Freitag, 5. Februar 2016

Gedämpftes Kabeljaufilet auf Linsengemüse und rote Bete-Carpaccio

Dank der tollen Franziska von Veggie Love werden die rote Bete und ich noch richtig gute Freunde. Ich habe nämlich drei Rezepte mit der Knolle aus ihrem neuem Buch ausprobiert und war jedes Mal begeistert. Beim heutigen Post muss Franzi aber wohl beide Augen zudrücken... Sie isst ja vegan und hat sich ihr rote Bete-Carpaccio bestimmt nicht in Verbindung mit Fisch vorgestellt. Aber allen Fischessern sei gesagt: es passt so gut zusammen. Und dann auch noch das lauwarme Linsengemüse mit dem leckeren Dressing des Carpaccios (ja, ich habe das Rezept nicht nur durch Kabeljau erweitert, sondern auch ein bisschen umgemodelt)... herrlich. Die Vegetarier und Veganer unter euch lassen den Fisch einfach weg - wie wär's mit Tofu oder Tempeh? Für Fischverweigerer kann ich mir auch gut ein Stück Hähnchnbrust vorstellen. Und die Allesesser dürfen es gerne genauso ausprobieren. 
Liebe Franzi, sieh's also so: du hast mit deinem Carpaccio eine wunderbar-wandelbare Basis kreiiert. :-)



Montag, 1. Februar 2016

Rosenkohl & Schwarzwurzel im Backteig aus dem Ofen

Ich bin kein Freund des Frittierens und inzwischen des Panierens. Das Fettgesprenkel, die Rumbazelei, der Geruch, die Ölreste ... Nee, danke. Außerdem schmeckt mir Frittiertes gar nicht wirklich. Aber neugierig und experimentierfreudig bin ich - daher versuche ich hin und wieder Ausbackklassiker umzuwandeln, anders zuzubereiten oder einfach im Ofen zu garen. Bisher hat das auch ganz gut geklappt. Klar, schmeckt's so etwas anders, aber mir meistens eben sogar besser. Bei den Fischstäbchen war das der Fall zum Beispiel. Und diesmal beim Gemüse hat es auch hervorragend geklappt, dass der Teig im Ofen gegart wird. 
Da ich bei manchen Gemüsesorten zu "eher zu weich, als zu hart" tendiere, habe ich Rosenkohl und Schwarzwurzeln kurz vorgedämpft. Für die Schwarzwurzeln war das genau richtig, der Rosenkohl aber war am Ende fast ein bisschen zu weich. Für mich nicht schlimm, aber beim nächsten Mal werde ich den erst später in den Dampfgarer geben. 
Zum Gemüse gab es eine Joghurt-Koriander-Dip und einen Salat mit Orangendressing.



Freitag, 29. Januar 2016

Gebratene Maronenpolenta mit Rahmchampignons und Blaukraut

Selbstverständlich habe ich zum Grundrezept für Blaukraut, auch eine Verwendungsidee dafür. Mal anders, ohne Braten, ohne Knödel. Gescherte Zungen könnten sagen: Na und, da hat sie einfach das Fleisch eines klassischen Hauptgangs weggelassen. Ja, quasi schon, nur wird man es hier auch nicht vermissen. Bestelle ich einen Schweinebraten ohne Schwein bleiben mir Knödel, Soße (die Vegetarier auch nicht essen werden) und Kraut. Sowas wird immer den "hier fehlt was"-Beigeschmack haben. Kann natürlich trotzdem schmecken, aber bei diesem Rezept, wird dieser Gedanke nach dem ersten Bissen vergessen sein. Knusprig und weiche Polenta, verfeinert mit Maronen, eine cremige Soße und natürlich mein geliebtes Blaukraut. Was sollte hier schon fehlen?!

Montag, 25. Januar 2016

Hirschrücken mit Himbeer-Balsamico-Soße

Da kommt der Mann vom Einkauf beim Biohofladen zurück mit den Worten "Es gab Wild aus dem Oberpfälzer Wald. Ich habe Hirschrücken mitgebracht. Machst du den am Samstag?" und drückt mir ein prächtiges vakuumiertes Stück Fleisch in die Hand. Bester Mann ü-b-e-r-h-a-u-p-t. 
Als Kind habe ich Wild absolut verweigert, als Vegetarier dann natürlich auch und inzwischen mag ich es aber richtig gerne. Wenn die Herkunft passt. Da ich in der Hinsicht ja recht penibel bin, gab es noch kein selbstgemachtes Wild in unserem Hause - ich habe den Verkauf beim Hofladen bisher immer verpasst. Daher musste ich mich auch erstmal auf die Suche nach einem Rezept machen. Nachdem ich weder in meinen Büchern, noch dem Internet so richtig zufriedenstellend fündig wurde, wählte ich die (eigentlich) naheliegendste Variante: ich fragte unseren Küchenchef in der Arbeit. Und natürlich war, wie immer, auf ihn Verlass. Ich wollte das Fleisch (wenn man schon mal so was bekommt) entsprechend 'würdigen' und habe auf viel Schnickschnack dazu verzichtet. Ich wollte keinen klassischen Braten daraus machen. Etwas Salat, geschmorter Kürbis, frische Champignons. Dazu bildete ich mir eine fruchtig-säuerliche Soße ein und probierte einfach drauf los, so wie ich mir das vorstellen konnte. Auch hier hatte ich wieder ordentlich Glück, die Soße war ein Träumchen und wird es mit Sicherheit wieder geben. Dann werde ich es aber wagen und noch ein wenig Kakao mit unterrühren.



Freitag, 22. Januar 2016

Winterlicher, süßer Brotauflauf

Ich bin eine Frostbeule. Vor allem morgens und nachmittags laufe ich momentan am liebsten in die Bettdecke gewickelt durch die Wohnung. Trotz laufenden Heizungen. Da kann man halt nichts machen. Aber, doch, ich wirke dagegen: mit warmen Frühstück und dampfenden Tee und Kaffee. So auch mit diesem Brotauflauf, der neulich auf dem Frühstücksplan stand. Perfekt auch zur Resteverwertung von Brot, denn die Scheiben sollen ruhig schon etwas altbacken und trocken sein. Ihr könnt auch übriges, gefrorenes Brot nehmen und das einfach bereits am Vortag auftauen lassen. Bis zur Verwendung für den Auflauf ist es dann trocken genug. Meistens werden süße Brotaufläufe mit hellem Brot oder Baguette gemacht. Ich habe mich hier bewusst anders entschieden und ein Treberbrot verwendet. Dunkel, rustikal, mit dicker Kruste. Mir schwebte einfach etwas kräftigeres vor, das gut mit den Gewürzen harmoniert. Theoretisch könnt ihr natürlich jede Brotsorte verwenden, was halt gerade übrig ist - aber ich rate euch dennoch, mal vom hellen Brotauflauf abzukommen. :-)