Freitag, 29. November 2013

Apfel-Birnen-Milchreistraum

Ich hatte ja beim Milchreis-Zwetschgen-Auflauf schon angekündigt, dass ich mit diesem Rezept noch einiges ausprobieren werde. Und das habe ich dann vor kurzem auch getan. Diesmal tummeln sich Apfel- und Birnenstücke zwischen dem Milchreis, ergänzt von Zimt und Vanille. Da ich mich bei der Zwetschgen-Variante ganz schön zurück halten musste, damit Herr T. auch noch was davon abbekommt, habe ich dieses Mal gleich eine größere Menge gemacht. Wahrscheinlich würde der Auflauf so leicht für vier Personen reichen... Wir haben's dennoch auch zu zweit geschafft.


Zutaten für 2-4 Personen
250g Milchreis
1l Milch
1 Zimtstange
2 Pck. Vanillezucker
2 Prisen Salz
4 Eier
1 gr. Apfel
2 kl. Birnen
optional: Rosinen
4El (Rohr)Zucker
1 geh. Tl Zimt
2El Mandelblättchen

Zubereitung
Die Milch mit der Zimtstange, der Prise Salz und dem Vanillezucker kurz aufkochen lassen, dann den Milchreis dazugeben und bei niedriger Temperatur unter häufigem Rühren in ca. 25 Minuten gar köcheln lassen. Zimtstange entfernen und lauwarm abkühlen lassen.
Die Eier trennen. Eigelb unter den Milchreis rühren. Obst schälen, entkernen und in kleine Stücke geschnitten unter den Milchreis mischen. Falls Rosinen gewünscht sind, nun ebenfalls dazugeben. Eiweiß mit einer Prise Salz leicht steif schlagen, dann langsam zwei Esslöffel Zucker dazurieseln lassen und komplett steif schlagen. Einen Teil gründlich unter den Milchreis rühren, damit die Masse etwas geschmeidiger wird. Dann restlichen Eischnee portionsweise unterheben. Das Ganze in eine leicht gefettete Auflaufform füllen. Zwei Esslöffel Zucker, Zimt und die Mandeln vermischen und über die Milchreismasse streuen (bei mir ist ein bisschen was davon übrig geblieben). 
Den Auflauf im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze in 30-35 Minuten backen. Sollte euch die Oberfläche zu dunkel werden, deckt ihr sie mit etwas Alufolie ab. 



Mittwoch, 27. November 2013

Frühlingszwiebel-Tarte


Momentan finden in meiner Küche leider keine großen Abenteuer statt, da ich mich hauptsächlich auf der Couch, mit Tee und Zwieback bewaffnet, befinde, aber glücklicherweise konnte ich euch schon was vorbereiten. 
Das eigentliche Rezept sieht hier Blätterteig vor. Wie ihr inzwischen vielleicht schon mitgekriegt habt, mag ich den aber nicht und bin ich hier auf einen Quark-Öl-Teig umgestiegen. Und das hat auch richtig gut gepasst. Super lecker diese Tarte! Bei uns die perfekte Beilage zu einer herbstlichen Suppe.


Zutaten für 2 Personen
250g Mehl
125g Quark
5El Öl
5El Milch
1Tl Backpulver
1 ordentliche Prise Salz

2 Bund Frühlingszwiebeln
2El Olivenöl
2El Parmesan, gerieben
Salz, Pfeffer frisch gemahlen

Zubereitung
Mehl, Quark, Öl, Milch, Backpulver und Salz miteinander verkneten. Ich habe ihn diesmal noch eine Frischhaltefolie gewickelt und im Kühlschrank ca. 30 Minuten rasten lassen, da ich in der Zeit noch etwas anderes vorbereiten musste. Eine Auflaufform bereitstellen, ölen oder mit Backpapier auskleiden. Den Teig auf Größe der Auflaufform ausrollen und hineinlegen, ein kleiner Rand sollte nach oben dabei sein. 
Die Frühlingszwiebeln von der äußersten Schicht, sowie den oberen und unteren Ende befreien. Dicke Exemplare der Länge nach halbieren. Mit Olivenöl, Parmesan und viel Salz und Pfeffer vermengen und auf dem Teig verteilen. Im vorgeheizten Ofen bei 200°C 25-30 Minuten backen.
Heiß oder lauwarm servieren.

Quelle: adaptiert aus "Täglich vegetarisch" von H. Whittingstall


Montag, 25. November 2013

Frühstückswrap

Wenn man die Frühstücksrezepte so durchschaut, hat es den Anschein, dass im Hause Moonstruck nur süß gefrühstückt wird. Und das stimmt eigentlich auch. Trotzdem gibt es Ausnahmen, wie dieser Wrap beweist. Den habe ich mir nämlich am Morgen eingebildet. Schnell gemacht, super lecker - ein Anwärter für mehrere Starts in den Tag.


Zutaten 
2 große Tortillafladen
1 Avocado
4 Cocktailtomaten
2 Eier
1 Becher Hüttenkäse
Salz, Pfeffer

Zubereitung
Eier hart kochen, abkühlen lassen. Dann pellen und ebenso die Tomaten in Scheiben schneiden. Avocado schälen, entkernen und in Streifen schneiden. Die Tortillafladen in einer Pfanne ohne Fett beidseitig erwärmen. Herausnehmen und als erstes den Hüttenkäse darauf verteilen. Dann Avocado, Ei- und Tomatenscheiben darüberlegen, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Zusammenrollen und genießen!


Sonntag, 24. November 2013

Udon-Nudelsuppe

Kaum aus dem Singapur-Urlaub zurück, habe ich sogleich die Udon-Nudeln, die ich mitgebrach hatte, verwendet. Ziemlich lecker, wenn auch vom Mann beanstandet wurde, dass man sie als Suppeneinlage unmöglich richtig und ohne Kleckerei essen kann. Naja, damit hat er ja schon irgendwie Recht gehabt. ;-) Trotzdem wird's die Suppe bestimmt wieder geben. Und dann wahrscheinlich sogar mit selbstgemachten Udon-Nudeln ála Klang von Zuckerwatte.


Zutaten für 2-3 Personen
400g Udon-Nudeln
1/2 rote Chilischote, feine Streifen
2 Knoblauchzehen, dünne Scheiben
2cm Stück Ingwer, gerieben
2 El getr., gemischte Pilze
150g Champignons, Scheiben
1 Zucchini, halbiert und in Scheiben
1 gr. Karotte, halbiert und in Scheiben
1 El Sesamöl
1 El neutrales Öl
ca. 800ml Wasser
3 El Sojasoße
1/2 Limette

Zubereitung
Die getrockneten Pilze mit etwas heißem Wasser übergießen (so, dass sie bedeckt sind) und 15 Minuten ziehen lassen. Dann herausnehmen, ausdrücken und klein hacken.
Beide Ölsorten in einem Topf erhitzen. Getrocknete Pilze, Chili, Knoblauch und Ingwer darin kurz anbraten. Mit Sojasoße und Wasser ablöschen. Aufkochen und 10 Minuten köcheln lassen. Dann das Gemüse zugeben und in 5-8 Minuten bissfest garen. Mit etwas Sojasoße, dem Limettensaft, Salz (je nach Salzgehalt der Sojasoße) und Pfeffer abschmecken. Die Udon-Nudeln hineingeben und darin ca. 5 Minuten erwärmen. Nach Belieben mit Sesam bestreuen.


Freitag, 22. November 2013

Juice up your life: ABC-Juice


Ich liebäugle ja schon lange mit einem Entsafter und einem Reiskocher. Zwar wurde mir bei Twitter einstimmig zu Letzterem geraten, als ich dann aber im Elektromarkt (der übrigens nicht EINEN Reiskocher da hatte) vor dem Entsafter stand, schien er auf einmal "Nimm mich!" zu schreien. Und die Gefühle von Küchengeräten soll man ja schließlich nicht unbeachtet lassen... 
Also durfte er bei uns einziehen. Die Entscheidung wurde (unwissentlich) auch von meiner lieben Schwägerin in spe beeinflusst: Im Urlaub servierte sie uns nämlich ihren super leckeren ABC-Juice, welchen ich dann auch gleich als erstes selbst ausprobiert habe: Apple, Beetroot & Carrot.  Dem aufmerksamem Leser wird jetzt gleich etwas aufgefallen sein: Erst beim letzten Rezept erzählte ich euch ja, dass ich keine rote Bete mag. Wie sich herausstellte, mag ich sie also nur in gekochter Form nicht. Hier in dem Saft passt sie ganz wunderbar mit rein (und nicht nur wegen der tollen Farbe).


Oh und seht ihr das wundertolle neue Glas? Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass das mein neues Lieblingsglas ist, oder?! Das erste Mal gesehen hab ich es in einem Restaurant in Singapur. Ich überlegte ja ziemlich stark, ob es auffallen würde, wenn die Gläser einfach so in meiner Tasche verschwinden würden... Zum Glück musste ich nicht kriminell werden, denn wir fanden die Gläser doch tatsächlich in einem Laden für Küchenutensilien. Und zwar - jetzt haltet euch fest - für umgerechnet 1,31 Euro! Die Kaution, um mich wegen Diebstahl aus dem Gefängnis zu holen, wäre vermutlich teurer gewesen. ;)

Da das mit den Größen bei Obst und Gemüse ja immer so 'ne Sache ist, habe ich diesmal alles (ungeschält) für euch abgewogen.

Zutaten für 2 Gläser
4 kleine/2 große (~470g) Äpfel
2 kleine (~160g) rote Bete
2 mittel-große (~340g) Karotten

Zubereitung
Die Bete schälen und gemeinsam mit Äpfel und Karotten durch den Entsafter schicken.

Wie schaut's denn aus? Habt ihr Interesse an weiteren Saftrezepten? Ich bin mir sicher, dass ich noch so einiges mit dem Entsafter ausprobieren werde.

Montag, 18. November 2013

Süßkartoffel-Apfel-Lauch-Suppe

Als meine bessere Hälfte mich fragte, was es zu essen gäbe und ich ihm diese Suppe genannte habe, fragte er mich viermal, ob ich mir WIRKLICH sicher sei, dass da Apfel reinkommt. Jaja, der Lieblingsmann weiß schon, wie er mich manchmal auf die Palme bringen kann. ;-) Jedenfalls: Ja, da kommt tatsächlich Apfel rein. Aber was er halt nicht kennt, wird erstmal mit Argwohn betrachtet. Geschmeckt hat's ihm dann anscheinend schon, da er sogar noch eine zweite Portion gegessen hat. Ich fand die Suppe auch richtig gut. Beim abschmecken war sie allerdings schon recht süß (eigentlich ja kein Wunder bei den Zutaten), weswegen ich noch etwas gekörnte Gemüsebrühe untergemischt habe. Und so hat's dann wundebar gepasst, wobei die Süße natürlich trotzdem noch durchkommt und vermutlich ja auch soll.
Passt wunderbar zu Ina's Event "Zeigt her eure Suppen!", auf dessen Zusammenfassung ich schon gespannt bin.


Zutaten für 2-3 Personen
1 Süßkartoffel (ca. 350g), gewürfelt
1 dicke Stange Lauch, in Ringe
1 Karotte, in dünne Scheiben
1 Apfel, gewürfelt
650ml Wasser
125ml Apfelsaft
100ml (Soja-)Sahne
Salz, Pfeffer
Muskatnuss

Zubereitung
Etwas Öl in einem Topf erhitzen und die Lauchringe darin bei mittlerer Hitze und aufgelegtem Deckel ca. 8 Minuten, unter mehrmaligem rühren, andünsten. Süßkartoffel, Apfel und Karotte zugeben und mit dem Wasser ablöschen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnusse würzen. Aufkochen lassen und abgedeckt 20 Minuten sanft köcheln lassen. Vom Herd nehmen und gründlich pürieren. Den Apfelsaft unterrühren und erneut ca. 10 Minuten köchen lassen. Sahne dazugeben und unter rühren 5 Minuten miterhitzen. Abschmecken und ggf. nachwürzen. Vor dem servieren die Portionen mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.
Quelle: Cook's Bible - Vegetarisch


Sonntag, 17. November 2013

Wildblüten(-Erdbeer)-Granola


Erdbeer steht deshalb in Klammern, weil der Geschmack kaum bis gar nicht durchkam. Ich habe dieses Erdbeerpulver verwendet und vermutlich einfach zu wenig genommen. Da eine Packung davon aber nicht allzu groß ist und ich es auch noch anders einsetzen möchte, habe ich mich eben auf zwei gehäufte Esslöffel beschränkt. Wer von euch einen stärkeren Erdbeergeschmack möchte, nimmt einfach mehr. Ich vermute aber eher, dass die wenigsten von euch das Pulver daheim haben, von daher könnt ihr es auch einfach weglassen. Die Wildblüten hingegen sind ein Muss und einfach super lecker - ein Müsli, dass ich so noch nie probiert habe, aber absolut gelungen finde!


Zutaten für 1 Blech voll
150g kernige Haferflocken
150g feine Haferflocken
50g Mandeln, grob gehakt
30g Sesam
30g Leinsamen
2El Erdbeerpulver
3El Wildblüten (z.B. von Herbaria)
30g Öl
5El Ahornsirup
5El Apfelsaft

Zubereitung
Bis auf einen Esslöffel Wildblüten alle Zutaten in einer großen Schüssel gründlich miteinander vermischen. Dann auf einem, mit Backpapier augelegten, Blech verteilen und in den auf 150°C vorgeheizten Ofen mittig einschieben. Ca. 30 Minuten backen lassen, dabei alle zehn Minuten durchmischen, damit es gleichmäßig bräunt. Generell einfach im Auge behalten und lieber ein paar Minuten früher rausnehmen, als das es dann zu dunkel wird. Unter der fertige, noch warme, Müsli die übrigen Wildblüten mischen und komplett auskühlen lassen.


Samstag, 16. November 2013

I lost (a part of) my heart in Singapore...

Heute gibt's mal einen eher foodnebensächlichen Bericht. Ich möchte euch von meinem Urlaub Anfang November in Singapur erzählen. Ich in Singapur - dass das mal tatsächlich passiert, hätte wohl auch niemand gedacht. Über diese Stadt machte ich mir eigentlich nie Gedanken, bis ich den Lieblingsmann kennenlernte, da sein Bruder und dessen Frau dort leben. Zudem kommt eine leichte Höhenangst und eine generelle (wenn auch unbegründete) Flugangst. Super Kombi, oder? Außerdem hätte eine Flugreise eine temporäre Trennung von meinem Hund bedeutet... 
Wie es dann doch zu diesem Urlaubsziel kam, weiß ich gar nicht mehr genau. Im August kam die Idee plötzlich auf und sobald das gröbste geregelt war, hatten wir auch schon die Flugbuchung vorliegen. Kurz gesagt: Fliegen find' ich jetzt nicht gerade toll, aber es ist zu überstehen. Die Trennung von meinem kleinem Mann war hingegen schon richtig hart und wird erstmal nicht so schnell wiederholt. Nichtsdestotrotz bin ich sehr froh, dass wir diese Reise unternommen haben.

J. & J., ein rießiges Dankeschön! ♥ Wir hatten so viel Spaß und eine fantastische Zeit bei und mit euch!

Ich hab ja bestimmt schon mal erwähnt, dass ich kein Großstadtmensch bin. Pustekuchen! Singapur ist tatsächlich die erste große Stadt, die mir richtig gut gefällt. Die erste Reaktion, die man über Singapur von den meisten Personen ja hört, betrifft die Sauberkeit. Und ja, es ist tatsächlich sehr sauber, was ich persönlich super finde. (Und nein, man kommt nicht ins Gefängnis, wenn man einen Papierfetzen fallen lässt. Wtf? Wem fällt denn bitte immer so ein Unsinn ein?). Außerdem machte es den Eindruck, als wenn so gut wie alles sehr geordnet und organisiert abläuft. Und jeder hält sich an die Regeln, phänomenal! Ein paar 'Bedenken' hatte ich vorab wegen dem Klima, da ich zu große Hitze nicht mag. Eigentlich. Zumindest nicht in Deutschland. Tropisch-feucht, bei einer Mindesttemperatur von ca. 25°C habe ich mich richtig wohl gefühlt. Ich glaube, das beschreibt es eh am besten: Ich habe mich in Singapur pudelwohl gefühlt! ♥
Ich möchte hier jetzt dennoch keinen Tourguide oder ähnliches schreiben, sondern euch einfach mitnehmen auf eine Woche Singapururlaub. Wer ist dabei? :-)

Nachdem wir am Nachmittag angekommen sind wurden wir vom Schwager und Schwägerin in spe am Abend gleich nach Little India ausgeführt, wo momentan Deepavali/Diwali gefeiert wird und alles richtig hübsch beleuchtet ist. Schöner erster Eindruck.


Wir aßen hervorragend zu Abend (Restaurants liste ich euch am Schluss noch auf) in einem indischen Restaurant. Erster Unterschied zu unserer Esskultur: Es werden viele verschiedene Speise bestellt, von denen jeder nehmen und probieren kann. Herrlich, das hätte ich jetzt gerne immer bitte, wenn man auswärts isst.
Anschließend statteten wir "Mustafa" noch einen Besuch ab, einem rießigen (!) Kaufhaus in dem man alles und das dann noch in zig Varianten bekommt. Ich war so überfordert mit dem Angebot, dass wir ein paar Tage später nochmal hinfuhren, um in Ruhe zu stöbern.

Am nächsten Tag machten wir uns auf in die Orchard Road, eine Straße in der sich eine große Mall an die nächste reiht. Zum Glück hatten wir die zwei tollsten Reiseführer überhaupt dabei, sonst hätten wir uns beim ersten Mal bestimmt verlaufen.



Dort aßen wir dann indonesisch und fuhren anschließend weiter in den botanischen Garten Singapurs. Eine wunderschöne große Anlage, in der ich vermutlich noch Stunden hätte verbringen können.




Wir spazierten weiter, machten Halt in einer netten kleinen, französischen Konfiserie und als es dunkel wurde liefen wir an der Promenade und Clarke Quay entlang. Machten halt beim Theater und genoßen die Aussicht auf die wunderschönen Lichter.





Montag Vormittag wurden wir dann an den nahegelegenen Strand (Fun Fact: mit importierten Sand) entführt.


In der "Toast Box" legten wir eine kleine Pause ein und nahmen eine regionaltypische Speise ein: halbgekochte Eier, die aufgeschlagen und mit Sojasoße und Pfeffer verrührt werden, dazu Kaya-Toast. Lecker! Wir liefen weiter durch die Siedlung und hatten die Möglichkeit die Umgebung und eine andere Seite (im Vergleich mit dem am Abend zuvor betrachteten Finanzviertel) zu sehen. Ich finde diese Wandlungsfähigkeit einer Stadt toll.







Mittags aßen wir dann in einem sehr vornehm wirkenden chinesischem Restaurant. Wir kamen uns erst etwas deplaziert vor mit Shorts und FlipFlops, als das fantastische Essen dann aber kam, waren die Gedanken schnell vergessen. Ganz in der Nähe lag Marina Bay Sands und nachdem ein ziemliches Unwetter begann, sahen wir uns die dazugehörende Mall etwas genauer an. Als der Regen aufgehört hatte, ging es weiter in die Gardens of the bay und dort in den "Cloud forrest". 








Abends holten wir dann meine Schwägerin in spe von der Arbeit ab, stattetem dem Raffels Hotel einen kurzen Besuch ab und probierten uns dann in einem Dessert-Restaurant durch ein paar Speisen, wie z.B. Mangosago oder black sticky Ricepudding mit Vanilleeis.

Am nächsten Morgen machten der Lieblingsmann und ich uns dann allein auf den Weg in den Zoo, von dem ich schon einiges zuvor gehört hatte. Wir hatten Glück, denn unter der Woche war wirklich nicht viel los, so dass es kein Gedrängel, versperrte Sicht oder ähnliches gab.









Am Nachmittag fuhren wir dann nochmal in die Orchard Road, um dort in einer der Malls, in denen es fast immer einen Bereich gibt, der nur aus Essensständen besteht, zu Essen. Tja, leider ist es als Vegetarier gar nicht so leicht, an diesen Ständen zu essen, so dass wir nach langer Suche einfach nochmal in das indonesische Restaurant gingen, von dem wir wussten, dass es ein paar Veggie-Speisen auf der Karte hat.

Mittwoch fuhren wir dann in das größte Einkaufscenter: Vivocity. Von dort aus nahmen wir die Gondel (ja, auch diese Angst meinerseits wurde überwältigt) rauf auf Mount Faber, um die Henderson Waves Bridge anzuschauen. 


Anschließend fanden wir in Vivocity doch tatsächlich einen vegetarischen, indischen Imbiss, an dem wir natürlich sofort den Hunger stillten. Danach ging es dann noch einmal in die Orchard Road, da uns von einem großen Buchladen (Kinokuniya Bookstore) erzählt wurde. Das war eine Auswahl, unglaublich! Natürlich durfte auch ein Kochbuch mit nach Hause reisen. ;)

Am nächsten Vormittag fuhren wir nach China Town, ein Stadtteil, der uns wirklich gut gefallen hat. 




Solltet ihr einmal da (und so Kochverrückt wie ich) sein, geht unbedingt in die Temple Street. Dort reihen sich drei Geschäfte, die ausschließlich Küchenutensilien führen aneinander. Neben professionellem Großküchengeräten findet man aber auch allerhand Kleinkram, von dem wir auch einiges mitgenommen haben. Mit zwei Tüten bepackt trafen wir uns dann mit Feli von Flitzies Bakery. Wie es der Zufall wollte, waren wir nämlich zur selben Zeit in Singapur, was natürlich nach einem Mini-Bloggertreffen schrie.


Nach einem leckeren und sehr netten Mittagessen trennten sich unsere Wege wieder. Uns verschlug es zurück, da wir auf dem Weg zum Restaurant an einem Wet Market (von dem Julia hier auch schon berichtete) vorbeikamen, den wir uns noch anschauen wollten. Sehr intressant und zugleich völlig anders, als man Märkte von uns hier kennt.





Anschließend ging es wieder mit der MRT weiter, da wir uns auf Sentosa mit dem Bruder von Herrn Moonstruck treffen wollten. Zu Sentosa kann ich nicht allzu viel sagen, da die Insel für unseren Geschmack ein wenig zu künstlich war und nicht ganz so positiv auf uns wirkte. Ok, aber das Eis war sehr lecker. ;)



Am Abend folgte dann eine weitere Neuheit: Wir probierten Durian. Schon zu Beginn des Urlaubs wurde uns von dieser Frucht und ihrem fürchterlichen Geruch, den wir dann in manchen Supermärkten oder Ständen auch schon schnupperten, erzählt. Meine Neugier war geweckt. Als wir sie dann schließlich aßen, kam die Ernüchterung. Sie riecht nicht nur eklig, sondern schmeckt auch ziemlich seltsam. Aber wie's halt so ist: Geschmäcker sind verschieden.


Den vorletzte Tag begannen wir recht früh, um mit einem Boot auf die Insel Pulau Ubin zu fahren. Dort mieteten wir uns Fahrräder und schauten uns so die Insel an. Dabei trafen wir auf wilde Affen, Wildschweine (die sich beide an den Autos der Einheimischen zu schaffen machten) und Schlangen. Ziemlich spannend, schön und doch auch etwas anstrengend war die Tour.







Nachdem wir uns zu Hause etwas frisch gemacht hatten, ging es weiter, wie oben schon erwähnt, nochmal nach Little India zum Mustafa Centre. Dort kaufte ich dann allerhand verschiedene Gewürze, auf deren Verwendung ich mich schon freue. Anschließend ging's zur FZD School of Design. Da war eine von Ubisoft organisierte Ausstellung zum kürzlich erschienenen Assassin's Creed 4, an dem des Lieblingsmannes Bruder mitgearbeitet hat.


Zum Abendessen ging es in ein koreanisches Restaurant. Auch dort eine weitere Neuentdeckung: Auf jedem Tisch befand sich ein Grill, an dem das Personal das bestellte Gemüse/Fleisch direkt zubereitete. Auch probierte ich das erste Mal dort (herzhaftes) Mochi und war sofort verknallt!


Vom letzten Tag gibt es leider keine Fotos, da meine bessere Hälfte keine Lust mehr hatte, die Kameraausrüstung mitzutragen. Den Tag über spazierten wir durch verschiedene Bereiche von Singapur, genossen mittags hoch oben über der Stadt Sichuan-Cuisine, tranken nachmittags in einem gemütlichen Cafe Iced Latte, aßen leckeren Kuchen und wurden am Abend vor dem Abflug von meiner lieben Schwägerin in spe nochmal ziemlich gut bekocht. Rundum also ein richtig schöner letzter Urlaubstag, der den Abschied von der Familie und der Stadt noch ein bisschen schwerer gemacht hat.
Alle Fotos sind übrigens von Herrn Moonstruck gemacht worden. <3 Mehr davon findet ihr hier. 

So, ich hoffe euch hat die kleine Singapur-Rundreise gefallen. Wir hatten auf jeden Fall eine wunderbare Zeit dort und hätte ich unseren Hund dabei gehabt, wäre ich vermutlich gleich da geblieben.


Hier gab's das beste Essen, dass ich bisher in Urlauben genießen durfte:

Sankranti, Litte Idia: Unheimlich gutes indisches Essen. Probiert auf jeden Fall den Mangolassi! 
Sarvavanaa Bhavan, VivoCity: rein vegetarischer, indischer Imbiss. Lecker, aber sehr scharf. Hier war der Lassi nicht so gut. 
IndoBox, Ion Orchard Road: Indonesisches Restaurant, mit feiner vegetarischer Auswahl. Solltet ihr probieren: Tahu Telok & Terong Belado 
Paradise Pavilion, Financial district: Chinesische Küche, sehr schönes Restaurant mit richtig guter Küche und zwar nicht mal annähernd so, wie die "chinesischen Restaurants" hierzulande sich präsentieren. 
Blue Ginger, Chinatown: Peranakan Cuisine. Der beste Reis der ganzen Woche! Nur sehr kleine vegetarische Auswahl, dafür aber umso leckerer. Vorsichtshalber besser reservieren. 
Ah chew desserts, Bugis: Reines Dessertrestaurant. Große Auswahl an verschiedensten Speisen. Sowas findet man hier in Deutschland vermutlich gar nicht, deswegen auf jeden Fall mal probieren.
Hyang to gol, Chinatown: Leckere koreanische Küche, mit BBQ-Grill am Tisch. Am besten Nachfragen, ob sicher kein Fleisch enthalten ist bzw. weggelassen werden kann. Unbedingt reservieren. 
Si Chuan Dou Hua, UOB Plaza: Sichuan Cuisine. Sehr gut, aber als Vegetarier am besten auch nachfragen, worin Fleisch enthalten ist.