Montag, 28. Juli 2014

Dinkel-Körner-Baguette

Wisst ihr eigentlich, wie praktisch es ist, mit einem Bäckermeister verheiratet zu sein? Ziemlich praktisch, wie ich schon desöfteren feststellen konnte. Das läuft dann in etwa so, dass ich ihm sage, was für eine Backware ich wann brauche und er mir dann ein Rezept austüftelt und wenn er Zeit hat, es sogar auch noch backt (was dem Ergebnis sehr zugute kommt). So auch geschehen bei diesem Baguette (das sich übrigens sehr schnell zum Liebling hervorgehoben hat): Ich habe Herrn Moonstruck bereits zwei Wochen im vorraus Bescheid gesagt, dass ich gern ein bestimmtes Baguette hätte. Dunkel sollte es sein, wenn möglich mit Dinkelmehl (mag ich einfach sehr gerne). Und Körner sollten drin sein. Nicht drauf. Und nicht so groß wie bei den letzten Baguettes. Und natürlich lecker muss es sein. Ganz besonders lecker. Zwei Wochen hatte der Mann nun also Zeit. Tja, drei Tage vor dem Tag, an dem es die Baguettes geben sollte, fragte er mich nochmal, was ich denn jetzt wolle (ist ja nicht so, dass ich das nicht immer mal wieder erwähnt hätte...). Zwei Tage voher berechnete er das Rezept und an DEM Tag hatte ich pünktlichst diese perfekten Baguettes am Tisch liegen. Hach, wenn ich ihn nicht hätte. ♥


Freitag, 25. Juli 2014

Internationaler Frühstücksfreitag
#5 China - Congee

Bereits als ich das erste Mal bei Mel Congee entdeckte, stand für mich fest: Muss ich ausprobieren. Ich oute mich jetzt nämlich mal: Ich steh auf breiige, matschige Gerichte. Ich mag es mit dem Löffel zu essen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es warm oder kalt ist. Und das ich Reis mag, ist ja eh kein großes Geheimnis mehr. Von daher erschien mir Congee einfach perfekt. Als ich dann auch noch herausfand, dass der Reisbrei in China zu jeder Tageszeit -also auch zum Frühstück- gegessen wird, war klar, dass ich ihn für den Frühstücksfreitag nun endlich ausprobieren muss. Ich habe beide Varianten getestet: süß am Morgen und herzhaft am Mittag. An dieser Stelle ein deutliches Ja (denn ich bin mir sicher, viele von euch fragen sich das gleich, wenn sie das Rezept lesen): Es schmeckt eigentlich wirklich so fad, wie es sich liest. Trotzdem mochte ich es sogar schon pur. Aber dann noch mit den verschiedenen Toppings war das Ganze tatsächlich ein Genuss (zumindest für mich, das matschigen-Reis-liebende-Fräulein).

Mittwoch, 23. Juli 2014

Zucchiniflammkuchen mit getrockneten Tomaten, Feta und einem Hauch Zitrone

Flammkuchen ist toll. Flammkuchen ist einfach. Flammkuchen geht schnell. Flammkuchen schmeckt immer. Und trotzdem gibt es Flammkuchen hier viel zu selten. Nachdem ich das Wort jetzt aber innerhalb von Sekunden ganze fünf Mal hier untergebracht habe, sollte ich mir hoffentlich langsam merken können, wie gerne ich Flammkuchen eigentlich esse. Denn jedes (seltene) Mal, wenn ich dann in den knusprigen Fladen reinbeiße, bin ich hin und weg. Langweilig wird's wahrscheinlich auch nie, da es ja unheimlich viele Möglichkeiten für den Belag gibt. Dieses Mal durften als Hauptdarsteller Zucchinistreifen darauf Platz nehmen. Sommerlich lecker. Was ist denn euer Lieblingsbelag? 

Montag, 21. Juli 2014

Grillgemüse-Tramezzini

Kennt ihr das, wenn man aus dem Urlaub mit mehr Gepäck zurück kommt, als das man eigentlich mitgenommen hat? So ging's mir bei den letzten Urlauben eigentlich immer. Und meistens ist das neue Zusatzgepäck irgendetwas für die Küche. Sei es Geschirr, Kochbücher oder eben auch direkt Lebensmittel. So auch geschehen beim letzten Italienaufenthalt. Neben wunderschönen Keramikschüsseln, kiloweise (das meine ich tatsächlich so...) Obst und Gemüse, ein paar Packungen der Lieblingskekse, Grissini, Pasta, Reis, usw. durfte auch eine Packung Tramezzini mit. Kaum zwei Tage daheim wurde sie auch schon verwendet für diese herrlichen Sandwiches. Das Wetter spielte mit - also zelebrierten Herr Moonstruck und ich den letzten Urlaubstag in dem wir den Grill anwarfen und eine ordentliche Ladung Gemüse darauf platzieren. Das wiederum landete dann auf dem knautschig-weichem Brot und bescherte uns wahre Gaumenfreuden.

Freitag, 18. Juli 2014

Internationaler Frühstücksfreitag
#4 Deutschland & Italien - mediterranes Bauernomelette

Heute muss ich mal ein bisschen aussholen, um euch zu erklären wie es dazu kam, dass es heute einen Inter- & Nationalen Frühstücksfreitag gibt:
Die Suche nach einem italienischem Frühstück fand schnell ein Ende, da die Italiener in der Regel morgens einen Kaffee oder Espresso und ein Stück Gebäck oder Zwieback zu sich nehmen. Später am Vormittag dann vielleicht ein belegetes Brot, meistens mit Wurst. So. Das stellte mich nun nicht zufrieden. Tja und dann fand ich es erstaunlicherweise auch gar nicht so einfach die Frage nach dem typisch deutschem Frühstück zu beantworten. Ein Großteil würde wohl sagen Brot oder Semmeln/Brötchen mit Wurst, Käse, Marmelade, dazu ein (Rühr-/Spiegel-)Ei, Kaffee/Kakao/Tee und Saft, etc. Einige Bayern hingegen legen sich wohl eher auf die Weißwurst, eine Breze und ein kühles Weißbier fest. Ok, aber was sollte ich hierfür nun für den Frühstücksfreitag servieren? Brot gab es hier schon häufiger, auch Semmeln waren dabei. Genauso wie Marmelade und Brezen.Würde man Kinder fragen, wären die Antworten wahrscheinlich Süßspeisen wie Milchreis oder Pfannkuchen. Und für manch Anderen muss wiederum ein Croissant auf dem Frühstücksteller liegen. Tja, und schwupps, sind wir schon gar nicht mehr direkt in Deutschland. Denn das ein Croissant nicht typisch deutsch ist, muss ich euch nicht sagen. Generell finde ich, ist die deutsche Esskultur sehr von ausländischen Küchen geprägt. Überlegt doch mal: Wenn ihr in einer etwas größeren Stadt (also nicht das Nachbarsdorf) nach einem Restaurant sucht, welches Angebot überwiegt? Deutsche Hausmannskost oder ausländische Küche? Eben. Und was für Restaurants gibt es am meistens? Italienische und Asiatische. Daher habe ich mir gedacht - was soll's, die am klassischsten deutschen Frühstücksgerichte gibt es hier schon und auf Zwieback backen habe ich keine Lust (davon habe ich mir aus dem Italienurlaub nämlich erst eine große Packung mitgenommen). Na, dann such ich mir zum Frühstücksfreitag etwas anderes. Ein deutsches Bauernfrühstück, in vegetarischer Variante, mediterran angehaucht. Passender Weise sogar auch in Italien zubereitet und aufgenommen - daher der ungewohnt Hinter- und Untergrund (wenn wir schon dabei sind: Sind diese Fliesen nicht wunderbar?!).
Sooo, wer sich bis hier her tapfer durch meine (wirren?) Gedankengänge gekämpft hat, wird nun mit einem leckerem (das hat der Lieblingsmann sogar zwei Mal betont!) Rezept belohnt.