Freitag, 12. September 2014

Internationaler Frühstücksfreitag
#10 Finnland - Ofenpfannkuchen

Moi! Heute freue ich mich, dass es ein bewährtes Rezept, dass schon lange in meinem handgeschriebenem Rezepteordner steht, zum Frühstücksfreitag geschafft hat. Pfannkuchen im Ofen zu backen ist für mich perfekt, da mir das nacheinander Ausbacken jedes einzelnen Pfannkuchens schon immer etwas lästig war. Das ist daher auch Herr Moonstrucks Aufgabe, sollte es klassische Pfannkuchen geben. Die Ofenvariante hingegen mache auch ich gern. Teig zusammenrühren, auf's Blech kippen, rein in den Ofen, warten, fertig. Und jeder hat somit auch gleichzeitig das warme Pfannkuchenstück vor sich liegen. Auch ideal für größere Familien! Inwiefern in Finnland dieser Ofenpfannkuchen zum klassischen Frühstück gehört, weiß ich nicht. Auf meiner Recherche über ausländische Morgenmahle ist mir dieser Zusammenhang allerdings immer wieder über den Weg gelaufen. Von daher: Passt schon!

Mittwoch, 10. September 2014

Rainbow Rolls

Mit dem Reispapier war das auch mal wieder so eine "Liebe auf den zweiten Biss"-Sache. Denn beim ersten Versuch konnte es mich nicht so richtig überzeugen. Und den Herzensmann rein gar nicht, er tat gleich seine Abneigung kund und aß die Füllung ausgewickelt. Aaaaber ich bin inzwischen recht stur, so nach dem Motto "Schmeckt nicht, gibt's nicht." (Gibt's natürlich schon, aber ich gebe zumindest nicht mehr so schnell auf.) Tja, und siehe da, bereits der zweite Anlauf gefiel mir besser. Als ich dann letztens mal wieder ein Mittagessen ohne den Mann verbringen musste, wurde sogleich wieder das Reispapier ausgepackt. Man muss seine Chancen ja nutzen. Ursprünglich heißen solche Röllchen ja "Summer Rolls", aber mir gefällt "Rainbow" besser - die Füllung war nämlich richtig schön bunt. Übrigens habe ich eine neue Liebe hier gleich mit reingepackt: Edamame. ♥


Zutaten für 6 Stück
6 runde Reispapierblätter
100g Edamame, gegart
2 Karotten
2-3 Frühlingszwiebeln
100g Tofu
2 (braune) Champignons
1/2 Mango
gemischte Sprossen
Minzblätter
Sesamöl, Sojasoße, Zitronensaft

Zubereitung
Tofu in Scheiben schneiden und mit etwas Sesamöl und Sojasoße einstreichen. Abgedeckt mindestens eine Stunde ziehen lassen.
Karotte raspeln und mit fein gehackten Frühlingszwiebeln und einem Schuss Zitronensaft vermischen. Pilze in dünne Scheiben, Mango in Streifen schneiden.
Reispapier in warmes Wasser tauchen, wenn es weich wird herausnehmen und das untere Drittel mit den Zutaten belegen. Die Seiten einschlagen und von unten nach oben aufrollen.
Dazu nach Belieben Dips oder Soßen servieren. Bei mir: Sojasoße, Sambal Oelek und süß-saure Chilisoße.


Montag, 8. September 2014

Kirsch-Kaffee-Smoothie

Smoothie oder Shake? Shake oder Smoothie? Sagt mal, gibt's da eigentlich einen genauen Unterschied? Ich glaube ja nicht, habe aber folgende Theorie: Mit dem "Shake" assoziiert man (oder nur ich?) eher die kleinen Kalorienbömbchen, Eis- und Milchshakes mit hübscher Sahnehaube und Kirsche on top. "Smoothies" hingegen gibt es seit gesunder Ernährung so populär geworden ist. Also hat man eben für die gleiche Zubereitungsform (rein in den Mixer und ab geht's) und eigentlich auch das gleiche Ergebnis (nämlich ein meist eher dickflüssiges Getränk) einen anderen Namen gebraucht. Und schwupps, weil das Ganze so schön "smooth" ist, entstand der "gesunde Smoothie". Was meint ihr, könnte das sein? Im Grunde ist es mir egal, ob ich nun Kirsch-Kaffee-Smoothie oder Kirsch-Kaffee-Shake schreibe. Ihr denkt eh wahrscheinlich im ersten Moment bei beiden Namen "Waaas? Kirsche und Kaffee?!?". ;-) Aber wie beim Balacchiato -der übrigens bei Einigen scheinbar sehr gut ankam- würde ich sagen: Einfach mal probieren. Ich fand's super!

Freitag, 5. September 2014

Internationaler Frühstücksfreitag
#9 Schottland - Klassisches Porridge

Porridge gab es hier ja schon in einigen Varianten: mit Apfel, mit Chai-Tee, weihnachtlich mit Spekulatius, mal anders als Overnight-Oats oder aus dem Ofen. Aber puristisch, ohne Schnick-Schnack, kamen noch keine Haferflocken auf den Tisch. Warum? Ganz einfach: Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es schmeckt. Aber ich bin ja probierfreudig und wurde mal wieder positiv überrascht. Na klar - eine wahre Geschmacksexplosion ist dieses Porridge nicht, aber ich fand es trotzdem einfach lecker. Normalerweise wird dazu ein Schälchen mit Sahne gereicht und jeder Löffel Porridge darin eingetunkt. Da ich nicht unbedingt auf Sahne stehe, gab's einfach etwas erwärmte Milch dazu, die darüber gegossen wurde. Ich glaube, mit diesem Ersatz könnten auch die Schotten leben. ;-)

Mittwoch, 3. September 2014

Über Genuss "to go" und das Kochen in fremden Küchen...


Im August wurde ich hier zwei Wochen lang aufgrund Sommerurlaubsblogpause von anderen Bloggerinnen vertreten, ihr erinnert euch?! Nun, von diesen zwei Wochen waren Herr Moonstruck, unser kleiner Mann und ich den Großteil der Zeit unterwegs. Nach einem kurzen Stopp bei der Schwiegermama, ging es nach Hamburg und von dort aus weiter an die Ostsee, beide Male in hübschen Ferienwohnungen untergebracht. Wir hatten ein straffes, selbst auferlegtes "Programm": In Hamburg wollten wir an 2,5 Tagen so viel wie möglich sehen, was bedeutet, dass wir von morgens bis abends unterwegs waren - zu Fuß! An der Ostsee stand ebenfalls jeden Tag etwas an: wir erkundeten (zu Fuß!) die umliegenden Städte, fuhren nach Kiel, Lübeck, Rostock, Warnemünde und schauten uns die Häfen, Innenstädte und was uns noch so über den Weg lief an. Wir waren in dieser Zeit wirklich viel (zu Fuß!) unterwegs und aßen mittags meistens außer Haus. Dazu muss ich vielleicht erwähnen, dass wir gewohnt sind mittags "richtig" zu essen und abends dann eher auf schnelle und kleine Gerichte wie Brot, Salat, Obst, etc. zurückgreifen, falls noch Hunger aufkommt. Der kam in der Zeit meistens auch, wenn man bedenkt, wieviele Kilometer wir so zurücklegten...

 
Normalerweise ist es bei mir so: Im Urlaub muss nicht gespart werden, da wird geschlemmt und geshoppt (in der Regel überwiegend Lebensmittel oder Küchenkram), da aber kurz nach dem Urlaub zwei finanzielle Großpojekte anstanden (u.a. die Planung einer neuen Küche, whoop whoop!), war ich diesmal eher auf dem "Brauche ich das jetzt wirklich?"-Trip. ;-) Und bei zehn Tagen wäre mir täglich essen gehen zu viel gewesen, zumal wir teilweise auch keine Restaurants fanden, die uns gefallen hätten. Aaaaber auf gutes Essen verzichten wollten wir natürlich trotzdem nicht. Deswegen schreibe ich heute mal darüber, was es bei uns Gutes "to go" gab und Einfaches in den FeWo-Küchen gab. Vielleicht geht es dem ein oder anderem von euch ja mal ähnlich.