Montag, 30. September 2013

Baked Apple-Carrot-Oatmeal


Manche Dinge klingen englisch einfach besser. Oder findet ihr "Gebackene Apfel-Karotten-Haferflocken" wirklich gut? Na, wie dem auch sei. Es war nämlich so oder so ein sehr leckeres Frühstück. Inspiriert wurde es durch Including cake, aber doch nochmal etwas abgewandelt. Im ersten Moment, als ich das Rezept sah, dachte ich noch "Was? Karotten? Im Frühstück?" Aber dann fiel mir der unglaublich leckere Karottenguglhupf ein. Und ein Apfel-Karotten-Salat ist auch immer wieder lecker. Also hab ich's doch ausprobiert. Zum Glück! Serviert habe ich das Oatmeal dann noch mit einem Klecks Joghurt. Die Kombination von kalt auf heiß war dann noch das i-Tüpfelchen.


Zutaten für 2 Portionen
1 kl. Apfel
1 Karotte
220ml Milch
50g feine Haferflocken
1Tl Zimt
1 Prise Muskatnuss
1El Leinsamen
2El gehakte Walnüsse
2El gemahlene Mandeln
2El Goji-Beeren (alternativ: Rosinen oder Cranberries)
1-2El Honig
gehobelte Mandeln
Joghurt

Zubereitung
Die Karotte fein und den Apfel grob reiben. Dann alle Zutaten vermischen und in eine leicht gefettete Auflaufform füllen. Mit ein paar gehobelten Mandeln bestreuen und für 20 Minuten in den auf 180°C vorgeheizten Ofen stellen. Anschließend kurz abkühlen lassen und nach Belieben mit Joghurt genießen.


Sonntag, 29. September 2013

Linsenseintopf


Herbstliches und winterliches Soulfood vom Feinsten: Ein deftiger Linseneintopf. Erinnert an glückliche Kindheitstage und hinterlässt ein bekanntes wohliges Gefühl. Als Einlage dürfen manchmal noch ein paar Veggie-Würstchen mit rein. Und, so war's schon immer, auf den Tisch kommt dann noch extra Essig und Senf, den sich jeder selber noch nach Belieben untermischen kann.


Zutaten für 3-4 Portionen
200g braune Tellerlinsen
300g Kartoffeln*
100g Karotten*
100g Lauch*
100g Petersilienwurzel*
1l Gemüsebrühe
3El Balsamico bianco
1El mittelscharfer Send
1 Hand voll gehackte Petersilie

(*) geschält gewogen

Zubereitung
Die Linsen waschen, abtropfen lassen und in 500ml Brühe ca. 20-25 Minuten weich köcheln lassen. Übrige Flüssigkeit abgießen. 
Karotten, Petersilienwurzel, Lauch klein und die Kartoffeln etwas größer würfeln. Das komplette Gemüse in etwa zwei Esslöffel Öl anrösten und mit der restlichen Brühe ablöschen. In ca. 7-10 Minuten weich, aber noch mit etwas Biss, kochen. Nun die Linsen, den Essig und Senf, gehackte Petersilie, sowie kräftig Salz und Pfeffer unterrühren. Kurz zusammen erhitzen, abschmecken. Dann servieren und genießen.

Samstag, 28. September 2013

Buchvorstellung | Biokiste Vegetarisch

Vorweg möchte ich kurz erwähnen: Ich besitze keine Gemüse- oder Biokiste, finde diese Angebote generell aber sehr toll. Deswegen habe ich mich auch sehr gefreut, als der Kosmos-Verlag mir das Biokiste Vegetarisch zur Verfügung stellte.


Biokiste Vegetarisch
Autor: Cornelia Schirnhalt
erschienen: August 2013 im Kosmos-Verlag
144 Seiten
14,95€
ISBN: 978-3-440-13399-6 

Klappentext:
"100% Bio | Rund ums Jahr die regionale und frische Vielfalt aus der Biokiste, direkt vom Erzeuger oder vom Wochenmarkt genießen.
100% Vegetarisch | Klassische und originelle Rezeptideen für jede Gelegenheit - von Auberginen-Bolognese bis Zwiebel-Pastinaken-Gulasche.
100% Ausgewogen | Genau erklärt, worauf es bei der vegetarischen Ernährung wirklich ankommt."

Regional. Saisonal. Nachhaltig.
Diese drei Stichworte zieren das Cover. Die Idee dahinter: Ein Kochbuch, dass sich speziell auf die Lebensmittel bezieht, die in den jeweiligen Jahreszeiten zu bekommen sind. 

Nach zwei einleitenden Seiten geht's direkt mit einem Saisonkalender, welchen ich generell sehr praktisch finde und in so einem Buch aber auch erwartet hätte.
Die Kapitel teilen sich in die vier Jahreszeiten auf. Fast jedes Rezept belegt eine Doppelseite, mit einfachen, aber sehr hübschen, Fotos. Zwischendurch finden sich auch Rezepte ohne Foto, was mich aufgrund des gelungen Layouts hier allerdings nicht stört. 


Die Rezepte, jeweils mit Zeitangabe, machen einen einfachen und leicht umsetzbaren Eindruck, mit Zutaten, die man in der Regel ohne große Probleme bekommt. Trotzdem darf man keineswegs langweilige Rezepte erwarten! Ausgelegt sind sie überwiegend für vier, manchmal auch bis zu sechs, Portionen.

Frühlung: Dicke Bohnen-Suppe mit Salatstreifen und Kräuter | Sommer: Salat aus Ofentomaten mit pochierten Eiern | Herbst: Topinamburg-Carpaccio mit Orangesauce | Winter: Rosenkohl-Auflauf mit Petersilienwurzeln und Apfelkruste


Das Buch bietet eine tolle Vielfalt von einfach, klassisch wie z.B. Kohlrabischnitzel mit Kartoffel-Kräuter-Salat oder einer Zwiebelquiche mit Nussguss, bis hin zu raffinierten, ausergewöhnlichen Gerichten, wie Kürbis-Trauben-Salat mit Linsen-Falafel oder Schwarzwurzelgemüse auf indische Art. In jedem Kapitel gibt es zudem eine Doppelseite mit Informationen zu verwendeten Lebensmitteln: Über Sojabohnen bzw. Tofuprodukte, Getreide, Hülsenfrüchte & Nüsse und Eier & Milchprodukte.


Toll finde ich auch, die vielen kleinen Zusatzinformationen zum jeweiligen Rezept jeweils unter "Das ist wirklich wichtig" zu finden. Es wird u.a. beschrieben, wie man richtig frittiert, Quarkbratlinge brät, Eier pochiert, Kürbis vorbereitet, Hefeteig gelingt, und viele mehr. Außerdem steht bei einigen Rezepte unter "Das steckt drin" noch eine kleine Angabe, warum gerade das verwendete Gemüse so gesund ist. Desweiteren finden sich oft auch Variantiosnmöglichkeiten. Ihr mehr schon, in dem Buch steckt viel mehr drin, als vielleicht der erste Blick erahnen lässt. Abschließend gibt's zu jedem Kapitel vier verschieden Rezepte, um die jeweilige Jahreszeit "für den Vorrat" einzumachen.


Das Layout gefällt mir insgesamt sehr gut, einfach, schlicht aber sehr liebevoll gestaltet. Das fehlende Hardcover, welches ich bei Kochbüchern eigentlich lieber habe, stört mich überraschenderweise weniger als gedacht. Bei diesem Buch merkt man, dass sich die Autorin dahinter Gedanken gemacht hat und das gefällt mir besonders gut. 
Der einzige Punkt, über den ich noch etwas unschlüssig bin, sind die QR-Codes, welche zu Beginn der Kapitel zu finden sind und nützliche Zusatzinformationen, Rezeptlisten und regionale, saisonale Gemüsesorten im Überblick enthalten sollen. Ich habe hierfür extra einen QR-Code-Scanner installiert, um es auszuprobieren: Es funktioniert gut, man erhält eine Liste der verwendeten Gemüsesorten und hat Zugriff auf genauere Informationen dazu. In Zeiten der Smartphones und stetig sich weiterentwickelnden Technik, ist das zwar eine nette Idee, mehr eine Spielerei. Inweit das für ein Kochbuch allerdins wirklich sinnvoll oder notwendig ist, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Ich bräuchte die Codes jedenfalls nicht.
Aber da die Codes nur eine kleine Nebensächlichkeit sind und schließlich nichts an dem tollen Inhalt ändern, mindert das meine Freude über ein weiteres tolles Kochbuch in meinem Regal keineswegs. 

***

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Kosmos-Verlag unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung bleibt davon aber unberührt.

Freitag, 27. September 2013

Avocado-Schoko-Pudding


Erst vor ein paar Wochen kaufte ich meine erste Avoado. Heute allerdings, kann ich aus völliger Überzeugung sagen, dass ich dieser unscheinbaren Frucht absolut verfallen bin. Spätestens nach diesem Pudding war es mir klar. Komplett pur am Stück mag ich sie eher weniger, aber es reicht schon das weiche Fruchtfleisch mit einer Gabel etwas zu zerdrücken, mit Salz und Pfeffer zu würzen - schon könnte ich mich reinlegen. Und dass sie sich auch als Süßspeise hervorragend macht, zeigt dieses Rezept. Bei mir gab es den Schoko-Avocado-Pudding zum Frühstück, dazu frische Mangowürfel. Eine toller und gesunder Start in den Tag! 
Als nächstes steht dann der Versuch mit warmer Avocado an. Darüber habe ich bisher allerdings sehr unterschiedliche Meinungen gehört. Habt ihr das schon mal probiert?


Zutaten für 1 Person
1 reife Avocado
1 gr. (sehr) reife Banane
2Tl Kakao (den ungesüßten)
1-2El Honig
150g Joghurt 

Zubereitung
Das Fruchtfleisch der Avocado, sowie der Banane in ein hohes Gefäß geben. Kakao, Honig und Joghurt zufügen und mit dem Pürierstab zu einer glatten Creme pürieren. Fertig! So schnell kann's gehen. :)



Montag, 23. September 2013

Zitronige Oliven-Spaghetti


Zutaten für 3-4 Portionen
350g Spaghetti
1 unbehandelte Zitrone
4 gehäufte Tl Olivencreme (z.B. diese)
2 Knoblauchzehen
3El Olivenöl
Basilikum
Salz, Pfeffer

Zubereitung
Knoblauch in feine Scheiben schneiden. Etwas Zitronenschale abreiben, ca. einen Esslöffel voll und anschließend auspressen. Spaghetti kochen, abgießen und abtropfen lassen. Olivenöl bei mittlerer Temperatur erhitzen, Knoblauch darin andünsten, aber nicht bräunen lassen. Spaghetti, Zitronensaft und -schale dazugeben. Dann die Olivencreme gründlich untermischen. Einen Deckel auflegen und kurz durcherhitzen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Vor dem servieren auf die Portionen ein paar geschnittene Basilikumblätter geben.

Inspiriert durch University Foodie


Und mit diesem wunderbaren Cross-Over-Kitchen-Gericht (italienische Pasta mit griechischen Oliven) mach' ich noch schnell beim diesmonatigen Blogevent meiner lieben Freundin Marie mit.

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Sonntag, 22. September 2013

Apple-Pancakes


Zutaten für ca. 8 Stück (je nach Größe)
2 mittel-gr. Äpfel
2Tl Zitronensaft
25g Mehl
2 Eier
1Tl Backpulver
1 ordentliche Prise Zimt
(Zucker nach Belieben)

Zubereitung
Die Äpfel schälen und über einem Sieb grob raspeln. Tip am Rande: Wenn ihr eine Handreibe verwendet, raspelt die Äpfel im ganzen rundherum und nicht geschnitten. So habt ihr immer etwas zum festhalten. Die geraspelten Äpfel gut ausdrücken (den Saft könnt ihr gerne trinken, sehr lecker!) und mit dem Zitronensaft vermengen. Die Eier mit Mehl, Backpulver, Zimt und falls verwendet Zucker verrühren und die Äpfel unterhaben. Eine Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen und mit wenig Öl ausstreichen. Pro Pancake einen gehäuften Esslöffel von der Masse in die Pfanne geben und etwas flach drücken. Von beiden Seiten bräunen. Die Puffer auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen bei 160°C 10 Minuten fertig backen.
Ich habe dazu etwas Joghurt gegessen, mhmm!

Nach einem Rezept von ...what Ina loves.


Mittwoch, 18. September 2013

Avocado-Mozzarella-Mango-Salat


Kitty Wu und Steffen von Feed me up before you gogo berichteten auf Twitter vor einiger Zeit, dass sie dabei waren, diesen Salat zuzubereiten. Als ich mir das Originalrezept anschaute, war sofort klar: Das muss ich auch probieren! Und als sie dann auch noch das Rezept auf ihrem Blog mit wunderhübschen Bildern veröffentlichten, wurde die Neugier darauf nur noch verstärkt. Danke euch beiden. ♥
Hätte mit allerdings vor zwei Jahren jemand gesagt, dass ich mal einen Salat essen werde, der Avocado, Mozzarella und Mango vereint, hätte ich wahrscheinlich süffisant gelacht und schon mal die Männer mit den weißen ich-hab-mich-lieb-Jacken geholt. Avocado kannte ich nicht und hab ich mir -warum auch immer- einfach schlecht schmeckend vorgestellt. Mozzarella ging gar nicht. Und Mango mochte ich nur verarbeitet, vorzugeweise in Eis. Tja, es kommt natürlich immer anders, als man denkt: Denn dieser Salat ist hammermäßig lecker! Meine liebsten Mit-Testesserin waren zwar erst skeptisch, am Ende aber ebenso völlig überzeugt. Was bin ich froh, dass ich inzwischen nicht mehr ganz so heikel bin, wie ich es früher durchaus war. Ansonsten wäre mir dieser Genuss tatsächlich entgangen...

Zutaten für 3 Vorspeisenportionen
1 reife Avocado
1/2 gr. reife Mango
1 Kugel Mozzarella
2 Hand voll Rucola
3El Pinienkerne
1 kl. Limette
100ml Orangensaft
1El Honig
3El Olivenöl
Salz, Pfeffer
Chiliflocken

Zubereitung
Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten. Rucola waschen und trocknen. Orangensaft in einem kleinen Topf aufkochen und bis zur Hälfte einreduzieren lassen. Dann mit Öl, Honig, Salz, Pfeffer und ein paar Chiliflocken verrühren und abkühlen lassen.
Mozzarella würfeln. Mango und Avocado schälen und ebenfalls in Würfel schneiden. Die Avocado gleich mit dem Saft der Limette vermischen, um eine Braunfärbung zu verhindern. Dann drei Speiseringe (8cm Durchmesser) bereitstellen und einschichten: Avocado, Mozzarella, Mango. Jeweils mit ca. einem Esslöffel Dressing berträufeln. Den Rucola mit dem übrigen Dressing vermischen und auf den Türmchen verteilen. Mit den Pinienkernen bestreuen und servieren.



Montag, 16. September 2013

{Zu Gast bei Krümelkreationen} Ofenschlupfer

Selina hat vor kurzem mit ihrem Studium begonnen und steigt nun voll in den Unialltag ein. Und damit ihr hübscher Back-Blog Krümelkreationen dabei nicht zu kurz kommt, habe ich sie gestern dort mit diesem leckeren Rezept, das natürlich zu ihrem Blog passend gebacken wurde, vertreten. Und frisch aus dem Ofen, noch lauwarm, schmeckt der Ofenschlupfer auch am besten. Liebe Selina, ich wünsche dir für deine Start in das Studium alles Gute und viel Erfolg. Und vielleicht magst du dich an dem ein oder anderen Morgen mal mit diesem Frühstück stärken. :)


Fragt mich bitte nicht, wieso dieses Gericht Ofenschlupfer heißt oder wo das Wort her kommt. Wenn ihr es aber wisst, könnt ihr es mir gerne erzählen. ;-) Im Prinzip ist es ein Brot-Auflauf, bei mir mit Apfel und Rosinen. Aber völlig egal, wie man es auch nennen mag: Lecker ist es so oder so!


Zutaten für 2 Portionen
4-5 gr. Scheiben Weiß-/Toastbrot (kann auch schon etwas altbacken sein)
1 gr. Apfel
1 Hand voll Rosinen (optional)
200ml Milch
2 Eier
2-4El Zucker (nach Belieben)
je eine ordentliche Prise Vanille und Zimt
Puderzucker

Zubereitung
Die Brotscheiben quer in längliche Stücke schneiden. Eier mit Milch, Zucker, Vanille und Zimt verquirlen. Apfel schälen und das Kerngehäuse ausstechen. Halbieren und in schmale Scheiben schneiden. In eine leicht gefettete Auflaufform abwechselnd Brot- und Apfelscheiben einschichten. Die Rosinen oben drauf verteilen und die Milchmischung gleichmäßig darübergießen. Für 20-25 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 180°C backen, bis die oberen Brotränder goldbraun sind und die Eiermasse gestockt ist. Herausnehmen, kurz abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen. 
Dazu könnt ihr servieren, was ihr wollt, z.B. Vanilleeis oder -soße, Apfelmus oder anderes Fruchtkompott, eine Schoko- oder Fruchtsoße. Oder ihr esst es, wie ich, einfach pur. 


Sonntag, 15. September 2013

Grießflammerie mit Zwetschgenmus und Apfelkompott

Der Herbst ist da! ♥ Nun beginnt also die, für mich, schönste Zeit des Jahres. Es wird kühler, oft weht einem ein leichter Wind um die Nase, die Natur nimmt die schönsten Farben an. Der Wasserkocher wird rausgeholt, es wird wieder viel Tee getrunken und die liebsten, warmen Kuschelsocken kommen wieder zum Einsatz. Ach, ich denke, diese Aufzählung könnte ich durchaus noch weiter führen. Ich bin einfach ein absolutes Herbstkind. Dieser Nachtisch, den ich mir auch ziemlich gut zum Frühstück vorstellen kann, passt einfach ganz wunderbar zu dieser Zeit. Ein fluffiger Grießbrei, süß-saures Zwetschgenmus (am besten natürlich selbst gemacht) und warmes Apfelkompott mit Zimt. Unheimlich lecker! 


Für das Zwetschgenmus habe ich leider kein ganz genaues Rezept, nur so ungefähr: Ich habe 1,5kg ensteinte und halbierte Zwetschgen mit einem kleinen Schluck Wasser, zwei Zimtstangen und zwei Sternanis in eine Auflaufform gegeben. Ca. 70-80g Zucker untergemischt und das Ganze unter wiederholtem Rühren für zwei Stunden bei 160°C Ober-/Unterhitze im Ofen weich schmoren lassen. Dann in einen Topf umgefüllt (Zimt und Anis entfernen), etwas Rum dazugegeben und püriert. Aufkochen lassen und bis zur gewünschten Konsistenz köcheln lassen. Das Ganze habe ich in sterilisierte Twist-Off-Gläser gefüllt, diese verschlossen und auf dem Kopf gestellt, abkühlen lassen. Je nach Größe ergibt das 4-5 Gläser.

Zutaten für 4 Personen
500ml Milch 
80g Weichweizengrieß
40g Zucker
1 ordentliche Prise gemahlene Vanille
ein Stück Zitronenschale
1Tl Butter
2 Eier
1 Prise Salz

2 Äpfel
2El Zitronensaft
Zimt

Zubereitung
Für den Grießflammerie die Milch mit Zucker, Vanille, Salz und der Zitronenschale aufkochen lassen. Vom Herd nehmen, den Grieß einrießeln lassen und gut unterrühren. Zurück auf den Herd stellen, kurz aufkochen und 1-2 Minuten unter rühren köcheln lassen. Wieder vom Herd nehmen und 10 Minuten quellen und abkühlen lassen. Währendessen die Eier trennen und das Eiweiß mit etwas Salz steif schlagen. Butter und Eigelb unter den lauwarmen Grießbrei rühren. Zwei Esslöffel  Eischnee kräftig untermischen, damit eine etwas lockere Masse entsteht. Den restlichen Eischnee unterheben und das Ganze dann in Gläser füllen. Abkühlen lassen, allerdings nicht im Kühlschrank, da er dann fester wird. 
Die Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in Stücke schneiden. Mit dem Zitronensaft, etwas Zimt (Menge nach Belieben) und einem Schluck Wasser aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze abgedeckt köcheln lassen, bis die Äpfel weich sind. Dann den Deckel runter nehmen und die Flüssigkeit fast komplett verdampfen lassen.
Zwetschgenmus (ungefähr 2-3 Esslöffel pro Portion) auf dem kalten Grießbrei geben und mit Apfelkompott toppen. Etwas Zimt darüberstreuen und servieren.

Grießflammerie-Rezept nach Fool for Food

 

Samstag, 14. September 2013

Seitan-Gyroswrap

Man könnte meinen, dieser Wrap ist eine Reinkarnation dieses Salates. Stimmt auch irgendwie, denn den Seitan habe ich wieder genauso zubereitet. Die Soße enthält diesmal etwas Quark und gegrillte Zucchini kommen auch noch hinzu. Den Feta habe ich diesmal weggelassen, würde aber auch super dazu passen.


Zutaten für 2 Personen
4-6 Tortillafladen (je nach Größe und Hunger)
Seitan-Gyros
1 Tomate 
1kl. Zucchini
etwas Eisbergsalat
1/2 rote Zwiebel
Joghurt
Quark
Knoblauch
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung
Seitan-Gyros wie hier beschrieben zubereiten.
Tomate in Spalten, Zucchini in Scheiben, Eisbergsalat in Streifen und die Zwiebel in dünne Ringe schneiden. Zucchini mit Olivenöl benetzen und mit Salz und Pfeffer würzen. Auf einem mit Backpapier belegtem Blech verteilen und im 200°C heißen Ofen ca. 20-30 Minuten backen. Zwischendurch wenden und generell im Auge behalten, damit sie nicht zu dunkel werden.
Joghurt und Quark 2:1 verrühren und mit 1-2 Zehen gepressten Knoblauch, ein paar Spritzer Olivenöl und Salz und Pfeffer verrühren. Abschmecken und bis zum Verzehr kalt stellen.
Eine Pfanne erhitzen und die Fladen nacheinander ohne Zugabe von Öl pro Seite 2-3 Minuten erwärmen. Anschließend darf gefüllt werden: Soße darauf verstreichen, nach Belieben belegen und einrollen. Hineinbeißen & genießen!


Donnerstag, 12. September 2013

Kürbispüree, geschichtet mit Walnusspesto


Zutaten für 4 Personen
Kürbispüree
1 mittel-großer (ein gutes Kilogramm darf er haben) Hokkaido-Kürbis
50-100ml Milch
1/2 Zitrone
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
Olivenöl

Walnusspesto
50g Walnüsse
10g (2 Hände voll) Basilikum
50g Ziegenhartkäse
5-6El Olivenöl 
Salz, Pfeffer



Zubereitung
Kürbis halbieren und Kerne herauskratzen (geht besonders gut mit einem Eisportionierer). In schmale Spalten schneiden und in einer großen Schüssel mit einem ordentlichen Schuss Olivenöl, sowie Salz und Pfeffer vermischen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C Umluft 40-50 Minuten backen, bis er weich ist und leicht gebräunt ist.
Währendessen das Pesto herstellen:  Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Öl rösten. Herausnehmen und abkühlen lassen. Ziegenhartkäse reiben oder in kleine Stücke schneiden und mit Basilikum, Walnüssen und Öl in ein hohes Gefäß geben. Gründlich pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Wenn die Kürbisspalten weich sind, herausnehmen und mit der Milch pürieren. Die Menge der Milch abhängig von der gewünschten Konsistenz. Ich wollte das Püree eher fest und streichfähig, hab daher weniger genommen. Wollt ihr das Püree samtiger, gebt ihr einfach etwas mehr Milch dazu. Mit dem Saft der Zitrone, Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss abschmecken.
In zwei Gläser dann abwechselnd Kürbispüree und Walnusspesto schichten. Oben drauf etwas Kürbiskernöl träufeln.
Wir haben dazu dann Crostini und gebratene Champignons gegessen.



Und da hier gleich zweimal mein toller Pürierstab zum Einsatz kam, darf auch dieses Rezept bei Zorras aktuellem Blogevent und dem Braun Food-Blogger-Kochbuch teilnehmen. Und natürlich wünsche ich dir auch noch einmal alles Gute zum 9-jährigen Bloggeburstag, liebe Zorra!

9 jahre kochtopf Blog-Event - Smart Speed Kitchen (Einsendeschluss 15.9.2013)

Montag, 9. September 2013

Kartoffel-Radieschen-Salat



Zutaten für 2 Personen
ca. 450g Kartoffeln
5gr. Radieschen
1/2 Bd. Schnittlauch
3El Öl
2El milder Apfelessig
1/2Tl Senf
Salz, Pfeffer
Prise Zucker

Zubereitung
Die Kartoffeln gar kochen, etwas auskühlen lassen. Pellen (oder auch nicht, mir macht die Schale nichts, so dass ab und zu auch mal was dran bleibt) und in Stücke schneiden. Die Radieschen in dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Öl, Essig, Senf, Zucker, Salz und Pfeffer gründlich verrühren und mit Kartoffeln, Radieschen und gehacktem Schnittlauch vermischen. 15 Minuten ziehen lassen und vor dem servieren nochmal abschmecken und ggf. mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Sonntag, 8. September 2013

Dattelkompott mit Joghurtcreme und Pistazien

Von meiner Joghurttorte hatte ich noch getrocknete Datteln übrig. Pur mag ich sie eher nicht, also ging ich auf die Suche nach Rezepten. Zum Glück habe ich mich dann für dieses Dessert entschieden, es ist nämlich richtig lecker. Die Frischkäse-Joghurt-Creme ist absichtlich nicht gesüßt, da die Datteln süß genug sind. Zum essen vermischt ihr also einfach alles miteinander oder nehmt mit einem Löffel immer etwas von beiden Schichten auf.


Zutaten für 2 Portionen
75g getrocknete, entsteinte Datteln
100ml Orangensaft
1 ordentliche Prise Zimt
150g Joghurt
50g Frischkäse
2Tl gehakte, ungesalzene Pistazien

Zubereitung
Datteln in kleine Stücke schneinde. Den Orangensaft mit dem Zimt aufkochen lassen und vom Herd nehmen. Fünf Minuten abkühlen lassen, dann die Datteln dazugeben. Komplett abkühlen lassen.
Frischkäse und Joghurt glatt rühren, im Kühlschrank zwischen lagern. Das Kompott in Gläser geben und kalt stellen. Kurz vor dem servieren die Joghurtcreme darauf verteilen und mit den Pistaizien bestreuen.

Adaptiert nach einem Rezept von essen&trinken.


Freitag, 6. September 2013

Toastbrot

Vor einiger Zeit lagen T. und ich abends auf der Couch und zappten uns durch das grauenhafte Fernsehprogramm. Als wir Arte erreichten, hinderte ich T. mit einem entzücktem Aufschrei am weiterschalten. Denn es lief: Blues Brothers. Wie lang hatte ich diesen Film schon nicht mehr gesehen? Also schauten wir da weiter (die leicht abschätzige Bemerkung T.'s "Singen die da etwa???" ignorierte ich gekonnt). Kurz darauf kam die Szene, in der Jake und Elwood ihren ehemaligen Bandkollegen Matt "Guitar" Murphy in seinem Cafe besuchen, um ihn dazu zu überreden wieder mit in die Band einzusteigen. Schließlich sind sie im Auftrag des Herrn unterwegs. Die zwei Brüder setzen sich also ins Cafe und bestellen bei Mrs. Murphy, gespielt von Aretha Franklin, vier gebratene Hähnchen (die ich hier in Zukunft ebenfalls ignoriere, weil unrelevant) und getoastetes, weißes Brot. Mrs. Murphy wundert sich darüber und erzählt ihrem Mann davon, der sofort wusste, wer diese Bestellung aufgegeben hat. Als Jake und Elwood ihm von ihrem Plan erzählen, mischt sich Matt's Frau gleich mit folgendem Song ein:


Naja, viel Erfolg hat sie damit wohl nicht. ;-) 
Aber zurück zum Thema: Als diese Szene lief, fielen mir schlagartig Nina's Foodblogger-Charts ein, die mit dem passenden und gleichnamigen Event ihren Abschluss finden: Es soll ein Song kulinarisch umgesetzt werden. Das passiert wohl auch nur Bloggern: Abends, müde, auf der Couch an Blogevents denken. :-D
Also überlegte ich mir die Tage darauf, was ich aus Weißbrot machen könnte, ohne das die Grundgedanke von "some dry toasted white bread" allzu sehr in den Hintergrund rutscht. Und dann kam's mir erst: Ich backe einfach das Brot an sich! Nach drei (!) gescheiterten Versuchen (ich hatte ja auch ganz genau Vorstellungen), klappte es mit Roxana's Rezept dann aber doch noch. Ich habe es nur leicht abgeändert und (obwohl ich Cup-Messbecher habe) für euch abgewogen.


Zutaten für 1 Laib (22cm Kastenform)
400g Mehl Typ 550
100ml Wasser, lauwarm
3g Trockenhefe
1Tl Zucker
1Tl Salz
35g Butter 
50ml Milch
1Ei

Zubereitung
Wasser, Hefe und Zucker verrühren und ca. zehn Minuten ruhen lassen. Die Butter schmelzen
Das Mehl in eine Schüssel sieben, eine Mulde hineindrücken und da die Hefemischung, Ei, Butter und Salz hineingeben. Mit den Knethaken, langsam beginnend und schneller werdend, gründlich verkneten. Zu einer Kugel formen und in eine geölte Schüssel legen. Eine Plastiktüte darüber stülpen und eine Stude lang gehen lassen. Die Luft aus dem Teig behutsam rausdrücken, dann herausnehmen und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche erneut kurz durchkneten. Zu einer Kugel geformt fünf Minuten entspannen lassen. Dann flach in eine oveale Form drücken, so dass der Teig schonmal die Länge der Kastenform hat. Dann (und jetzt kommt der schwer beschreibare Teil, den T. übernommen hat) die länglichen Seiten zur Mitte einschlagen, andrücken und mit leichtem Druck den Teig zusammenrollen. Er sollte jetzt eine rechteckige Form, mit abgerundten Ecken haben, so dass er genau in die Form passt. Mit der Naht nach unten die gefettete Kastenform legen. (Ohje, ich hoffe, ihr seid von dieser Beschreibung jetzt nicht abgeschreckt. Einfach gesagt: Die länglichen Seiten zur Mitte hin andrücken und den Teig einfach in Kastenform bringen und mit dem Schluss nach unten hineinlegen.). Erneut in die Plastiktüte stellen und nochmal 45 Minuten gehen lassen. Wenn ihr nicht wollt, dass das Brot unkontrolliert aufreisst, könnt ihr es auf der Oberfläche auch der Länge nach einschneiden. Ich habe das aber absichtlich nicht gemacht. Das Brot auf die zweite Schiene von unten im vorheizten Ofen bei 190°C Umluft mit Dampf (entweder mit einer Druck-Sprühflasche Wasser auf den heißen Boden und die Wände sprühen oder einfach eine Tasse Wasser auf den heißen Boden schütten, danach die Tür sofort verschließen) 30-35 Minuten backen. Auf einem Gitter komplett auskühlen lassen.



Nina's Foodblogger-Charts solltet ihr euch unbedingt mal anschauen. Ich finde das eine herrliche Idee und bin schon sehr auf die Event-Zusammenfassung gespannt.

Foodblogger-Charts: Das Event!

Mittwoch, 4. September 2013

Joghurttorte mit Melone und Maracuja


Ich wollte schon länger zwei Sachen ausprobieren: Eine Joghurttorte ohne backen und einen rohen Kuchen. In dieser Torte ist mir dann sogar beides gelungen: Die Joghurtschicht ist dank Agartine perfekt fest geworden, durch das aufkochen aber nicht mehr 'roh'. Dafür ist es aber der Boden, der (und ich gebe zu ich war eher skeptisch) richtig lecker war und super zu dem milden Joghurt gepasst hat. Da die Datteln bereits sehr süß sind, habe ich die Joghurtschicht nur dezent gesüßt, was für meinen Geschmack wunderbar gepasst hat. Ihr könnt natürlich auch mehr Zucker verwenden, sollte euch das besser schmecken. Ich habe den Kuchen in einer 18 cm Springform zubereitet, hatt aber sowohl vom Boden als auch von der Joghurtmasse etwas übrig und würde ich deswegen eher zu einer größeren Springform raten. Ich habe die Torte bereits einen Tag im voraus zubereitet und die Maracujas erst kurz vor dem servieren darüber gegeben. Außerdem könnt ihr das Obst natürlich beliebig austauschen, ganz nach euren Vorlieben.


Zutaten für eine Springform (24-26cm)
150g Soft-Datteln
150g Mandeln
500ml (ca. 570g) Joghurt
250ml + 2El Milch
3-5El Zucker (ich habe nur 3 genommen)
1/2 unbehandelte Limette
1,5Pck. (15g) Agartine (*)
1/2 Galia-Melone
2-3 Maracujas

(*) Ich verwende Agartine. Solltet ihr aber Agar-Agar verwenden, müsst ihr die Menge entsprechend für 750ml Flüssigkeit anpassen, da das nicht 1:1 übernommen werden kann.

Zubereitung
Die Mandeln in einer Küchenmaschine fein zerkleinern, fast mahlen. Dann die Datteln zugeben und ebenfalls mitmixen. Da sich bei mir daraus keine anständige Masse ergeben wollte, habe ich noch zwei Esslöffel Milch zugegeben. Den Boden der Springform mit Frischhaltefolie auslegen und die Mandelmasse mit den Fingern zu einem Boden hineindrücken. Während der Zubereitung der Joghurtmasse kalt stellen. 
Die Schale der Limette abreiben, Saft ausdrücken. Zusammen mit dem Zucker unter den Joghurt rühren. Milch und Agartine unter ständigem rühren aufkochen und zwei Minuten köcheln lassen. Dann vom Herd nehmen, in eine andere Schüssel umfüllen und kurz abkühlen. 
Währendessen mit einem entsprechendem Ausstecher Kugeln aus der Melone stechen und auf dem Boden verteilen. Nun erst Esslöffelweise den Joghurt zur Milch geben und dann alles gut verrühren. Die Masse auf die Melonenkugeln und den Mandelboden gießen. Nun wieder in den Kühlschrank stellen und mehrere Stunden fest werden lassen.
Kurz vor dem servieren die Maracujas halbieren, das Fruchfleisch herauskratzen und auf dem Kuchen verteilen.


Montag, 2. September 2013

Karotten-Curry mit Reisnudeln aus "Peace Food"

Im letzten Urlaub fielen mir zwei Kochbücher in die Hände, die eigentlich gar nicht auf meiner 'Wunschliste' standen. Das Eine ist "Peace Food" von Rüdiger Dahle, erschienen 2013 im Gräfe und Unzer Verlag. Es durfte also mit nach Hause und ist damit mein erstes veganes Kochbuch.


Das Kochbuch basiert auf dem gleichnamigen Ratgeber "Peace Food: Wie der Verzicht von Fleisch und Milch Körper und Seele heilt". Ich muss dazu sagen, ich kenne dieses Buch nicht bzw. habe es nicht gelesen. Ich finde das aber auch nicht unbedingt nötig, um trotzdem Gefallen an dem Kochbuch zu haben.

"Die schlechte Nachricht ist: Das Leben vergeht wie im Flug. Die gute Nachricht ist: Du bist der Pilot."

Mit diesem Zitat beginnt die Einführung. Rüdiger Dahlke erläutert über mehrere Seiten die Gründe und Vorteile einer bewussten und veganen Ernährung. Anschließend an die Rezepte gibt es zudem eine Austauschtabelle (was anstatt Hackfleisch/Sahne/Ei/Honig etc. in der veganen Küche verwendet werden kann), sowie eine Erklärung verschiedener Zutaten wie z.B. Agar-Agar, Hefeflocken, Tempeh, usw. Somit finde ich das Buch auch gut geeignet für Kochanfänger, sowie vegane Neulinge.



Die Rezepte teilen sich in vier Kategorien, die jeweils nochmal unterteilt sind.
In Vegane Kleinigkeiten findet man 'Drinks', 'Aufstriche', 'warmes Frühstück' und Ideen 'für unterwegs'. Peace Food für jeden Tag enthält 'Suppe', 'Pizza, Pasta und Risotto', 'Currys', 'vegan & bodenständige Küche' und '"Vleisch" für Umsteiger'. Kochen für Freunde wird in 'Dinner for two' und 'für die große Runde' aufgeteilt. Und in vegan & süß findet man Rezepte für 'Desserts', 'Mehlspeisen', 'Kuchen, Torten und Törtchen' sowie 'Konfekt'.


Jedes Rezept ist mit einem tollen Foto versehen, welches Lust auf mehr macht. Zudem sind die Rezepte gut verständlich und in der Regel mit leicht zu bekommenden Zutaten machbar. 
Nicht nur im Teil 'Vleisch für Umsteiger', sondern im gesamten Buch, kommen immer wieder Tofu, Seitan & Co. zum Einsatz. Da ich diese Produkte gerne esse, macht mir das natürlich nichts. Aber ich weiß auch, dass es die ein oder anderen Vegetarier/Veganer gibt, die von sogenannten Ersatzprodukten nicht viel halten. Für die wäre dieses Buch dann wohl eher ungeeignet.
Was mir besonders gefallen hat, ist dass die meisten Rezepte für zwei Personen ausgelegt sind. Endlich ist mal kein halbieren der Zutaten nötig, wenn ich nur für den Herrn und mich koche. 


Warum ich dieses Buch gekauft habe: Wenn ich ein Kochbuch in die Hand nehme und bereits die ersten zwei-vier Rezepte, die ich aufschlage, mir in Gedanken ein "Mhmm", "Lecker" oder ähnliches entlocken wird es meist genauer unter die Lupe genommen. So war es auch bei "Peace Food". Beispiele für diese ersten Reaktionen wären Beauf Stroganoff, Kartoffellaibchen mit Tomaten, Couscousstrudel mit Tofu und Tomaten-Lauch-Salat, Steinpilzknödel und Hirse-Pflaumen-Porridge. Für die Süßmäuler unter euch gäbe es zum Beispiel Mohn-Grieß-Schmarren mit Aprikosenmus, Kokos-Panna-Cotta mit Mango oder Brownies mit Orangenglasur.


Entschieden habe ich mich dann trotzdem als erstes für das Karotten-Kokos-Curry. Perfekt wäre es natürlich gewesen, wenn mich dieses Gericht sofort begeistert hätte. Hat es aber nur bedingt. Geschmacklich war es zwar gut, aber nichts besonderes. Ich musste ziemlich nachwürzen und auch mit den Zeit- und Mengenangaben kam ich nicht direkt zurecht. Zwar sollten die Karotten noch bissfest sein, aber mir hätten sie ein bisschen weniger knackig besser gefallen. Obwohl ich schon weniger Reisnudeln als angegeben verwendet habe, war es im Endeffekt dann immer noch zu viel für zwei Personen. Und wir sind gute Esser! Schade, denn genau das hatte mir ja eigentlich am Buch gefallen. Mal schaun, was die nächsten Rezepte so ergeben. Jetzt zeig ich euch erstmal meine Variante des Curries:


Zutaten für 3-4 Personen
500g Karotten
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 daumengroßes Stück Ingwer
3/4-1 rote Chilischote
200g Räuchertofu
200g Reisnudeln
2El Öl
150g Kokossahne (*)
2Tl Curry
3El Reiswein (*)
3-4El Sojasoße
1/2 Bund Petersilie
Salz, Pfeffer

(*) Im Buch wird als Alternative zur Kokossahne, Sojasahne oder Kokosmilch genannt. Ich habe 150ml Sojasahne + 1 geh. Tl Kokospulver verwendet. Anstatt Reiswein habe ich 1El Reisessig, eine Prise Zucker und 2El Wasser verwendet.

Zubereitung
Knoblauch fein hacken, Zwiebel halbieren und feine Streifen schneiden. Ingwer fein reiben. Chili in dünne Ringe und Tofu in kleine Würfel schneiden. Karotten schälen und in gleichmäßig, dünne Scheiben schneiden/hobeln. 
In einem Wok das Öl erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Chili und Tofu darin 5 Minuten scharf anbraten. Dann die Karotten zufügen und kurz mitbraten. Mit drei Esslöffel Sojasoße und dem Reiswein ablöschen. Dann Sahne und Curry einrühren. Einen Deckel auflegen und 10 Minuten oder bis zur gewünschten Konsistenz der Karotten köcheln lassen. Währendessen die Reisnudeln nach Packungsanweisung zubereiten (meine mussten vorher 30 Minuten einweichen). Die Petersilie klein hacken und mit den Reisnudeln unter die Karotten mischen (hab ich nur der Optik wegen auf dem Foto nicht gemacht). Mit Salz und Pfeffer und ggf. noch etwas Sojasoße abschmecken und servieren.

Obwohl "Peace Food" also nicht auf meiner Kochbuch-Wunschliste stand, bin ich trotzdem froh es mir gekauft zu haben. Ich finde es als erstes veganes Kochbuch durchaus gelungen. Mein letztes wird es allerdings nicht sein. ;-)