderen ist es auch so ergangen :-)

    Aber ich bin von deinem Beitrag, trotz mageren Titels wie du ja selbst auch schreibst,
    begeistert gewesen und bekomme jetzt um 07:41 Hunger auf Reis mit Ei ??

    lg Netzchen

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  6. Eine nette Geschichte und Kinderessen aus anderen Ländern/Kulturen finde ich super interessant! Aber sag mal, brauch man die verschiedenen Reissorten? Schmeckt das ganz besonders? Ist ja auch etwas aufwendiger... Ich habe einen Reiskocher und habe den Reis auch bisher immer nur gewaschen, nie eingeweicht...Warum macht man das, auch um ihm Stärke zu entziehen? Liebe Grüße, Bianca

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    1. Ohje, ich befürchte fast, dass ich deine Fragen nicht ganz zufriedenstellend beantworten kann. Die verschiedenen Reissorten habe ich eben extra genommen, da meine Schwägerin auch eine Mischung verwendet hat. Es schmeckt bestimmt auch mit nur einer Sorte. Mir allerdings hat der leicht unterschiedliche Biss der Reiskörner ganz gut gefallen.
      Das Einweichen habe ich gemacht, weil es so auf der Packung stand. ;) Ja, ich denke, das hat auch etwas mit der Stärke zu tun. Ob es aber einen gravierenden Unterschied macht, ob man den Reis abwäscht oder einweicht, kann ich die leider nicht genau sagen. Schöne Grüße, Ramona

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