Sonntag, 12. Januar 2014

Pastinaken-Zwiebel-Gulasch mit Meerrettich-Kartoffelpüree

Ja, ich weiß, eigentlich ist das gar kein 'richtiges' Gulasch. Dass das Rezept dennoch so genannt wurde, liegt (vermute ich zumindest) wohl daran, dass es mit einer ordentlichen Ladung Paprikpapulver gewürzt und mit saurer Sahne verfeinert wird. So wie das nun mal bei Gulaschgerichten der Fall ist. Die Diskussion "Da ist aber kein Fleisch drin, das darf also auch nicht so heißen"-Diskussion bin ich ja ein wenig Leid bin und wäre euch dankbar, wenn wir die hier nicht nochmal aufgreifen müssen. ;-)
Ganz klar ist aber: Pastinaken hätte ich schon viel früher probieren sollen. Die Suppe hat mir ja schon sehr gut geschmeckt, aber auch hier mochte ich dieses Wurzelgemüse richtig gerne. Laut Saisonkalender ist die Erntezeit zwar schon vorbei, aber Lagerware gibt's noch etwas länger. Mal schaun, was ich noch so damit anstelle. 
Was ist denn euer liebstes Pastinakengericht?


Zutaten für 2-3 Personen
400g Pastinaken
350g Zwiebeln
1 geh. Tl scharfes Paprikapulver
2 geh. Tl edelsüßes Paprikapulver
1/2El Tomatenmark
150ml Gemüsebrühe
2 gute El saure Sahne
400g mehlig kochende Kartoffeln
ca. 100ml Milch
2El + etwas mehr Butter
1-2El frischen Merrettich, gerieben
Salz, Pfeffer

Zubereitung
Pastinaken und Kartoffeln schälen und in mittelgroße Stücke schneiden. Zwiebeln ebenfalls schälen, halbieren und in breite Streifen schneiden. 
In einem Topf ein kleines Stück Butter und etwas Öl bei niedriger-mittlerer Temperatur erhitzen. Die Zwiebeln dazugeben, einen Deckel auflegen und unter mehrmaligen rühren ca. 5 Minuten weich dünsten. Dann die Pastinaken dazugeben, kurz mit andünsten. Dann Parprikapulver untermischen. Tomatenmark dazugeben und alles zusammen kurz anrösten. Mit der Brühe ablöschen, salzen und pfeffern und zugedeckt 8-10 Minuten leicht köcheln lassen, bis die Pastinaken gar sind.
Währendessen die Kartoffeln in etwas Salzwasser aufkochen und in 10-15 Minuten gar kochen. Die Milch erwärmen. Kartoffeln abgießen, im Topf zerstampfen. Währendessen die restliche Butter und schluckweise die Milch (evtl. braucht ihr nicht die komplette Menge) dazugeben. Mit Salz, etwas Pfeffer und dem Merrettich abschmecken.
Nun noch die saure Sahne zu den Pastinaken geben. Ebenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken und gemeinsam mit dem Püree servieren.

Quelle: "Biokiste Vegetarisch" von Cornelia Schirnharl


Kommentare:

  1. Oh, ein neues Pastinakenrezept - und das hört sich auch noch so lecker an. Ich habe hier auch noch ein paar Pastinaken rum liegen. Da weiß ich ja jetzt, was ich damit machen kann.

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  2. Hallo,
    ich finde auch, dass Pastinaken was Feines sind, mag den süßlichen Geschmack sehr. Ich hab auch mal Muffins gebacken, die sehr lecker waren und ein Lieblingsgericht von mir, in das auch Pastinaken kommen, ist das Winter-Couscous von Ottolenghi, kannste mal auf meinem Blog ansehen.
    Gruss,
    Sarah

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  3. Das Rezept klingt super und ich verstehe Dich gut in Sachen überflüssiger "Das darf aber nicht so heißen"-Diskussionen. Allein schon, dass Soja- und andere Pflanzenmilchsorten nicht 'Milch' heißen dürfen - ich nenne sie trotzdem so, Pech gehabt!
    Nun zu den Pastinaken: sind sie nicht wunderbar?! Ich verwende sie dauernd, seit Kurzem am liebsten statt Kartoffelpüree als Haube für einen veganen Shepherd's Pie [das Rezept wollte ich seit ewiger Zeit posten]. Letztens habe ich sie in einer vegetarischen Lasagne verwendet und das Rezept auch auf meinem Blog veröffentlicht. Die Konsistenz der Pastinaken passte dabei super.

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